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Hanka steht sich bei der Pflege ihrer Eltern selbst im Weg

  • Hallo, ich bin Hanka, 65, Lehrerin. Meine Eltern sind 88 und 89 Jahre alt, beide sehr krank und leben in ihrem eigenen Haus. Ich grübele darüber nach, wie ich ihnen am besten helfen kann. Mein Vater ist pflegebedürftig: Krebs und Demenz. Sein Zustand hat sich in den letzten Monaten sehr verschlechtert. Meine Mutter hat auch Krebs, Diabetes und Herzinsuffiziens und versucht immer noch, den Haushalt und die Pflege meines Vaters zu managen. Ich finde es grauenvoll, mit anzusehen, wie sie sich mit dieser Belastung, die schon längst zu schwer für sie geworden ist, immer mehr kaputt macht. Das Fatale ist, dass meine Beziehung zu meiner Mutter schon lange und immer wieder sehr gespannt ist, so dass meine Anwesenheit im Haus meiner Eltern häufig keinem der Beteiligten wirklich gut tut. Ich schäme mich, weil ich diesen Konflikt nicht lösen kann und bin sehr unglücklich darüber. Zum Glück kümmert sich meine Schwester, die in der Nähe wohnt, um die beiden, so gut sie kann. Ich wünsche mir sehr, dass meine Eltern gut versorgt sind.

  • Hallo Hanka,
    herzlich [IMG:http://www.smilies.4-user.de/include/Schilder/smilie_schild_039.gif] in unserem Elternpflegeforum!
    Es ist schön, dass Du zu uns gefunden hast! Du triffst hier auf einen ganz netten Haufen pflegender, ehemals pflegender und professionell pflegender Mitglieder. Wir schmeißen unser Wissen und Erfahrungen einfach zusammen und versuchen uns so gegenseitig zu helfen. Da sind schon richtig gute Sachen bei raus gekommen. ;-)


    Wenn Du Fragen oder Themen hast, die Dir nicht mit den vorhandenen Beiträgen im Forum beantwortet werden, dann eröffne einfach Deinen eigenen Thread (Thema).


    Wenn Du mit der Technik Probleme hast, dann wende Dich an eine der Moderatorinnen oder an einen Admin.


    Scheinbar hast Du denAnspruch an Dich, einen Konflikt, der wahrscheinlich schon Jahrzehnte besteht, ohne die Bereitschaft Deiner Mutter zur Konfliktlösung alleine lösen zu können. Würde Dir das jemand von sich erzählen, würdest Du diesem Menschen wahrscheinlich antworten, dass das gar nicht geht. Zur Entspannung einer an sich angespannten Beziehung gehören in der Regel alle Beteiligten. ;-)


    Statt Dir selbst Vorwürfe zu machen, solltest Du Dir vielleicht Gedanken machen, wie Du es schaffst, die Situation so, wie sie ist, für Dich akzeptieren zu können. Das kann ja schon helfen, wenn Du Deine Eltern besuchst, weil Du mit Dingen, die Dich jetzt vielleicht aufregen oder ärgern, gelassener umgehen kannst.


    Es ist schon mal gut, dass Deine Schwester scheinbar den notwendigen Zugang zu Deinen Eltern bzw. Deiner Mutter hat. Dann sind sie ja in guter Obhut. Und sicher kennt Deine Schwester ja auch die Problematik zwischen Dir und Eurer Mutter.
    Wenn Du Dich mal hier durch's Forum liest, wirst Du von einigen Tochter-Mutter-Konflikten lesen. Und davon, wie unterschiedlich die Töchter (denn die sind hier im Forum Mitglieder) damit umgehen.


    Ich wünsche Dir, dass Du hier einen guten Austausch zu Deinem Problem findest. Hoffentlich sind dann auch ein paar tolle Tipps mit dabei, die Dir helfen, Distanz (oder was auch immer notwendig ist) zu Deiner Mutter zu gewinnen.


    Viele Grüße
    Heike


    PS.: Vielleicht wichtig für Dich, zu wissen: Wenn Du Fragen in Deinem Vorstellungsthread (also hier) nach dem dritten Beitrag beantwortest, sind Deine Antworten nocht mehr öffentlich, sondern nur von Mitgliedern zu lesen.

  • und ein "fühl dich angenommen, so wie du bist" von mir, und sicher auch den Übrigen


    Zu deinen Problemen kann ich nur sagen, ich bin die Älteste von 7, in Worten - sieben - Geschwistern.


    Dabei ist eine einzige Schwester, die es Mutter Recht machen kann.


    Alle Anderen "dürfen" am Rande mal was richten, sonst ist meine Schwester allein zuständig.


    Mutter weiß genau, was sie will; bzw. nicht will.


    So bekommen wir Geschenke, Bilder und sonstige Mitbringsel unverbraucht zurück.


    "Was soll ich damit?" ist noch der netteste Ausspruch.


    Wir mußten auch lernen, nicht verbittert zu werden.


    Mit meiner Schwester verstehe ich mich aber sehr gut.


    Sie leidet unter dem Stress, immer alles alleine machen zu müssen.


    Jeden Sonntag ist Mutter nach dem Gottesdienst bei ihr bis zum Abend.


    Das ist eine große Aufgabe, der sie sich da verschrieben hat.


    Meinen Vater hat sie auch zeitweise bei sich aufgenommen. (ist 88 verstorben)


    trotzdem hat sie noch ihren Job und ist auch künstlerisch tätig. Hut ab!


    Söhne dich mit dir aus. Wenn du Mutter nichts Recht machen kannst, ist es ihre Entscheidung nicht deine.




    Barbara50

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