carekonzept pflegeberatung

Beiträge von Cara

    Hallo Katharina,


    magst du uns verraten unter welcher Erkrankung (ggf. mehrere) deine Mutter leidet? Oder ist sie „nur“ alt (90 Jahre)?

    Von außen ist es sonst schwierig etwas zu empfehlen.

    Ich würde sie bzw. einen hochbetagten Menschen grundsätzlich zu nichts zwingen, wenn sie nur trinken mag, dann ist es so aber dieser Ansatz setzt voraus dass man Erkrankungen abgeklärt hat und ggf. eine Prognose des Arztes.

    Vielleicht wissen andere hier im Forum besseren Rat.


    LG

    Cara

    Hallo Beate,


    das stimmt, vor den 90er Jahren wurden in der Kindheit erlebte Ausnahmesituationen einfach totgeschwiegen. Obgleich man mit guten Techniken, die neurobiologisch bestätigt sind, Traumata sehr gut überwinden kann. Ich habe das mal vor einigen Jahren an traumatisierten Soldaten beobachten können.
    Aber die Kriegsgeneration hat in der Regel eine derart große Scheu vor allem Psychologischem😅, das da keine Chance besteht, leider.


    Ich bin gleichzeitig der Ansicht man sollte auch nichts (über-)pathologisieren, also eine gewisse Resilienz gegenüber selbst extremen Erlebnissen ist uns Menschen ja schon gegeben und ich bin ich und nicht meine Eltern😂, aber wenn jemand sich Hilfe suchen möchte ist es gut zu wissen dass es diese gibt.

    Ich selbst sehe mich nicht als „Opfer“ im Sinne der Kriegsenkel (wie auf der Website beschrieben) sondern als freier Mensch dem die Hintergründe der Eltern zwar bewusst aber was mich aber nicht davon abhält nach meinen eigenen Werten frei - und anders als sie - zu leben. Mein Leben - meine Entscheidungen!


    LG

    Cara

    Hallo Beate,


    hab mir das Buch gerade angesehen - sehr interessant!

    Ich zitiere die Autorin: „erfuhr von einem extremen Misstrauen, und dass sie nicht aufhörten, sich über die Zukunft existentielle Sorgen zu machen, auch dann, wenn sie ein gutes Auskommen hatten und gegen jedes Missgeschick versichert waren.


    Das spiegelt meinen Vater exakt wieder. Plus eine Abscheu gegen Kranke und Behinderung. Er war als Kind Flüchtling, das „älteste“ Kind mit 6-7 Jahren. Ich möchte mir nicht ausmalen was er da alles gesehen hat und wieviele Kranke auf der Flucht am Wegesrand umkamen.

    Trotzdem geht meiner Meinung nach die Kindheit nur als Erklärung, nicht aber als Entschuldigung durch! Heute können auch Kranke und vor allem Behinderte alt werden und können auch glücklich sein, Sport treiben, Freunde haben, zumindest in Teilen der Gesellschaft Inklusion erleben.
    Ich denke oft wie glücklich meine Mutter sein könnte würde er ihren Rollstuhl einfach als hilfreiches praktisches Tool sehen und nicht als riesengroßen Makel einer aus seiner Sicht nicht mehr „perfekten“ Frau. Gruselig!🤢😰

    Meine Mutter ist übrigens Nachkriegskind und ein paar Jahre jünger als er. So lange ich mich erinnern kann war das stressig zwischen den beiden, wohl auch weil da zwei völlig verschiedene Lebenswelten aufeinandertreffen - siehe deine Buchempfehlung!


    LG

    Cara

    Sehr guter Artikel, danke Heike!

    Das ist es was passiert wenn man keine Patientenverfügung abfasst bzw. wenn Angehörige nichts darüber wissen!

    Das letztes was ich für mich wollen würde, so eine furchtbare Odysee zu erleben ohne selbst noch eingreifen zu können!
    Man kann nicht oft und eindringlich genug auf die Wichtigkeit und Detailgenauigkeit der Patientenverfügung hinweisen. Mir ist unbegreiflich warum viele Menschen davor immer noch zurückscheuen. Mein Mann weiß was in meiner drin steht und umgekehrt. Dazu ein Notfallpass neben dem Personalausweis / der Krankenversicherungskarte mit dem Hinweis dass es eine Verfügung gibt und die Telefonnummer von dem der sie hat und kennt. Ist doch ganz einfach.
    Wer das nicht zustande kriegt wird es mitunter - siehe der Artikel - bitter bereuen aber dann ist es zu spät.

    LG

    Cara

    Hallo Heike,


    sehr schön ist die Seite geworden!!

    Seriös, übersichtlich und alles - Text und Bilder - qualitativ hochwertig.
    Man findet sich sehr gut zurecht.

