carekonzept pflegeberatung

Beiträge von Irmi

    Wow Geli,

    Ich bin mächtig erstaunt, welch Zeichentalent du hast! Und der raffinierte Aufbau des subtilen Spielchens der Mama!

    „Spiel oh du Fröhliche- und danach muß ich mit Dir reden“...ohje, da ist mir noch beim Lachen eine regelmäßige Äußerung meiner Schwester eingefallen, wenn ich grad von der Schule heimgekommen war. Um 14 Uhr stand nach der täglichen Bahnfahrt das Essen für mich warmgestellt bereit. Ich war vielleicht 14 Jahre alt, meine Schwester 14 Jahre älter. Sie fühlte sich stark für meine Erziehung verantwortlich. „Ich muß nach dem Essen ein Hühnchen mit Dir rupfen“ - da war trotz heftigem Hunger erst mal der Appetit wie weggeblasen.

    Also Ines,

    Ich habe seit 2007 ein angemeldetes Kleingewerbe. Hab keine Angst, es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ich glaube nicht, daß das Münchner Finanzamt kulanter ist als andere, aber in manchen Jahren war mein Gewinn sehr gering. Mal hab ich mehr, mal fast keinen Gewinn. Schwierigkeiten bekam ich deswegen noch nie. Ich muß ja auch wieder Material einkaufen! Und ich darf wegen meiner EU Rente gar nicht über einen bestimmten Betrag kommen.

    Trotzdem finde ich natürlich richtig, wenn du für deine Strickarbeiten mehr verlangst.

    Deine Arbeitszeit wird eh nicht annähernd vergütet, meine ja auch nicht. Leider! Da würden unsere schönen Produkte von niemandem gekauft werden.

    Meine Lieben,
    ich hoffe und wünsche Euch, daß ihr das Wochenende gut verbracht habt.


    Wenn ich deine Erlebnisse lese Angeli, überkommt mich unendliche Dankbarkeit gegen meine Eltern, meine fünf so viel älteren Geschwister und wie ich meine Kindheit verbringen durfte.
    So wie du sollte kein Kind aufwachsen müssen. Und du bist so ein empathischer und feiner Mensch geworden! Du mußt wirklich sehr stark sein.

    Liebe Angeli,
    was der Beifuß für dich ist, ist für mich der Efeu. In kleinen Mengen sieht er wunderhübsch aus, aber er erobert in meinem Garten jedes freie oder auch nicht freie Fleckchen. Ich bin auch schon seit Tagen am Rupfen, Graben und Jäten.


    Und ihr alle,
    ihr seid ja schon fleißig am Vorziehen. Das ist so toll! Ich habe leider mein Hochbeet noch nicht pflanzfertig gemacht. Damit habe ich ein noch nicht gelöstes Problem.
    Ich bin auch unschlüssig, wann ich die ersten Sachen auspflanzen soll, denn im Mai fahre ich und mein Sohn für eine Woche weg und der Garten wird sich selbst überlassen sein. Es kommt sehr selten vor, daß sich gar keiner um das Gießem kümmern kann. Ich bange jetzt schon um meine Pflänzchen...

    Liebe Geli, ich wünsch dir auch viel Glück beim Garteln. Von Erdmandeln hab ich schon gehört und gelesen.
    Leider habe ich keine Pflanzen zum Tauschen. Ich wohne ja auf einer Endmoräne, der Münchner Schotterebene, und die ist auch nicht so sehr fruchtbar. Die natürliche Humusschicht ist da recht dünn und schattig ist mein Garten leider auch noch. Aber ich ziehe trotzdem allerlei Gemüse- eher experimentell als erfolgreich. Seit ich ein Tomatengewächshaus habe, gedeihen wenigstens die.

    Liebe Ruth,
    Mein allerherzlichstes Mitgefühl! Wenn nun die unvermeidlichen und unaufschiebbaren Dinge erledigt sind, gönn Dir alle Ruhe der Welt, um das Erlebte aufzuarbeiten. Trauer sieht bei jedem Menschen anders aus. Weinen gehört nicht unbedingt dazu. Du darfst auch völlig frei die Erleichterung zulassen, daß nun Eure gemeinsame Leidenszeit vorbei ist. Mit der Zeit werden die schlimmen Phasen immer weiter zurücktreten und Du wirst Dich vor allem an schöne Erlebnisse erinnern
    Von Herzen alles Gute!
    ...und genieß Deine Enkel, aber laß Dich von Deinem Sohn nicht als Dauerbetreuung vereinnahmen. Deine Gesundung geht nun vor alles!

    Liebe Ruth,
    Ich bin in Gedanken bei Euch.Ich habe auch das Sterben meines Mannes miterlebt.
    Was ich jetzt schreibe, ist meine persönliche Meinung, keine medizinische. In dieser Phase zählt nur noch, was dein Mann will. Wenn er nur noch auf dem Rücken liegen möchte, dann darf er das jetzt, auch wenn es medizinisch anders besser wäre. Die Aufgabe der Pflege ist nur noch, ihm die letzten Stunden oder Tage schmerzfrei und angstfrei zu gestalten. Er muß weder essen noch trinken oder Sondenkost bekommen wenn er nicht will.
    Mein Mann hat sich noch über einen Tupfer Vanilleeis auf den Lippen freuen können. Die Sauerstoffmaske wollte er aber aber nicht mehr auf dem Gesicht haben, und sie wurde ihm dann nicht mehr aufgedrängt, obwohl sie ihm objektiv das Atmen erleichtert hätte. Das Morphin hat dafür gesorgt, daß er trotzdem keine Atemnot verspürt hatte.


    Sag bitte Deinem Mann, daß ihr ihn nun loslasst und er ruhig gehen darf und daß alles gut wird und in Ordnung ist. Sprecht richtig mit ihm, nicht nur in Gedanken. Er versteht Euch ganz sicher. Lasst ihn Eure Liebe spüren und nicht zu sehr Eure Angst und Trauer, das macht es ihm nur schwerer. Wenn er es mag, spielt eine schöne beruhigende Musik.