Posts by Magdalena

    Hallo Michael,

    sei willkommen hier im Elternpflegeforum.

    Unzufriedenheit zwischen Euch Geschwistern, also Pflegenden, tut sicher Eurer Mutter mit der Demenzerkrankung nicht gut. Menschen, die an einer Demenz leiden, haben sehr gute Antennen, auch, wenn vordergründig ihr gegenüber keine Zwistigkeiten benannt werden.

    Ihr werdet sicher im Vorwege nicht nur Euren RA konsultiert haben, sondern Euch auch zusammen gesetzt haben und geklärt haben, wer was übernimmt. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, die Pflege so aufzuteilen. Da dies sogar so fixiert wurde, sollte es in dem Interesse aller Geschwister sein, die Pflege und Betreuung Eurer Mutter auch gut und gerecht zu übernehmen. Natürlich kann man dies nicht immer genau "nach Strichliste" berechnen, wird zum Beispiel die Nacht Bereitschaft benötigt, so kann es sein, dass niemand aufstehen muss, aber der Schlaf ist leichter, wenn man weiß, man muß es im Bedarfsfall doch tun. So solltet Ihr versuchen, nicht nur auf Euer Recht und die fixierte Pflicht zu pochen, sondern Euch gütlich zusammen setzen und schauen, wer kann gut was übernehmen. Sicher habt Ihr das im Vorwege auch schon getan, aber in der Situation selbst gestaltet sich manches doch noch einmal anders. Im Interesse Eurer Mutter sollte die Pflege so verteilt werden, dass sie für alle gut zu leisten ist, immerhin kann das viele Jahre so gehen. Und auch dann, wenn Ihr eine gute Lösung, möglichst ohne Schuldzuweisungen oder strikte Anweisungen, erarbeiten könnt, solltet Ihr auch weiterhin im Gespräch miteinander bleiben. Der Zustand Eurer Mutter und damit ihr Bedarf können und werden sich wahrscheinlich verändern und auch dann sollten die Hilfen gut leistbar sein, ggf. mit professioneller Unterstützung.

    Reibt Euch nicht auf, sondern überlegt, warum Ihr zu diesem Liebesdienst bereit seid.

    Vielleicht kann und mag einer etwas geben, was dem anderen schwer fallen würde und umgekehrt. Es geht, meiner Meinung nach, nicht um die minutiöse Aufrechnung und Aufteilung, sondern um ein gutes Zusammensein und Zufriedenheit möglichst bei allen Beteiligten.


    Viele Grüße und auf einen guten Austausch,

    Magdalena

    Hallo Smile,

    schön, dass Du Dich nun auch austauschen magst.

    Es ist immer schwierig, zwei völlig verschiedene Bereiche des eigenen Lebens so miteinander zu verbinden, dass es einem trotzdem gut damit geht.

    Vielleicht gibt es Möglichkeiten, Hilfe so zu organisieren, dass Du zu gewissen Zeiten auch in München sein kannst, dort an Veranstaltungen, Festivitäten oder einfach dem Leben Deiner Freunde teilnehmen kannst.

    Zudem gibt es vielleicht Ideen, wie Du Dich auch auf dem Land einbringen kannst, um auch dort Kontakte zu knüpfen. Nicht stattdessen, sondern ebenfalls.

    Zwei Jahre sind ja schon eine Weile, da sollte man schauen, dass man auch selbst zufrieden ist.

    Wie Du sicher schon festgestellt hast, besteht hier immer die Möglichkeit, sich auszutauschen.

    Auch das kann gegen Einsamkeit helfen.


    Viele Grüße

    Magdalena

    Ihr ward mir eine große Hilfe, liebe Heike und liebe Brigitte !

    Ich habe der Bekannten alles zusammengestellt und bin heute, weil die Luft heute angenehmer ist, zu ihr gefahren. Wir sind alles durchgegangen, ich habe auch dieses Forum und die Hilfe, die ich hier bekam, extra erwähnt, ein "Muss" für mich.

    Kurz zu der Situation, es liegt eine Generalvollmacht vor, eine explizite Pat.verfügung gibt es nicht, aber die Bekannte darf und soll über die medizinischen Fragen entscheiden.

    Der Hausarzt steht hinter dem Wunsch, keine Wiederbelebungsversuche zu unternehmen.

    Ich riet ihr, nochmal das Gespräch zu suchen und sich dies dann auch unterschreiben zu lassen (habe ihr alles vorbereitet), damit das Heim dann auch eine Absicherung hat.

    Sie hatte wirklich Sorge davor, dass die hochaltrige, über 90 jährige Mutter in einer solchen Situation aus dem Bett auf den Boden gezerrt wird...

    Sie war sehr dankbar und hat sich sehr gefreut, dies wiederum war eine Freude für mich.

