carekonzept pflegeberatung

Mein Vater braucht recht zügig viele Hilfsmittel

  • Hallo


    Die Krebserkrankung meines Vaters schreitet recht schnell vorran. Im Moment liegt er mit einem gebrochenen Oberschenkel im KH.


    Heißt wir brauchen in balder Zukunft viele Hilfsmittel wie


    Badewannenlifter, Toilettenerhöhung, Haltestangen ect..
    Antrag auf Pflegestufe ist gestellt und der MDK der heute kommen sollte kommt jetzt am 7.7.


    Nun meine Frage kennt jemand ein gutes Sanitätshaus in der Nähe von Freiburg?
    Oder kann man sich bei Erwachsenen auf die Vertragspartner der KK verlassen? Leider bin ich selbst 150km weg so das ich mich da auch nicht kümmern möchte..bzw meine Eltern wollen auch noch viel alleine machen.



    Also wie ist eure Erfahrung im Erwachsenen Bereich mit den Vertragspartnern?
    Und zahlt die KK eigentlich zu den Umbauten dazu?



    vielen Dank für eure Antworten.


    lg


    anja

  • Hallo Anjah,
    wenn Dein Vater derzeit noch im Krankenhaus ist, kann auch der Sozialdienst des Krankenhauses bei der Organisation der Hilfsmittel usw. unterstützen.
    Sanitätshäuser in Freiburg kenne ich nicht.
    Ich habe aber hier die Erfahrung gemacht, dass die Kassen mit ihren "Partnern" recht rigide umgehen können, wenn die Versorgung nicht klappt. Das setzt natürlich voraus, dass man der Kasse mitteilt, wenn das San-Haus schlampt, schlecht versorgt oder was auch immer.


    Melde Dich einfach bei der Kasse Deines Vaters, einige Kassen haben angesetellte Pflegefachkräfte, die dann rauskommen und auch vieles anleiern, was erforderlich ist.
    Zuschüsse zur Wohnungsanpassung (bis zu 2557 %u20AC pro Maßnahme) gibt es von der Pflegeversicherung, wenn eine Pflegestufe vorhanden ist. Sind aber eben nur Zuschüsse, das heißt, die übernehmen nicht alle Kosten von Umbauten. Wenn aber kein Geld da ist und eine teurere Heimaufnahme vermieden werden kann, übernimmt das Sozialamt auch schon mal solche Kosten (vorausgesetzt es besteht Bedürftigkeit).


    Bezüglich der Einstufung gilt folgendes:
    § 18 Abs. 3 SGB XI
    "Spätestens 5 Wochen, nachdem der Antrag bei der Kasse eingegangen ist, soll dem Antragsteller die Entscheidung über die Pflegeeinstufung mitgeteilt werden. Befindet sich der Pflegebedürftige in einem Krankenhaus oder in einer Rehabilitationseinrichtung und ist zur Sicherstellung der Weiterbetreuung eine Begutachtung bereits in der Einrichtung notwendig, muss sie spätestens eine Woche nach Eingang des Antrags erfolgen".
    Da könntest Du also nochmal bei der Kasse nachhaken, wenn der MDK so spät kommt.
    Grüße Heike

  • Guten Abend Anjah,


    das geht ja sehr schnell mit Deinem Vater, meine Güte.



    Das Beste ist, wie Heike schon sagt, wende Dich an die Kasse und bitte um Hilfe. Gut wäre, wenn der HA Euch die Verordnungen, für Alles was Dein Vater nun braucht schon ausschreibt, dann könnte es noch schneller gehen.


    Pflegebett ist das Allerwichtigste und dafür müssen dann ja auch Möbel geräumt werden, heißt, Ihr habt erst tüchtig zu tun.


    Bittet im KKH darum, mit der Entlassung solange zu warten, bis die Versorgung zu Hause sicher gestellt ist, die Hilfsmittel vor Ort sind und eventuelle schon mit dem Pflegedienst ein Erstgespräch statt gefunden hat.


    Liebe Grüße und Bussi an den kleinen Fußgänger


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



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