    Glückwunsch!🍀


    LG,

    Cara

    @ Heike, gern geschehen! Ich frage mich wirklich was da für junge Menschen ausgebildet werden, ohne irgendwelche Umgangsformen... Habe selbst einmal vor vielen Jahren vertretungsweise ein paar Wochen an einer Berufsschule unterrichtet. Da es keine Lehrplanvorgaben gab habe ich einfach erst einmal einen Knigge-Kurs gegeben. Ich dachte die Schüler würden mich dafür steinigen aber das Gegenteil war der Fall, sie lechzten förmlich nach Wissen...weil niemand ihnen zuvor auch nur irgendwelche Basics beigebracht hatte...


    LG

    Cara

    Sehr geehrter Altenpflege,


    ich weiß nicht wie Ihr Professor Sie gebrieft hat aber bevor man in einem geschützten Forum um Mithilfe bei einer wissenschaftlichen Arbeit bittet, gebietet es der Anstand sich dies vor (!) Einstellen eines Posts erst einmal von der Forenbetreiberin genehmigen zu lassen.


    Frau Heike Bohnes’ Kontaktdaten inkl. E-Mail sind über die Startseite dieses Forums /der Domain problemlos auffindbar.


    Wir erhalten hier hin und wieder solche Anfragen. Die Resonanz ist meist nicht groß, denn hier tauschen sich - wie bereits auf der Startseite erkennbar - Privatpersonen über die Angehörigenpflege aus.


    Dass Sie Ihren Beitrag mit der Anrede:

    „Sehr geehrte Pflegeforen“ einleiten und weder Ihren Namen, noch die Hochschule und den Fachbereichs angeben erheiterte mein Gemüt - anonyme Rundmail copy & paste...👎


    Ehrlich gesagt glaube ich nicht dass irgendjemand hier auf Ihr Anliegen eingehen möchte.
    Ich jedenfalls nicht nach diesem Einstieg.


    MfG

    Cara

    Vielen Dank Heike!

    Ich muss schon sagen trotz aller Querelen die wir gerade mit Corona haben, welch ein Segen in einer Zeit zu leben wo im Internet soviel Informationen für jeden frei zugänglich sind!!
    LG

    Cara

    Alles Gute auch von mir!
    Das motiviert dich bestimmt sehr dass es jetzt wieder langsam losgehen kann. Dein Job ist so wichtig für unsere Gesellschaft🙏.


    LG

    Cara

    Liebe Irmi, in so einem Fall würde ich definitiv auch diese Apotheke vor Ort unterstützen. Das klingt doch nach vorbildlicher Unternehmensführung!

    Bei meinen Eltern ist es ähnlich, persönlich und freundlich. Wenn man nur hie und da mal etwas Freiverkäufliches braucht, Reiseapotheke etc. dann ist es ja auch halb so wild, mal ein paar Euro mehr zu bezahlen übers Jahr gerechnet.
    Nur wenn die Arroganz zu sehr steigt, bin ich raus. Das gilt aber ja für jedes Geschäft - wo ich mein Geld lasse mögen man den (höflichen) Kunden bitte freundlich behandeln!
    LG

    Cara

    Ich nutze für alles ohne Rezept auch seit Jahren nur noch Online-Apotheken. Nicht nur aus Preisgründen, zu oft ging mir das hier örtliche Großstadt -Apothekenpersonal, das eine derart übertriebene Arroganz an den Tag legt, einfach auf die Nerven. Das muss ich mir im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen nicht geben!


    Anders ist es bei meinen Eltern auf dem Lande: Sie haben ihre Stammapotheke im Dorf mit erstklassigem, freundlichem Service. Allerdings bringen sie denen aufgrund der Erkrankungen auch kontinuierlich einen sehr gute Umsatz. Das sollte aber eigentlich kein Kriterium für den Umgangston sein!

    Ich hätte nach dieser von dir matrose11 beschriebenen Gesetzesänderung auch kein Problem, künftig Ibuprofen 200 etc. in einer ausländischen Online-Apotheke zu bestellen...eher als hier in der Stadt für dumm verkauft zu werden.

    LG

    Cara

    Ja Heike, das sehe ich auch so. Es ist doch nicht so, dass der (Kosten-)Berg nicht da ist nur weil man die Augen davor schließt.?


    Wir wollen alle alt werden, lange „fit“ sein und haben jetzt so viele neue Behandlungsansätze und Medikamente wie nie zuvor zur Hand, aber auch diese haben Langzeitfolgen und kaum jemand fällt aus dem Nichts tot um! Eine alte Gesellschaft braucht das Geld auch für ebendiese Menschen!


    Für meine Generation um die 40 sehe ich jetzt schon dass ich mir immer etwas Budget für medizinische/beratende Selbstzahlungen zur Seite lege. Das mache ich auch jetzt schon und es ist nicht aus der Portokasse, sondern dafür muss ich ganz bewusst mit anderem knausern.

    Leider denken erst wenige so, dass das durchaus sinnvoll ist wenn einem seine Gesundheit am Herzen liegt.
    Dafür gibt es mich halt nur ohne „It-Bag“?? denn das liebe Geld wächst ja leider nicht auf den Bäumen!


    Ich finde es ganz toll dass du so eine wichtige, wertvolle Arbeit machst! Wenn ich mal eine Pflegeberatungen brauche weiß ich schon an wen ich mich wende!