    Ich riet ihr dann noch, da noch nicht geschehen, dringend auch für sich selbst eine Vorsorge zu erstellen und glaube, ich konnte sie da, noch einmal sensibilisieren.


    Ich danke Euch sehr, es ist so ein schönes Gefühl, zu wissen, dass es hier Menschen gibt, die ich mag und die ich um Hilfe oder Rat bitten darf und diesen dann auch gewährt bekomme!


    Magdalena

    Eigentlich möchte ich "gefällt mir nicht" anklicken, aber natürlich nur zum Inhalt und nicht zu der Informationsweitergabe.

    Immer wieder sehe ich Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt innerhalb der Kurzzeitpflege mobilisiert werden können, Freude neu wahrnehmen können und dann wieder nach Hause zurückkehren können.


    Mich guselt es schon beim Lesen, die Vorstellung, meine Angehörigen würden nach einem Krankenhausaufenthalt dort dann auch Kurzzeitpflege bekommen, ich würde alles versuchen, eine andere Lösung zu finden.

    Aber dies ist für Menschen ohne Angehörige oder mit Angehörigen, die diese Hintergründe nicht kennen/haben, schlicht nicht möglich.

    Puh, es wird nicht einfacher


    Dankeschön für die Informationen!


    Magdalena

    Schon geteilt... Und wird auch weiter verbreitet.

    Danke, dass Du das auch getan hast und es uns hier ebenfalls möglich machst.

    Wirklich, wie kann das sein... Dienstleistungsgewerbe? - Pustekuchen!

    Unbekannterweise für Nala und ihren Menschen Dietmar alles Gute.


    Magdalena

    Hallo miteinander,

    ich möchte Euch um Eure Meinung, Ideen bitten.

    Ich bin von einer losen Bekannten angesprochen worden, die weiß, dass ich Hospizhelferin bin.

    Ihre Mutter lebt in einem Alten-und Pflegeheim. Bis vor ca. 6 Wochen konnte sie mit ihrer Mutter noch per Rollstuhl nach draußen.

    Inzwischen liegt ihre Mutter nur noch, ist wohl wach, erkennt ihre Tochter aber oft nicht mehr, kann nicht mehr auf Fragen antworten..., "sehr durcheinander" und in einem "schlechten" Zustand, den die Tochter für "nicht lebenswert und sehr traurig" empfindet.


    Jetzt ist diese Tochter von einer Pflegekraft darauf aufmerksam gemacht worden - aufgrund einer aktuellen Situation im Haus - dass bei einem Herzstillstand _immer_ reanimiert/wiederbelebt werden _muss_ und zwar so lange, bis der Notarzt eintrifft.

    Dies wohl auch in Situationen, wo jemand in seinem Bett liegend auf dem Weg in eine andere Welt ist hier wurde der Senior auf den Boden gezerrt und mit der Wiederbelebung begonnen.

    Es geht hier nicht um meine persönliche Sichtweise, sondern um folgende Bitte:

    Wie kann die Tochter ihre Mutter vor einer solchen Situation schützen, beziehungsweise kann sie dies ohne das schriftliche Einverständnis ihrer Mutter überhaupt?

    Die Pflegekraft riet ihr, ein Schriftstück aufzusetzen, mit dem sie sich aber, verständlicherweise, überfordert fühlt.

    Sie hat wohl eine Betreuungsverfügung, ob auch eine Patientenverfügung vorliegt, weiß ich nicht.

    Kann ich ihr raten, die Textbausteine aus dem Ratgeber hier im EPF vom Juni 2015 "Bausteine einer Pat.verfügung" zu nutzen / ihr etwas formulieren?

    Oder muss etwas anderers beachtet werden?

    Kann ein Seniorenhaus überhaupt die rechtliche Richtigkeit einer solchen Verfügung, immerhin nicht mehr von der Mutter, also der Bewohnerin, unterschrieben, akzeptieren und im Falle des Falles sachgerecht anwenden - bei der hohen Fluktuation/Wechsel, durch Zeitarbeitsmitarbeiter, Schichtwechsel, etc. überhaupt zu wissen, bei welchen Bewohner soll /kann/darf ich und bei wem nicht?


    Ich selbst war ja in einer ähnlichen Situation und habe da hier um Hilfe angefragt. Ich habe von einem Notar meinen Willen bekunden lassen, dass ein Pflegedienst (nicht mehr an Bord) kein Rettungswesen rufen soll/darf, stattdessen aber meine Frau informiert. Das wurde vom Notar problemlos verfasst und vom Pflegedienst damals anerkannt. Was aber, wenn jemand anderes die Tour fährt und dieses Wissen nicht hat, passiert... Doch darum geht es heute ja nicht.


    Ich kann mir denken, dass es fast nicht möglich ist, zumindest nicht heute und in unserem Land. Es müsste am Bett, Rollstuhl,..., per Button bei Läufern... die Information geben... Zum Beispiel, blau = Reanimation und gelb = begleiten, nicht wiederbeleben.


