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Rezeptvorschläge gesucht

  • Hallo zusammen,

    für meine Großeltern suche ich alternative Rezepte, die ich ihnen vorschlagen kann.
    Sie ernähren sich leider..sagen wir mal so..nicht förderlich für eine Besserung ihrer Beschwerden. Sodbrennen, Arthrose, Übergewicht, Herzschrittmacher (nach einem Schlaganfall) sind ja schon Gründe, wo die Ernährung unterstützend helfen kann. Sie essen beide täglich sehr fettig, reichhaltig, schwer verdaulich, kalorienreich, Weißbrot, Tk Pizza usw. Ich möchte sie nicht zwingen, aber alternative Gerichte "schmackhaft" machen.


    Gedacht habe ich mir Rezepte, die man anleitend zusammen kochen kann. Was vielleicht nach ein paar Mal sogar selnstständig klappt. Also nichts kompliziertes, keine exotischen Zutaten, keine 365tausend Schritte. Geplant ist auch, dass sie sich z.B. ein Rezept aussuchen (die Rezepte werden in A4 groß und vereinfacht geschrieben und einlaminiert) und bis zum nächsten Besuch dafür selbstständig die Zutaten aufschreiben die man einkaufen muss. Dann gehen wir auch zusammen einkaufen, aber erstmal die Rezepte nahe bringen.


    Bisher habe ich:


    - Ratatouille

    - Lachsfilet (gibt's im Discounter grätenfrei) mit Prinzessbohnen, ggf. Kartoffeln

    - Linseneintopf


    Habt ihr vielleicht noch Ideen?


    LG Mona.

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,

    sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

  • Hallo Mona,


    das ist eine sehr gute Idee von dir!

    Meine Mutter ernährt sich leider auch gruselig schlecht und verschlimmert dadurch ihre ohnehin labile Gesundheit umso mehr. Leider ist sie aber VÖLLIG resistent gegenüber neuen Ideen, meint, das würde ihr alles nicht schmecken...?

    Mein Vater ist nach einem heftigen Herzinfarkt mit Vorhoffflimmern endlich vernünftig geworden und hat dann ganz von alleine gut 10 kg abgenommen. Er isst heute nur noch leichte Sachen in vernünftigen Mengen. Das war nicht immer: Nach mehreren vorherigen Infarkten verordneten sie ihm im KH gleich eine Ernährungsberatung, die jedoch gegen Wände ankämpfte...erst der letzte Vorfall brachte ein Umdenken.

    So verschieden sind die Menschen.


    Rezepttechnisch bin ich leider nicht die richtige - ich koche höchstens Rührei oder Nudeln mit Pesto *lach*?, bin mehr der Müsli-Smoothie-Bowl-Typ, aber damit punktet man bei Senioren eher weniger...


    Ich wünsche dir viel Erfolg und starke Nerven? bei deinem Vorhaben!
    LG

    Cara

  • Guten Abend Mona,


    es gibt so tolle Gemüse die man in vielfältiger Form zubereiten kann, mit gesunden Ölen, Reis oder Vollkornnudeln.


    Ich selber ernähre mich fleischlos, Deine Grosseltern sollten auf rotes Fleisch verzichten und wenn Fleisch, dann muss es weich sein, da auch kauen und schlucken im Alter schwieriger werden.


    Es wird schwierig, die Senioren von Gewohntem um zu leiten auf gesunde Vollwertkost und zubereiten kann man Alles gemeinsam.


    Bei mir gibt es morgen Kartoffel Kürbis Gratin mit Hüttenkäse und Gouda überbacken.


    Gekochte 1/2 Kartoffeln in eine Auflaufform mit etwas Olivenöl setzen , Scheiben vom Hokaidokürbis ( mit Schale, kann man bei Hokaido mit essen) dazwischen setzen, Hüttenkäse drüber Bröseln.


    Etwas Kokosmilch, 2 Eier, 2 El. Olivenöl, Walnussöl ,Dinkelvollkornmehl, Gewürze nach Belieben ( Muskat sollte nicht fehlen)mit Zwiebelstückchen und Knoblauch verrühren, über die Kartoffel und Kürbisstücke geben, geriebener Gouda darüber, dann 20-30 Minuten bei 180 Grad .


    Käse sollte goldgelb aussehen.


    Wenn fertig, noch frische, gehackte Kräuter mit auf dem Teller anrichten.


