carekonzept pflegeberatung

Beiträge von Cara

    Hallo Gingerbread,

    Sorry ich verstehe das nicht ganz. Seid ihr privatversichert?

    Bei gesetzlich Versicherten gibt es Pflegegeld bzw. Zuschuss zur 24h-Pflege, immerhin. Und das Krankenhaus verfasst ja auch einen Entlassungsbericht für die Pflegekasse mit dem aktuellen Pflegebedarf. So kenne ich das von meiner Mutter.

    Das Vermögen deiner Mutter ist also so kalkuliert dass davon komplett die Pflege bezahlt wird? Dein Bruder hat ja für ihr Konto offenbar eine Bankvollmacht.

    Ich störe mich etwas an der Konstellation „Mähroboter“, „Urlaub“ ( sehe ich beide als Luxus an wenn Geld übrig ist), knappe Kante und dein Bruder arbeitet nicht mehr?


    LG

    Cara

    Liebe Gingerbread,


    danke für deine Erläuterungen. Du tust mir total leid in deiner Lage.

    Ersteinmal ist es ja wohl KLAR dass du während der rührenden, extrem anspruchsvollen Pflege deines Mannes dich nicht auch noch um deine Eltern kümmern konntest! Du leistest ja so oder so schon Übermenschliches!! Zieh dir diesen Schuh bloß nicht an.

    Dein Bruder scheint sich aus seiner Position finanzielle Vorteile verschaffen zu wollen wie die Kontoauszüge belegen.

    Die Betreuungsgerichte halten sich meistens lieber heraus aus Familienstreitigkeiten; dein weniges Vertrauen in die Behörden kann ich gut verstehen. Die sind halt fein raus wenn sie sich nicht einmischen.

    Ich frage einfach mal unverblümt: Kann es sein dass dein Bruder auf dich finanziell oder sonst wie neidisch ist?

    Das wäre unmöglich von ihm, aber solche Menschen gibt es leider zuhauf.

    Wie geht es dir denn wenn du momentan bei deiner Muttee bist? Gibt dir die Anwesenheit Energie oder entzieht sie dir diese eher? Erkennt deine Mutter dich noch oder nicht mehr?

    Ich würde an deiner Stelle gut abwägen ob es dir gut tut weiter zu helfen wenn dies nur gegen Windmühlen möglich ist. Da dein Bruder die Pflegekräfte bezahlt werden die sich immer automatisch auf seine Seite schlagen egal wie dumm das ist.

    Ich weiß nicht recht was ich dir raten kann und hoffe du verstehst meine Zeilen nur als Input deine eigenen Kräfte gut einzuteilen.

    LG

    Cara

    Hallo Gingerbread,


    das hört sich stressig an.

    Kann dein Bruder ein Interesse daran haben dass du keinen Kontakt mehr zu deiner Mutter hast? Ist früher irgendetwas vorgefallen? Hat deine Mutter, als sie noch nicht dement war den Kontakt zu dir abgebrochen?
    Ist dein Bruder eigentlich auch ihr gesetzlicher Betreuer? In diesem Fall könntest du dich an das Betreuungsgericht wenden und Auskunft verlangen warum dir der Kontakt zu eurer Mutter verwehrt wird.

    Gerade wenn es womöglich darum geht dass dein Bruder die Finanzen regelt und dir da Unstimmigkeiten auffallen (alles Ersparte ist weg z. B.) würde ich beim Gericht nachhaken.

    Solche Familienstreitigkeiten sind leider keine Seltenheit.


    Auch von mir grübelnde Grüße,

    Cara

    Danke Willi,

    das ist eine großartige Neuigkeit!

    Der Hausarzt meiner Eltern sträubt sich leider grundsätzlich auch nur irgendetwas zu verschreiben. Das kostet meine Eltern jedes Mal unsagbar viel Kraft und Nerven dort vorzusprechen um dann doch ein Nein zu kassieren. Man will sich ja nichts erschnorren sondern nur wirklich wichtige, dringliche Hilfsmittel erhalten die ihnen aufgrund der Diagnosen und der Pflegebegutachtung auch zustehen.

