Gerda65: Ich pflege bald meinen dementen Vater

  • Hallo,

    ich bin Gerda und komme aus dem Norden Deutschlands. Ich bin 55 Jahre alt und komme an einen Punkt, wo ich mich entscheiden muss, ob ich es mit zutraue meinen dementen Vater zu pflegen oder er in ein Heim müsste.

    Ich habe mich hier angemeldet, um Erfahrungen auszutauschen und um nicht mit dem Thema allein zu sein.

    Ich bin beruflich noch sehr aktiv und schon so immer unter Strom. Deshalb bitte nicht übel nehmen, wenn ich nicht immer gleich schreiben kann.

    LG Gerda

  • Hallo Gerda,

    ein Nordlicht, wie schön.

    Sei willkommen hier im Elternpflegeforum.

    Die Frage, die Du mit Dir herum trägst, ist keine Einfache.

    Vielleicht magst Du uns mehr zu Eurer Situation erzählen?

    Und dann ist es ja auch immer so, dass eine Entscheidung für die Pflege zu Hause irgendwann gewandelt werden kann, wenn es doch nicht mehr geht.

    Insofern, wenn Du uns ein wenig mehr erzählen willst, können wir mit Dir vielleicht zusammen besser nachdenken.


    Auf guten Austausch

    Magdalena

    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)

  • Moin, Moin liebe Gerda,:winken:



    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.


    Grundsätzlich ist es sicher möglich, einen Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu Hause zu pflegen und zu versorgen, aber sicherlich nicht alleine.


    Du bist beruflich eingespannt, brauchst auch Auszeiten zum Kraft tanken und es kommen sicher Veränderungen auf Euch zu und Dein Vater braucht eine durchgehende Betreuung, auch Nachtaktivität kann kommen.


    Wenn es noch andere Angehörige und Freunde gibt, sowie weitere, familienexterne Helfer, mit denen Du es schaffst, einen 24 Stunden Anwesenheitsplan zu machen, wenn dies nötig wird, ist es machbar.


    Wenn Dein Vater schon einen Pflegegrad hat, könnt Ihr 125Euro im Moment für z.B. organisierte Nachbarschaftshilfe einsetzen, die sich ein paar Stunden mit Deinem Vater beschäftigen, spazieren oder einkaufen gehen .


    Der Mensch ist ja nicht komplett ein anderer Mensch, seine Erinnerungen, vor allem das Kurzzeitgedächtniss gehen verloren, ähnlich, wie wenn Du bei einem Buch Seite für Seite von hinten raus reißt, irgendwann bist Du am Anfang.


    Liebe und Zuwendung sind wichtig, Aufgaben, die zu erfüllen sind wichtig, eben das an der Seite des Menschen sein.


    Du kannst im Netz wunderbare Artikel und Filmchen zum Thema Validation anschauen und Dir diese Kommunikationsform aneignen, um eventuell Spannungen auf zu lösen.


    Schau, was Du leisten kannst, welche Zeiten und Aufgaben Du delegieren kannst und dann entscheide Dich.


    Liebe Grüssle und Alles Gute


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung

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