    Wer mag, kann noch grünen Salat dazu machen, sieht schön bunt aus.


    Das ist jetzt nur ein Beispiel, Alle können mit helfen,es passt in den Herbst und ist lecker und nahrhaft.


    Oft mögen die Oldies nicht mehr so gerne kauen. Gegartes Gemüse kann gut püriert werden und als gesundes Süppchen serviert werden, mit Reis oder Nudeln.



    Wichtig ist, immer Wasser und Tee anbieten und selber trinken und auffordern , mit ein Schlückchen zu nehmen .


    In der Regel ist bunt immer gesund und mit etwas Fantasie kann man viel Leckeres zaubern und wenn die Zeit gekommen ist, dass ein Mensch nur noch Vanillepudding und Schokolade essen will, dann ist es einfach so. Es wird vollkommen sinnlos um das Essen zu streiten oder Druck aus zu üben , kostet zu viel Kraft und bringt keinen Erfolg.


    Biete an, bitte um Hilfe, Kartoffeln schälen und Gemüsse schnippeln, umrühren oder Teig kneten für Brötchen, Knetteig machen, Kekse ausstechen lassen. Wird Dein Angebot angenommen ist es prima, ansonsten sitzen die Grosseltern halt mit am Tisch und schauen zu.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg und guten Appetit Euch Allen,


    Liebe Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung Sternenkind seit 9.5.2020

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  • Hallo Mona,

    bei mir ist die Situation ein bisschen ähnlich, wenn doch ganz anders. Seit circa einem Jahr koche ich für meine Mutter mit. Nachdem sie aus dem Krankenhaus mit einem Hinweis auf Mangelernährung entlassen worden ist, habe ich versucht so reichhaltig wie möglich zu kochen. Das war schwierig, da für uns nur begrenzt gut/gesund und von meiner Mutter auch nicht wirklich angenommen, weil nicht bekannt. Inzwischen koche ich wieder halbwegs „normal“, versuche ein bisschen drauf zu achten, dass nichts zu „hart“ ist. Gerne angenommen wird von meiner Mutter krümelig gebratenes Hack mit Gemüse. Diese Woche gab es das mit Zucchini und Tomaten. Ich habe es auch schon mit Möhren und Kohlrabi gemacht. Bei härterem Gemüse kommt etwas Brühe dazu. Gewürzt wird nach Geschmack. Dazu gibt es Reis.

    Für meine Mutter gibt es dann als Zwischenmahlzeit noch einen Sahnejoghurt ;-)

    Viele Grüße

    Carmen

  • Hallo Monalisa,


    nimm doch Kochbücher mit Bildern und gehe sie mit den Großeltern durch. Es muss ja zu ihrer geschmacklichen Präferenz passen. Und das ist ja oft schon regional sehr verschieden.

    Es fängt dann natürlich beim Einkauf an. Wenn sie gerne Pizza essen, wäre die selbstgemachte sicher am gesündesten. Ein Kompromiss ist gekaufter Teig, den man selbst belegt. Dann kann man sie auch fettärmer machen und mit frischem Basilikum, das man erst drauflegt wenn die Pizza aus dem Ofen kommt, wirklich Geschmack rein bringen.

    Wenn es schnell gehen muss, mache ich im Sommer gerne Kartoffeln mit Kräuterquark. Quark, Salz, etwas Milch und Iglo-8 Krätermischung aus der TK. Auch mir schmeckt es mit dem 40%-igen Quark besser....Fett ist nun mal Geschmacksträger. Aber dick wird man von Kartoffeln und Quark nicht, da wird einem vorher schlecht glaube ich.

    Immer lecker: Salate, im Herbst auch Kohlsalat und Karottensalat.

    Spinat, Krtoffeln, Spiegelei geht auch schnell und ist lecker. Linsensuppe aus roten Linsen...

    Ich hole mir häufig Rezepte von Rezepte, Tipps & Ideen zum Kochen und Backen | Küchengötter


    Im Herbst mache ich gerne Minestrone mit Kohlrabi und Wirsing:

    3-4 El Olivenöl

    1 Gewürfelte zwiebel

    1 festkochende Kartoffel (geschält, gewürfelt)

    1 Möhre (geschält, gewürfelt)

    1 Kohlrabi (geschält, gewürfelt)

    2 Lorbeerblätter

    einige Thymianzweige

    75 g Spaghetti in Stücke gebrochen

    1/4 Wirsing (strunk entfernt, grob gehackt)

    Salz, Pfeffer

    1 Hand voll Petersilie, gehackt

    75g Parmesan, frisch gerieben


    Zwiebel und Wurzelgemüse im heißen Öl 10 Minuten unter Rühren braten, Lorbeer und Thymian dazugeben.