    Macht es, falls es so ist, dass ein Schriftstück nicht sicher etwas bringt, trotzdem Sinn, "fürs Gefühl und falls sich jemand daran erinnert/daran hält", dies trotzdem zu tun?

    Wie geht es Euch mit Euren Abgrh

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Ideen für mich habt, damit ich diese dann gebündelt weiter geben kann.

    Danke schön!


    Viele Grüße

    Magdalena

    Hallo Magda,

    sei willkommen hier im Forum!

    Es ist gut, sich Austausch zu holen und manchmal entlastet es auch, wenn man seine Situation oder Sorgen hier aufschreiben kann, gelesen wird.

    Ich kann Deine Gefühle nachempfinden. Natürlich ist es nicht die "Schuld" von jemandem, aber es belastet sehr und da sind Gefühle einfach nicht immer "politisch korrekt".

    Ich finde die Vorschläge von Brigitte sehr gut!

    Dass alle möglichen Situationen Atemnot hervor rufen können und damit außerordentlich belastend und beängstigend sind, das ist gut zu verstehen.

    Es gab eine Zeit, da benötigte mein Körper ebenfalls dauerhaft Sauerstoff.

    Aber weil die TV-Bedienung nicht gleich funktioniert, gibt es, für mich von außen, keinen Grund, sofort mit Atemnot zu reagieren.

    Mir kam der Gedanke, dass auch in Pflegeeinrichtungen nie 24 Stunden jemand "parart" ist - natürlich erreichbar, aber eben nicht am Bett / am Sessel.

    Insofern ist es, so meine auch ich, wichtig, dass auch auf die Bedürfnisse der Nichterkrankten Rücksicht genommen wird.

    Das erfordert von allen Seiten Aufmerksamkeit und ein Stück weit aushalten.

    Immer in (potenzieller) Angst zu leben, macht sicher auch unzufrieden und fordernd. Denn, sicher, so, wie Ihr es macht, muss viel berücksichtigt werden.

    Aber, auch Dein Vater darf sehen, was für ihn getan, geleistet wird und dass niemand sich nur um ihn kümmern kann.

    Eigene Atempausen, Rückzug, Familienleben - das darf und muß auch sein, ich schließe mich Brigitte da vollumfänglich an, ansonsten bleibt man nicht gesund!


    Für Deine restliche SS wünsche ich Dir alles Gute, gerade bei der sommerlichen Wärme ist es sicher nicht immer ganz einfach.


    Auf guten Austausch

    Magdalena

    Hallo Paloma,

    danke, dass Du mehr über Eure Situation erzählen magst.

    Es ist sicher nicht einfach, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden können. Du scheinst Dir über die Gründe und Grenzen des Möglichen aber bewusst zu sein?

    Viele Grüße

    Magdalena

    Hallo Nina,

    es ist gut, dass Du Dir auch hier Unterstützung holst.

    Was meinst Du mit Endphase? Ist Deine Mutter schon auf dem Weg, sich von dieser Welt zu verabschieden? Oder geht es ihr schlechter als bisher, aber diese Phase kann noch länger dauern?

    Haben sich Pflegedienst oder Hausarzt dazu geäußert?

    Was für Tipps wünschst Du Dir?

    Viele Grüße,

    Magdalena

    Hallo Nina,

    willkommen hier im Forum und auf guten Austausch! So haben alle etwas von Tipps und Ideen und oft entsteht im Dialog hier etwas hilfreiches. Genauso kann es aber entlasten, sich seine Lage einfach mal von der Seele zu schreiben.


    Viele Grüße

    Magdalena

    Da hast Du absolut Recht, Brigitte.

    Ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen, in den Tag hinein leben, keine Verantwortung übernehmen (beides geht bei und für mich auch nicht!) und, immer (wieder) in dem zu sein, was man machen wird, will...

    Ein kleines Beispiel von mir : ich wollte gern immer reisen - wenn ich in Rente bin. Ja. Das war irgendwie am Leben vorbei geplant.

    Ich glaube, an dieserZen-Weisheit "wenn ich esse dann esse ich, wenn ich gehe, dann gehe ich..." ist etwas dran. Völlig darin aufgehen, nein, kann ich nicht und ich glaube, will ich auch nicht, weil ich beim "gehen" zum Beispiel mich sehr an meiner Umgebung freuen kann.


    Liebe Grüße!

    Magdalena

    Hallo miteinander,

    hallo liebe Heike,

    durch die Nachrichten hier ist mir aufgefallen, dass das Likes anklicken nicht mehr so funktioniert, wie bisher, zumindest am Handy nicht.

    Kannst Du oder kann jemand da etwas erklären?

    Vielen Dank,

    viele Grüße

    Magdalena