carekonzept pflegeberatung

Sanne, 43 J., hat beide Elternteile gepflegt, ihre demenzkranke Mutter, 75, lebt mittlerweile im Pflegeheim, der Vater ist verstorben.

  • Hallo!


    Ich bin Sanne, 43 Jahre alt, selbständig und habe meine Eltern (88 und 75) gepflegt, die bis Januar noch einigermaßen zu recht kamen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben meine Eltern mit mir und meiner Familie ( Mann, 2 Kinder von 13 und fast 18) in einem Haus gelebt. Im Januar war ich mit meiner Familie eine Woche im Urlaub und meine Eltern sind dann in die Kurzzeitpflege gegangen. Meine Mutter litt zu der Zeit bereits an Demenz und mein Vater war aufgrund seines Alters erheblich pflegededürftig ( PS 2). Ein Alleinsein in der Wohung kam nicht mehr in Frage. In der Kurzzeitpflege ist die Situation eskaliert. Meine Mutter erlitt einen Demenzschub, hat meinen Vater in seinem Zustand nicht mehr eingeschätzt. Sie hat ihn immer gefordert und bedrängt, etwas zu tun, zu laufen. Er ist daraufhin 2 mal gestürzt. Er erlitt einen Armbruch und eine Gehirnerschütterung. Alles so schlimm, dass meine Mutter von der Kurzzeitpflege 6 Wochen ins Krankenhaus zur Medikamenteneinstellung ging und ich meinen Vater im Heim lassen mußte. Ich konnte ihn aufgrund seines sich weiter verschlechternden Gesundheitszustandes ( Rollstuhl etc.) nicht zu mir nach Hause holen. Mein Vater ist am 21.03.2008 verstorben und meine Mutter wegen der Demenz im Pflegeheim.


    Mich hat das alles überrollt und wie man bestimmt auch an der langen Vorstellung merkt, habe ich alles auch noch nicht verarbeitet. Ich muss den Tod meines Vaters noch verarbeiten ( er sollte eigentlich nie in ein Heim) und mit der Demenz meiner Mutter tue ich mich auch schwer.


    Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt, auch wenn ich nicht immer Zeit habe zu schreiben.


    Im Übrigen möchte ich alle " Neuen" ganz herzlich begrüßen und hoffe, das Forum wird allen eine Stütze.


    Liebe Grüße



    Sanne

  • Hallo liebe Sanne,


    siehste, hat doch geklappt. Du weißt doch, in unserem Ländle braucht Alles seine Ordnung.


    Schön, daß Du bei uns bist.


    Liebe Grüßle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



    TUT2008.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von Brigitte ()

  • hi Sanne,
    dich hat es ja wirklich "überrollt"!
    So viel auf einmal kann wohl keiner so einfach "wegstecken".
    Lass dir Zeit. Trauer braucht Zeit.
    Deine Mutter konnte nicht wissen, ob dein Vater ihre Wünsche erfüllen kann oder nicht.
    Ich kämpfe auch mit der fortschreitenden Demenz meiner Schwiemu.
    Vieles (an der Demenz) kann man nur lächelnd ertragen.
    Herzlich willkommen hier bei uns.
    Gruß
    Barbara50

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