    Parallel Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und dieses zum Gemüse geben, so dass dieses bedeckt ist (ich gebe immer etwas mehr dazu).

    Spaghetti und Wirsing dazugeben und kochen (ca. 8 Minuten, Spaghetti sollten al dente sein).

    Würzen und abschmecken. Vor dem Servieren mit Petersilie und Parmesan bestreuen.

    Aus Gordon Ramseay (2008): Schnelle Sterneküche. Dorling Kindersley.


    Bei meiner Mutter habe ich gerade das gegenteilige Problem, dass sie zu wenig isst und zu schwach ist.

    Heute morgen wollte sie nicht frühstücken. Da habe ich dann den Schokokuchen gezückt, das halbe Stück hat sie gegessen. Da ist es mir dann lieber, sie isst Schokokuchen als gar nichts. Nichts essen wäre gesundheitlich schlechter als ungesund zu essen. Für Notfälle habe ich immer Kindermilchschnitten im Kühlschrank. Eine Milchschnitte geht zur Not auch, wenn alles andere abgeleht wird.

    Einem Kind, das noch 80 Jahre vor sich hat, würde ich das nicht empfehlen. Wenn man aber schon 89 erreicht hat, kann man zumindest nicht mehr im Jugendalter Typ-II Diabestes bekommen...das hat man überstanden.

    Ich finde ausgewogene, gesunde und leckere Ernährung wichtig. Aber bei hochbetagten würde ich auch eine gewisse Milde bei der Bewertung walten lassen. Es geht ja nicht darum, vor fernen Folgen zu schützen. Je kürzer das ist, was noch kommt, desto mehr zählt der Augenblick.

    Aber natürlich muss man die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen im Blick haben und sofern es noch geht, möglichts viel über die Ernährung zuführen.


    Herzliche Grüße

    SR

  • Danke für die Vorschläge und Berichte. :)


    Mein Opa isst, was auf den Tisch kommt. Er würde sich nie herausnehmen, was gegen das Essen meiner Oma zu sagen, selbst wenn er nicht begeistert wäre.


    Durch die Op im Mundbereich meint meine Oma, Gerichte nicht mehr abschmecken zu Können. Deswegen müssen es Gerichte sein mit genauen Angaben. Fertiggerichte sind da natürlich eine selbstständige Lösung, das Problem auszugleichen.


    Suppen ist eine gute Idee, das haben sie früher auch ab und zu gegessen. Da kann mir meine Oma direkt zeigen, wie man Suppen einkocht.

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,

    sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

  • Das kling sehr fein Brigitte!


    Ich mache es mir beim Kochen immer sehr gerne einfach. Gesund soll es aber trotzdem sein. Ich koche meistens frei Schnauze und habe immer folgende Sachen als Grundausstattung daheim:


    Rote Zwiebeln (sind sehr bekömmlich)

    Gute Kartoffeln

    Reis

    Nudeln

    Polentagrieß

    Paprikaschoten, am liebsten Rote (von den Grünen kriege ich Sodbrennen)

    Zucchini.

    Auberginen
    frische Tomaten

    Gurken

    Salat
    Dosentomaten
    Tomatenpurree in Flaschen

    Kokosmilch

    Sauerrahm

    Joghurt


    im Tiefkühlfach
    ein bißchen Fleisch,

    Fisch

    Ungewürztes Gemüse

    Z.B. Paprikas, Champignons, Chinamischung, Gewürze, Brokkoli, Spinat


    Mein erwachsener Sohn hat im gleichen Haus eine Wohnung und wir kochen abwechselnd.

    Leider muß er aufgrund von hohen Harnsäurewerten und erhöhtem Cholesterin bestimmte Dinge strikt meiden, deshalb gibt es bei uns keine Hülsenfrüchte, nichts Hefehaltiges, gewisse Gemüse nicht und sehr wenig Fleisch und Fisch.

    Allerdings sollte er auch wenig Vollkorn und nicht besonders eiweißreich essen. Was die Sache ziemlich kompliziert macht. Außerdem verträgt der Gute auch keinen geschmolzenen Käse, was die Abwechslung noch weiter einschränkt...und kalorienarm darf er auch nicht essen, da er eher untergewichtig ist.


