Menschliches Leben als höchstrangiges Rechtsgut

  • Am 2. April dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein bemerkenswertes Urteil mit dem Aktenzeichen VI ZR 13/18 gefällt. Der Sohn eines verstorbenen Pflegebedürtigen verklagte den Arzt, der seinen Vater langfristig mit einer künstlichen Ernährung (PEG) behandelte, auf Schadenersatz. Das Argument des Sohnes: das Leiden seines Vaters sei von dem Arzt unnötig künstlich verlängert worden. […]

    Quelle: Menschliches Leben als höchstrangiges Rechtsgut › Informationen für pflegende Angehörige

  • Das ist der Unterschied zu Pflege im KKH und Heim.


    Pflegen wir zu Hause können wir wirklich patientenorientiert handeln😥


    Ich möchte nicht leiden müssen und habe Vorsorge getroffen.


    Traurige Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung Sternenkind seit 9.5.2020

    Edited once, last by Brigitte ().

  • Danke für die wichtige Aufarbeitung dieses Urteils!

    Tatsächlich scheint es "richtig" zu sein, wenn weder Pat. Verfügung noch vermuteter Wille ermittelt werden konnten.

    Das ist die eine, die rechtliche Seite.

    Die andere wäre das Gespräch (die Gespräche) mit den Angehörigen (dem Sohn, so er allein war) gewesen, um aufzuzeigen, in welchem Zustand der Vater (Pat.) sich befindet und was die Optionen wären.

    Man kann natürlich nur mutmaßen, ob es zu einem früheren Zeitpunkt vielleicht keine eindeutige Entscheidung gegen die künstliche Ernährung gegeben haben mag.


    So sehr wichtig, entsprechende Verfügungen rechtzeitig (!) anzufassen! Leider rede ich da auch in meinem Umfeld immer wieder gegen Windmühlen...oder Windräder?!


    Eine Frage habe ich in diesem Zusammenhang - Wenn Verfügungen über einen Notar verfasst wurden, sollte dann eine entsprechende Erklärung erfolgen, dass dieser Wille weiterhin besteht? Wenn ja, reicht handschriftlich? Oder ist dann der Ausschluß, dass es keine aktuellere Verfügung gibt, Maßstab genug?

    Diese Frage stellte sich mir beim Lesen.


    Viele Grüße

    Magdalena

    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)

  • Eine Frage habe ich in diesem Zusammenhang - Wenn Verfügungen über einen Notar verfasst wurden, sollte dann eine entsprechende Erklärung erfolgen, dass dieser Wille weiterhin besteht? Wenn ja, reicht handschriftlich? Oder ist dann der Ausschluß, dass es keine aktuellere Verfügung gibt, Maßstab genug?

    Hallo Magdalena,

    so lange eine Verfügung nicht geändert / widerrufen wird, gilt sie genau so, wie sie verfasst wurde. Deshalb sollten alte Verfügungen mal überarbeitet werden, da der BGH in einem Beschluss zur Patientenverfügung (genau genommen sind es inzwischen mehrere, ich glaube vier) hohe Ansprüche an die Patientenverfügung im Hinblick auf ihre Konkretheit stellt.

    Eine Erneuerung oder nochmalige Unterschrift in einem bestimmten Zeitraum zur Bekräftigung ist jedoch nicht erforderlich, schadet aber auch nicht.

    Viele Grüße

    Heike


    PS.: Patientenverfügungen gelten sowohl privat verfügt, wie auch notariell bis zum Widerruf.

  • Hallo liebe Heike,

    ich danke Dir immer wieder für Deine große Hilfe und Unterstützung!

    Hier : super, vielen Dank! :u02:


    Viele Grüße

    Magdalena

    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)