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Verbraucherschutz warnt vor Verwirrung in Apotheken: zum Jahresbeginn gibt's möglicherweise Medikamente von anderen Herstellern.

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    Die Krankenkassen haben mit den Pharmazieherstellern neue Verträge ausgehandelt. Aufgrund dessen kommt es ab Jahreswechsel nun häufig vor, dass Patienten in Apotheken Arzneimittel von anderen Herstellern ausgehändigt bekommen. Millionen von Patienten in Deutschland müssten sich daher auf neue Medikamenten-Verpackungen einstellen, wie der Gesundheitsexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gegenüber der "Bild" Zeitung sagte. Vor allem ältere Menschen seien gefährdet: "Dadurch kann es vor allem bei Älteren zu Dosierungsproblemen kommen."


    Der Verbraucherschutzexperte riet allerdings davon ab, in der Apotheke dennoch das alte Präparat einzufordern auf eigene Kosten zunächst zu bezahlen, um später die Rechnung bei der Krankenkasse vorzulegen. Stattdessen sollte man "lieber das Ersatzmedikament ausprobieren und bei Unverträglichkeit zum Arzt gehen. Der kann dann auf dem Rezept ankreuzen, dass das gewohnte Mittel ohne Aufpreis erstattet wird." Wer einfach ohne nachvollziehbaren Grund die Arzneimittel-Rechnung für das bisherige Mittel einreicht, wird wahrscheinlich auf den höheren Kosten sitzen bleiben. "


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  • "Die Neuregelungen bei der Erstattung von Arzneimitteln im Zuge des erst zum Jahreswechsel in Kraft getretenen Arzneimittelreformgesetzes - kurz AMNOG - haben einen handfesten Krach zwischen der Apothekerschaft und den Krankenkassen ausgelöst.
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    Konkret geht es in dem Streit um die sogenannte Mehrkostenregelung. Versicherte können sich demnach gegen Kostenerstattung ein anderes Medikament als das verschriebene wirkungsgleiche, aber rabattbegünstigte und somit preiswertere Arzneimittel aushändigen lassen.


    Wer diesen Weg gehen möchte, muss sein Wunschmedikament in der Apotheke aber zunächst bar bezahlen. Anschließend kann er die Rezeptkopie bei seiner Kasse zur Erstattung einreichen.


    Laut Gesetz soll die Kasse dem Versicherten den Betrag zurückerstatten, der für das rabattierte Präparat angefallen wäre. Zusätzliche Kosten müssen die Patienten selber tragen - so auch anfallende Verwaltungskosten.


    Was in der Theorie stimmig klingt, sorgt in den Apotheken seit Jahresbeginn für Chaos. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) macht die Kassen dafür verantwortlich. Diese hätten ihre Versicherten nicht ausreichend auf die neuen Regeln vorbereitet, sagte DAV-Chef Fritz Becker.
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    Die Kassen wiesen die Klagen umgehend zurück. "Der eigentliche Profiteur des Mehrkostenverfahrens ist die abgebende Apotheke, da die Wunschmedikation wie ein Privatrezept behandelt wird und somit bei der Berechnung weder der Apothekenrabatt noch Herstellerrabatte abgezogen werden", erklärte der Chef des Verbands der Ersatzkassen, Thomas Ballast.


    Der wirtschaftlich Leidtragende sei der Patient, der sich auf eine solche Wunschmedikation einlasse, da er "in jedem Fall" mit zusätzlichen Kosten belastet werde."


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    Also Vorsicht, wenn der Apotheker zum "gewohnten" Medikament rät. Er könnte seinen persönlichen wirtschaftlichen Profit sehen...
    „Kein Patient sollte sich einreden lassen, er bekomme für seine hohe Aufzahlung etwas Besseres“, warnt beispielsweise Helmut Schröder von der AOK Niedersachsen in Göttingen. Nicht selten stammen beide Mittel sogar aus derselben Herstellung.
    In einem anderen Artikel zum Thema war zu lesen, dass es passieren kann, dass ein Patient, der 200 Euro für ein Medikament gezahlt hat, lediglich 40 !!! Euro von der Krankenkasse zurückerstattet bekommt. Die Wahlfreiheit wird damit zur Kostenfalle. :crazy::fie::chainsaw:
    Die "Apotheke des Vertrauens" gewinnt wieder größeren Stellenwert !

  • "BERLIN (cw). Im Streit um die sogenannte Mehrkostenregelung hat jetzt auch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) Position bezogen.


    Mit seiner aktuellen Stellungnahme zur Mehrkostenregelung bestätigt BMG-Staatsekretär Stefan Kapferer (FDP) die Rechtsauffassung des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH). Dessen Vorsitzender Hans-Georg-Hoffmann hatte sich Anfang Januar an das Ministerium gewandt und die rechtswidrige Haltung der AOK Baden-Württemberg beklagt.


    Die Landes-AOK hatte gegenüber Apothekern hohe Abzüge für die Kostenerstattung nach Vorleistung durch die Versicherten kommuniziert. Dabei wurden auch gesetzliche Hersteller- und Handelsstufenrabatte von der Erstattung ausgenommen.


    In der Sache blieb die AOK damit in der Spur ihres Bundesverbandes, der Ende Dezember mit der Begründung vor der Kostenerstattung für die Wahl eines nicht-rabattbegünstigten Arzneimittels warnte, die Versicherten hätten dann sowohl die Differenz gegenüber dem selektivvertraglichen Preis selbst zu tragen als auch die gesetzlich geforderten Abschläge.


    Gegenüber dem BAH bestätigte Staatssekretär Kapferer nun, dass die Krankenkassen nicht befugt seien, ihren Versicherten diese gesetzlichen Hersteller- und Handelsabschläge abzuverlangen, "da diese Beträge bereits von den Anbietern an die Krankenkassen geleistet werden".


    Darüber hinaus hat das Ministerium den GKV-Spitzenverband und den Deutschen Apothekerverband (DAV) aufgefordert, "die Einzelheiten zur Umsetzung der neuen Rechtslage in ihren Verträgen zu regeln", so Kapferer."


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    Wieder mal so 'ne unausgegorene Sache, die sooft nachgebessert wird, bis keiner mehr weiß,was denn nun richtig ist und was nicht.
    In der Zwischenzeit wollen alle ihr Geld, der Gelackmeierte ist der Patient. :chinese:
    Gleicher Wirkstoff hin oder her - ich kenne es von mir selber, die unterschiedlichen verwendeten Hilfsstoffe machen es dann manchmal doch aus, ob man das im Prinzip gleiche Medikament des einen oder des anderen Herstellers besser verträgt.