    Mein Essen Marke „Schnell und einfach“ schaut häufig so aus:


    Für 2 Portionen nehme ich 2 Paprikaschoten, dazu entweder einen Zucchino oder eine Aubergine und eine rote Zwiebel.

    Je nach Beilage schneide ich das alles entweder sehr fein (zu den Nudeln) oder eher grob ( zu den Kartoffeln oder Reis)

    Vom Fleisch gibt es ca 150 Gr. für beide, vom Fisch bis zu 150 für jeden. Für hohe Harnsäure eigenen sich am besten Kabeljau oder Scholle, gelegentlich Lachs ode Dorade, aber niemals kleine Fische wie Hering oder Sardellen.
    Das Fleisch wird SEHR klein geschnitten, da fällt die kleine Menge kaum auf, oder auch mal Hack.

    Gemüse und klein geschnittenes Fleisch werden in Olivenöl angedünstet und mit einer Tomatendose Oder Tomatenpurree aus der Flasche und Wasser aufgefüllt. Dann auf höchster Stufe mit geschlossenem Deckel zum Kochen gebracht und sofort auf klein geschaltet.
    Währenddessen werden Reis, Kartoffeln oder Nudeln gekocht, zu Fisch gibts manchmal Polenta. Ganz junge Kartoffeln werden auch mal mitgegart.
    Der Fisch wird zum Dünsten später einfach auf das köchelnde Gemüse gelegt, bis er gar ist.

    Gewürzt wird mit wenig Salz oder hefefreier Gemüsebrühe, Paprikapulver, Kurkuma, Pfeffer, Chilli, Gartengewürze, einfach worauf man gerade man Appetit hat. oft passt noch ein Klecks Joghurt oder Sauerrahm oben drauf.


    Eine Variante ist mein Chinagericht, da nehme ich weniger frisches Gemüse, dazu die TK Chinamischung, alles mit grüner Currypaste (schmeckt milder als die rote) angedünstet, mit Kokosmilch aufgefüllt und köcheln lassen.


    Natürlich schmecken diese „Eintöpfe“ auch ohne Fleisch.

    :g03: liche Grüße
    Irmi


    Es muß sich alles ändern, damit alles so bleibt wie es ist.(Guiseppe Tomasi di Lampedusa ) :hi2:

  • @Liebe Irmi,


    das ist eine perfekte Grundausstattung , auch zum Kochen mit Senioren. Ja, bei Gicht muss man noch einen Zacken doller aufpassen, aber es geht und wenn Dein Sohn, oder die Oldies , den geschmolzenen Käse nicht vertragen , dann geht zum mitkochen prima Hüttenkäse,Ziegenkäse, Schafkäse und zum überbacken mit Kokosmilch oder Sahne mit Ei und Mehl ( egal welche Sorte) als Pudding vorkochen und dann drauf aufs Gemüse. Für Salate geht in solchen Fällen der so genannte Handkäse (Buttermilchkäse) geschnitten, der mit Säure von Zitrone und Essig lecker schmeckt.


    Ist das nicht toll, was Alles miteinander kombiniert werden kann , mit unterschiedlichen Gewürzen und Kräutern variabel dazu und immer lecker schmeckt und gut aussieht?


    Irgenwie kann man aus Allem was Passendes zaubern, Kochen ist nie langweilig, egal in welche Richtung.


    Vor Allem Kochen mit Senioren, die so viel Erfahrung und Wissen haben, da kann man immer Neues dazu lernen und in der Regel freuen sie sich, wenn sie ihre Erfahrung weiter geben können.


    Ich habe in den letzten 18 Jahren extrem viele Kocheinsätze übernommen und mit meinen Fragen- wie haben sie das früher gemacht?, ich brauche ihre Hilfe um nichts falsch zu machen? in den allermeisten Fällen so ganz schnell Zugang zu den Menschen gefunden, die eigentlich gar keine Fremde im Haus haben wollten .


    Mit einer Dame haben wir ein Heftchen in drei Jahren beschrieben mit ihren Rezepten, Titel -so hat Oma das gemacht. Inzwischen ist sie verstorben, keine Ahnung ob ihre Erben das Heftchen wahr genommen haben , aber es hat uns Beiden grossen Spass gemacht.


    Liebe Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung Sternenkind seit 9.5.2020