carekonzept pflegeberatung

Beiträge von Heike

    Hallo Gertrud,

    wenn die Betroffenen sich noch äußern können, zählt deren Wille, auch wenn man das nicht immer nachvollziehen kann.

    Eine angeheiratete Tante von mir, über 90 Jahre alt, war schwer krank und wollte jede Minute haben, die sie noch bekommen konnte. Dafür hat sie sehr viel in Kauf genommen. Sie hat es auch so gesagt: "Mir ist es noch zu früh."


    Tja, ich an ihrer Stelle hätte anders entschieden.

    Viele Grüße

    Heike

    Ui! Danke. Ist mir nicht aufgefallen und soll nicht so sein!

    Werde ich korrigieren.

    Danke!

    Quelle: Nutzen Sie einen Entlastungsdienst - Pflegeberatung Aachen

    Ich denke auch, dass Videos für solche Sachen hilfreich sind.




    Grundsätzlich kannst Du Dich aber auch vor Ort (also bei Dir Zuhause mit Deiner Mutter) vom Pflegedienst schulen lassen. Das zahlt dann die Pflegekasse.

    Viele Grüße

    Heike

    Quelle: Bis 31.03.2021 telefonische Begutachtungen möglich - Pflegeberatung Aachen

    Ich habe den Eindruck, dass kostenlose Beratungsangebote oft nicht mehr als eine Pflichterfüllung sind. Stelle besetzt, Haken dran. Ob Entlassmanagement, Beratung der Kassen oder Pflegestützpunkt der Kommune - von keiner dieser Stellen habe ich mehr Info erhalten als nach einer Recherche im Internet. Und niemals was Neues oder Hilfreiches, meine Fragen wurden da nie beantwortet.

    So kenne ich es von meinen Kunden auch. Sie sind immer ganz überrascht, dass Beratung auch "anders" geht. :smi:


    Selbst unser Pflegedienst (einer der großen kirchlichen mit Netzwerk dahinter) war bezüglich bestimmter Rahmenbedingen nicht immer up to date (Fristen beim Entlastungsbeitrag usw.)

    Ich kooperiere hier in Aachen mit diesem großen (katholischen) Anbieter und die stellen ihre Kundenfragen bei mir und geben die Info dann weiter - und das bezahlen sie aber auch.

    Viele Grüße

    Heike

    Hallo Cara , hallo zusammen,

    Ich wünsche mir mehr unabhängige Aufklärungskampagnen, auch online, im TV und Radio, obligatorisch in Arztpraxen, Kliniken etc. damit jeder Bürger informiert ist.

    Ich habe das Gefühl, dass diese unabhängige Aufklärung nicht gewünscht ist. Es gibt bspw. für mich als unabhängige Beraterin nur wenige Möglichkeiten, Kunden auf Kosten der Kasse zu beraten. Die Kassen weigern sich, unabhängige Berater zu akzeptieren und zu bezahlen. Obwohl das Gesetz eine Möglichkeit dazu geschaffen hat. Aber wenn die Kassen sich sperren, ist das nicht zu überwinden.


    Warum die Kassen das nicht wollen? Ich kann nur vermuten.
    Ich denke, dass bei der unabhängigen Beratung für die Kassen mehr Kosten entstehen, da die Berater über ALLE Möglichkeiten und wie man diese umsetzt beraten und nicht nur über einen kleinen Ausschnitt. Ich habe oft Kunden, die schon alle kostenlosen Beratungsangebote durch haben und erst bei mir das Gefühl haben, dass ihnen wirklich geholfen wird. Das ist sehr traurig.
    Ich würde auch gerne den Menschen helfen, die finanziell nicht so gut aufegstellt sind, sich (m)eine Beratung zu leisten. Natürlich helfe ich auch schon einmal pro bono. Aber ich lebe halt von der Beratung. Da ist die Zeit für pro bono sehr begrenzt.


    Das betrifft auch das Entlassungsmanagement im Krankenhaus. Die machen es einfach nicht!
    Ich habe jede Woche mehrere Anrufe weil Leute Hilfe brauchen, weil ihre Angehörigen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ich weise dann auf den gesetzlichen Anspruch hin und sage ihnen, was sie dem Sozialdienst sagen sollen, damit der sich (endlich) kümmert. Das kann es doch nicht sein, oder?


    Viele Grüße

    Heike

    Hallo Regina ,

    das Problem war, dass die Frau ins Pflegeheim sollte und für ihn dort kein Platz war.

    Das Ehepaar sollte nach Jahrzehnten Ehe, in der die beiden nie getrennt waren, getrennt werden. Die Trennung war für ihn undenkbar und deshalb wusste er keinen Ausweg.


    Und ganz unabhängig von diesem Fall: auch wenn der Pflegedienst 5 x täglich kommt, kann ein pflegender Angehöriger mit der Pflege und allem, was dazu gehört überfordert sein.

    Ich habe in meinem Kundenkreis noch einige Ehepaare, die länger als 60 Jahre verheiratet sind und sich ebenfalls eine Trennung - selbst auf Zeit, bis der zweite Platz frei wird - nicht vorstellen können....

    Gerade in der häuslichen Pflege gibt es kein schwarz und weiß. Es gibt sehr viele Farbnuancen...


    Beste Grüße

    Heike