    LG

    Cara

    Hallo Katharina,


    magst du uns verraten unter welcher Erkrankung (ggf. mehrere) deine Mutter leidet? Oder ist sie „nur“ alt (90 Jahre)?

    Von außen ist es sonst schwierig etwas zu empfehlen.

    Ich würde sie bzw. einen hochbetagten Menschen grundsätzlich zu nichts zwingen, wenn sie nur trinken mag, dann ist es so aber dieser Ansatz setzt voraus dass man Erkrankungen abgeklärt hat und ggf. eine Prognose des Arztes.

    Vielleicht wissen andere hier im Forum besseren Rat.


    LG

    Cara

    Hallo Beate,


    das stimmt, vor den 90er Jahren wurden in der Kindheit erlebte Ausnahmesituationen einfach totgeschwiegen. Obgleich man mit guten Techniken, die neurobiologisch bestätigt sind, Traumata sehr gut überwinden kann. Ich habe das mal vor einigen Jahren an traumatisierten Soldaten beobachten können.
    Aber die Kriegsgeneration hat in der Regel eine derart große Scheu vor allem Psychologischem😅, das da keine Chance besteht, leider.


    Ich bin gleichzeitig der Ansicht man sollte auch nichts (über-)pathologisieren, also eine gewisse Resilienz gegenüber selbst extremen Erlebnissen ist uns Menschen ja schon gegeben und ich bin ich und nicht meine Eltern😂, aber wenn jemand sich Hilfe suchen möchte ist es gut zu wissen dass es diese gibt.

    Ich selbst sehe mich nicht als „Opfer“ im Sinne der Kriegsenkel (wie auf der Website beschrieben) sondern als freier Mensch dem die Hintergründe der Eltern zwar bewusst aber was mich aber nicht davon abhält nach meinen eigenen Werten frei - und anders als sie - zu leben. Mein Leben - meine Entscheidungen!


    LG

    Cara

    Hallo Beate,


    hab mir das Buch gerade angesehen - sehr interessant!

    Ich zitiere die Autorin: „erfuhr von einem extremen Misstrauen, und dass sie nicht aufhörten, sich über die Zukunft existentielle Sorgen zu machen, auch dann, wenn sie ein gutes Auskommen hatten und gegen jedes Missgeschick versichert waren.


    Das spiegelt meinen Vater exakt wieder. Plus eine Abscheu gegen Kranke und Behinderung. Er war als Kind Flüchtling, das „älteste“ Kind mit 6-7 Jahren. Ich möchte mir nicht ausmalen was er da alles gesehen hat und wieviele Kranke auf der Flucht am Wegesrand umkamen.

    Trotzdem geht meiner Meinung nach die Kindheit nur als Erklärung, nicht aber als Entschuldigung durch! Heute können auch Kranke und vor allem Behinderte alt werden und können auch glücklich sein, Sport treiben, Freunde haben, zumindest in Teilen der Gesellschaft Inklusion erleben.
    Ich denke oft wie glücklich meine Mutter sein könnte würde er ihren Rollstuhl einfach als hilfreiches praktisches Tool sehen und nicht als riesengroßen Makel einer aus seiner Sicht nicht mehr „perfekten“ Frau. Gruselig!🤢😰

    Meine Mutter ist übrigens Nachkriegskind und ein paar Jahre jünger als er. So lange ich mich erinnern kann war das stressig zwischen den beiden, wohl auch weil da zwei völlig verschiedene Lebenswelten aufeinandertreffen - siehe deine Buchempfehlung!


    LG

    Cara

    Sehr guter Artikel, danke Heike!

    Das ist es was passiert wenn man keine Patientenverfügung abfasst bzw. wenn Angehörige nichts darüber wissen!

