carekonzept pflegeberatung

Neuer Ratgeber Patientenverfügung erschienen

  • Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) hat zusammen mit dem Diakonischen Werk einen Ratgeber für Patienverfügungen und Betreuungsvollmachten herausgegeben. Der aktuelle Ratgeber enthält noch kein Formular für eine Patientenverfügung. Die Christliche Patientenverfügung muss noch vom Rat der EKD und der Katholischen Bischofskonferenz aktualisiert werden.


    Man kann den Ratgeber auf der Seite der EKD kostenlos herunterladen oder gegen eine Gebühr über den Zentralen Vertrieb der EKD bestellen. Weitere Infos und die Konditionen stehen auf www.diakonie.de/patientenverfuegung-7083.htm

  • | 26.01.2011
    "Die christlichen Kirchen unterlaufen die Gesetzgebung des Deutschen Bundestages zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen. Am Mittwoch stellten in Köln Erzbischof Robert Zollitsch für die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) sowie die Landesbischöfe Jochen Bohl und Friedrich Weber für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine „Christliche Patientenvorsorge“ vor, mit der die Kirchen eigentlich auf das neue Gesetz über Patientenverfügungen von 2009 reagieren wollen, diese aber tatsächlich nun in dessen Reichweite stark einschränken.
    ...
    Vor allem die katholische Kirche aber hat diese Ausweitung der Verbindlichkeit von Patientenverfügungen immer heftig kritisiert, während in der evangelischen Kirche allmählich ein Umdenken einsetzte, weil man sah, dass Behandlungen äußerungsunfähiger Patienten gegen ihren Willen auch außerhalb von Sterbeprozessen weder mit deren Selbstbestimmungsrechten noch mit den Prinzipien protestantischer Freiheit vereinbar sind und letztlich Körperverletzung bedeuten.


    Umso erstaunlicher ist nun, dass die EKD gemeinsam mit der DBK eine „Christliche Patientenvorsorge“ vorlegt, deren Benutzer ihren Willen nur für die unmittelbare Endphase äußern können, also für Situationen, in denen ihnen medizinisch ohnehin nicht mehr zu helfen ist, in denen lebenserhaltende Maßnahmen wie künstliche Ernährung mithin nicht indiziert und daher ganz unabhängig vom Patientenwillen Körperverletzung sind.
    ...
    Die alte „Christliche Patientenverfügung“ von 1999 (überarbeitet 2003) ist von Millionen Bürgern verwendet worden. Sollte die neue „Christliche Patientenvorsorge“ nun von ähnlich vielen Menschen benutzt werden, würde dies bedeuten, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich auf kirchliches Anraten hin seiner Rechte entledigt. "


    Quelle und mehr: Klick!

  • Hallo Suse,
    danke für diesen Beitrag!!!
    Ich habe das heute morgen in der Zeitung gelesen und mich - wie es so meine Art ist - aufgeregt. :cursing:


    Eine gute Broschüre und Textbausteine im Wordformat zum kostenlosen Download bietet das Bundesministerium für Justiz. Einfach Hier klicken! 
    Viele Grüße
    Heike