    LG

    Cara

    Ja, Brigitte, diese Zeiten verunsichern uns alle. Ich versuche mir immer zu sagen: Es ist zum Glück - noch - kein Krieg! Mit Hunger, Bombenhagel, Feinden in jeder Ecke...kürzlich las ich ein autobiografisches Buch aus dieser Zeit und wurde richtig demütig...

    Aber natürlich belastet es sehr, plötzlich von soviel Unsicherheit umgeben zu sein und soziales Leben herunterzufahren, Gewohnheiten über Monate auszusetzen.


    Es zeigt sich mir aber auch dass ich meine Werte, den „Sinn“ des Lebens und die Definition von Lebensqualität in den letzten Monaten nochmal unbewusst reflektiert und neu bewertet habe.


    Kommt alle gesund durch diesen Winter!

    Cara

    Vor einigen Monaten hat der NDR eine bewegende Reportage über Paare, Pflegeheime und Corona gezeigt, wer mag, hier ist der Link:



    Das ließ mich mit vielen Gedanken und Fragen zurück. Was würde ich tun, wie entscheiden?

    Eine Frage war auch, wieso die Kinder nicht vor Ort waren, wobei man hier nur spekulieren kann und nichts Näheres zu den genauen Umständen erfährt.


    LG

    Cara

    Guten Morgen,


    auch wenn es schwer fällt, dies zu glauben, aber es gibt immer noch sehr viele Menschen, besonders Ältere, die echt nicht wissen, was ihnen an Hilfe gegeben werden könnte, wo sie, was, beantragen können. Bei Vielen steht eine übergrosse Angst im Raum, einem Heim ausgeliefert sein zu müssen und Angehörigen auf der Tasche zu liegen.

    Das ist der springende Punkt, Brigitte!


    Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, weiß niemand über irgendetwas Bescheid, was es an Rechten und finanziellen Hilfen für chronisch Kranke gibt.

    Meine Eltern haben seit 7 Jahren aufgrund schwerer Krankheiten rund 60-80 Arztbesuche pro Jahr (zusammen) plus stationäre Aufenthalte und wussten nicht was Pflegegeld ist, geschweige denn ob sie es betragen sollten, was barrierefreies Wohnen erleichtert, wo es welche Hilfen gibt. Sie meinten nur: Wir müssen das alleine wuppen oder werden ins Heim abgeschoben.

    Als ich hier in dieses wunderbare Forum stolperte? wusste ich auch gar nichts, außer der leisen Vorahnung dass ich auf dem Gebiet unbedingt und schnellstmöglich dazulernen sollte...Dank euch ist das geglückt!???


    Ich wünsche mir mehr unabhängige Aufklärungskampagnen, auch online, im TV und Radio, obligatorisch in Arztpraxen, Kliniken etc. damit jeder Bürger informiert ist.
    Ehepaare zu trennen finde ich auch ein absolutes No-Go, undenkbar, das traurigste was ich mir vorstellen kann, professionelle Pflege hin oder her.


    Cara

    Mir geht der Fall auch sehr nah.

    Wir sind die erste Generation die sich darauf einstellen muss vermutlich im Alter irgendwann auch auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Das ist der Preis für den Fortschritt der Medizin der uns zugute kommt.

    Ich beobachte auch, dass es unter den Ü80-Jährigen viele Menschen gibt die Pflege von außen auf keinen Fall wollen. Was dann?

    Auch das Thema Patientenverfügung und deren zentrale Wichtigkeit zeigt dieser traurige Fall auf.

    Ich kann und möchte jedem von uns nur ans Herz legen, sich in jungen/gesunden Jahren darüber intensiv Gedanken zu machen und diese zu verschriftlichen.


    LG

    Cara

    Hallo Mona,


    das ist eine sehr gute Idee von dir!

    Meine Mutter ernährt sich leider auch gruselig schlecht und verschlimmert dadurch ihre ohnehin labile Gesundheit umso mehr. Leider ist sie aber VÖLLIG resistent gegenüber neuen Ideen, meint, das würde ihr alles nicht schmecken...?

    Mein Vater ist nach einem heftigen Herzinfarkt mit Vorhoffflimmern endlich vernünftig geworden und hat dann ganz von alleine gut 10 kg abgenommen. Er isst heute nur noch leichte Sachen in vernünftigen Mengen. Das war nicht immer: Nach mehreren vorherigen Infarkten verordneten sie ihm im KH gleich eine Ernährungsberatung, die jedoch gegen Wände ankämpfte...erst der letzte Vorfall brachte ein Umdenken.

    So verschieden sind die Menschen.


    Rezepttechnisch bin ich leider nicht die richtige - ich koche höchstens Rührei oder Nudeln mit Pesto *lach*?, bin mehr der Müsli-Smoothie-Bowl-Typ, aber damit punktet man bei Senioren eher weniger...


    Ich wünsche dir viel Erfolg und starke Nerven? bei deinem Vorhaben!
    LG

    Cara