carekonzept pflegeberatung

Beiträge von Regina

    Eben weil die Pflege eines so schwer kranken Menschen so zehrend ist, gibt es die Möglichkeit, professionelle Pfleger ins Haus kommen zu lassen, die einem 3 mal am Tag einen guten Teil der Arbeit abnehmen und auch ein bischen menschlichen Kontakt von außen bedeuten. Und wenn es zuhause gar nicht mehr geht, gibt es das Pflegeheim - aus gutem Grund. Nichts davon anzunehmen, ist meiner Ansicht nach unverantwortlich und kann nicht im Sinne des Kranken sein. Helfen ist gut, aber man muß als Helfender auch wissen, wo die eigenen Grenzen sind.

    Wenn auch gut gemeint und sicher manchem hilfreich, so drückt sich in diesem Tip doch auch aus, wie der Pflegealltag für Angehörige aussieht. Bis zur völligen Erschöpfung nur noch für den zu Pflegenden da sein und sich noch nichtmal gelegentlich sowas Einfaches wie eine Massage von einem Profi gönnen, weil man dazu ja für etwa eine Stunde aus dem Haus wäre, einfach nur für sich selber. Nein, es muß wacker durchgehalten werden, und zur Not schubbert man sich halt am Türrahmen.

    Meine Schwägerin hat kurz vor ihrem Tod zu mir gesagt, daß wir 25 Jahre (der Freundschaft zwischen uns) vertan haben. Das hat mich sehr getroffen.


    wollte sie damit sagen, eure freundschaft wäre vertane zeit gewesen?

    hab ich das richtig verstanden? falls ja:

    na das ist ja ein starkes stück! und mit verlaub: was für eine blöde kuh!


    oder hat sie vllt gemeint, ihr hättet die jahre eurer freundschaft anders gestalten können, also zum beispiel mehr reisen oder mehr handarbeiten oder sonstwas, was sie gerne mehr getan hätte oder was sie sinnvoll und schön gefunden hätte für ihre lebenszeit? es schleicht sich ja gern ein gewisser trott ein. falls sie das SO gemeint haben sollte, dann ist es schade, daß sie davon nicht beizeiten etwas gesagt hat. ist ja gut möglich, daß sie bei dir damit auf bereitwillige ohren gestoßen wäre.


    genaugenommen kann ja jeder sagen, er hat viel lebenszeit verschwendet.

    man kann das eigene tun aus so vielen richtungen betrachten und bewerten,

    und dieses es betrachten und bewerten ändert sich ja auch immer mal.


    jeder moment hatte seine zeit, und die hätte nur anders sein können,

    wenn wir selber zu dieser zeit schon hätten anders sein können.

    konnten wir aber nicht.

    ist es nicht so?


    ich glaube, das ist, ernsthaft und inniglich besehen, ein sehr schweres thema.

    und ich glaube, das ist einer der typischen gedanken, die menschen zu schaffen machen:

    zeit verschwendet, und die lebenszeit zieht dahin. tja. so ist das eben.

    aber wie sollte es denn im optimalfall sein? wie müßte es sein, das leben,

    damit NICHT zu viel zeit verschwendet gewesen wäre, wenn man einst zurückschaut?


    da kriegt man ja hirnsausen!

    *g*


    aber ich kann gut nachvollziehen, daß ihr satz dich sehr getroffen hat.

    gesagtes kann sehr schlimm verletzen. das kenne ich nur zu gut.