    Das letztes was ich für mich wollen würde, so eine furchtbare Odysee zu erleben ohne selbst noch eingreifen zu können!
    Man kann nicht oft und eindringlich genug auf die Wichtigkeit und Detailgenauigkeit der Patientenverfügung hinweisen. Mir ist unbegreiflich warum viele Menschen davor immer noch zurückscheuen. Mein Mann weiß was in meiner drin steht und umgekehrt. Dazu ein Notfallpass neben dem Personalausweis / der Krankenversicherungskarte mit dem Hinweis dass es eine Verfügung gibt und die Telefonnummer von dem der sie hat und kennt. Ist doch ganz einfach.
    Wer das nicht zustande kriegt wird es mitunter - siehe der Artikel - bitter bereuen aber dann ist es zu spät.

    LG

    Cara

    Hallo Heike,


    sehr schön ist die Seite geworden!!

    Seriös, übersichtlich und alles - Text und Bilder - qualitativ hochwertig.
    Man findet sich sehr gut zurecht.

    Glückwunsch!🍀


    LG,

    Cara

    @ Heike, gern geschehen! Ich frage mich wirklich was da für junge Menschen ausgebildet werden, ohne irgendwelche Umgangsformen... Habe selbst einmal vor vielen Jahren vertretungsweise ein paar Wochen an einer Berufsschule unterrichtet. Da es keine Lehrplanvorgaben gab habe ich einfach erst einmal einen Knigge-Kurs gegeben. Ich dachte die Schüler würden mich dafür steinigen aber das Gegenteil war der Fall, sie lechzten förmlich nach Wissen...weil niemand ihnen zuvor auch nur irgendwelche Basics beigebracht hatte...


    LG

    Cara

    Sehr geehrter Altenpflege,


    ich weiß nicht wie Ihr Professor Sie gebrieft hat aber bevor man in einem geschützten Forum um Mithilfe bei einer wissenschaftlichen Arbeit bittet, gebietet es der Anstand sich dies vor (!) Einstellen eines Posts erst einmal von der Forenbetreiberin genehmigen zu lassen.


    Frau Heike Bohnes’ Kontaktdaten inkl. E-Mail sind über die Startseite dieses Forums /der Domain problemlos auffindbar.


    Wir erhalten hier hin und wieder solche Anfragen. Die Resonanz ist meist nicht groß, denn hier tauschen sich - wie bereits auf der Startseite erkennbar - Privatpersonen über die Angehörigenpflege aus.


    Dass Sie Ihren Beitrag mit der Anrede:

    „Sehr geehrte Pflegeforen“ einleiten und weder Ihren Namen, noch die Hochschule und den Fachbereichs angeben erheiterte mein Gemüt - anonyme Rundmail copy & paste...👎


    Ehrlich gesagt glaube ich nicht dass irgendjemand hier auf Ihr Anliegen eingehen möchte.
    Ich jedenfalls nicht nach diesem Einstieg.


    MfG

    Cara

    Vielen Dank Heike!

    Ich muss schon sagen trotz aller Querelen die wir gerade mit Corona haben, welch ein Segen in einer Zeit zu leben wo im Internet soviel Informationen für jeden frei zugänglich sind!!
    LG

    Cara

    Alles Gute auch von mir!
    Das motiviert dich bestimmt sehr dass es jetzt wieder langsam losgehen kann. Dein Job ist so wichtig für unsere Gesellschaft🙏.


    LG

    Cara

    Liebe Irmi, in so einem Fall würde ich definitiv auch diese Apotheke vor Ort unterstützen. Das klingt doch nach vorbildlicher Unternehmensführung!

    Bei meinen Eltern ist es ähnlich, persönlich und freundlich. Wenn man nur hie und da mal etwas Freiverkäufliches braucht, Reiseapotheke etc. dann ist es ja auch halb so wild, mal ein paar Euro mehr zu bezahlen übers Jahr gerechnet.
    Nur wenn die Arroganz zu sehr steigt, bin ich raus. Das gilt aber ja für jedes Geschäft - wo ich mein Geld lasse mögen man den (höflichen) Kunden bitte freundlich behandeln!
    LG

    Cara