Fahrten zum Arzt - Kostenübernahme

  • Guten Morgen zusammen,


    ich kümmere mich ja um meine pflegebedürftige Mutter, wegen der geographischen Entfernung hauptsächlich um alles, was Bürokratie heißt.

    Derzeit bin ich verwirrt in Bezug auf die Frage, wie man die Taxikosten für Fahrten zum Arzt am besten abrechnen kann.

    Eckdaten:

    Meine Mutter kann nur wenige Schritte laufen mit Hilfe eines Rollators, für längere Wege braucht sie einen Rollstuhl.

    Sie hat Pflegegrad 3 und einen GdB von 100 mit Merkzeichen G (gehbehindert) und B (Begleitperson).


    Da sie natürlich immer mal wieder zum Arzt muss, würde ich gerne endlich mal verstehen, wie ich dafür sorgen kann, dass sie Taxikosten erstattet bekommt.

    Wenn ich alles richtig verstanden habe, muss sie für jede Fahrt einen Transportschein vom Arzt bekommen, der vorher von der Krankenkasse genehmigt wird. Darauf muss angekreuzt werden, dass eine dauerhafte Mobilitätseinschränkung vorliegt. Ihre Zuzahlung muss sie in jedem Fall ohnehin leisten.

    Stimmt das bisher?

    Meine Fragen nun:

    1. Muss sie für die Fahrtkosten in Vorlage treten oder kann sie etwas tun, damit die Kosten direkt übernommen werden?
    2. Wird die Bescheinigung des Arztes über die dauerhafte Mobiliätseinschränkung (die sie ja bei Pflegegrad 3 zusätzlich braucht) einmalig ausgestellt und gilt sie dann bis auf weiteres, oder muss da jedesmal wieder ein Transportschein ausgefüllt und das Kreuzchen gesetzt werden?
    3. Würde es einen Unterschied machen, wenn sie Pflegegrad 4 oder 5 hätte?
    4. Würde es einen Unterschied machen, wenn sie ein Merkzeichen "aG" hätte?
    5. Macht es einen Unterschied, ob sie einen GdB 80 oder 100 hat? (Hintergrund: ich habe da einen Widerspruch laufen, weil ihr das Merkzeichen "aG" nicht erteilt wurde, der MDK argumentiert jetzt, sie sei ohnehin zu hoch eingestuft und sie müsste von GdB 100 wieder auf 80 zurückgestuft werden)

    Für den Fall, dass alles nicht funktioniert:

    1. Kann ich die aufgelaufenen Fahrtkosten im Rahmen des Entlastungsbetrags (diese 104 Euro monatlich) geltend machen und erstattet bekommen?
    2. Gibt es noch andere Ideen in diesem Zusammenhang?

    Danke Euch für jegliche Hinweise von einer überforderten


    Babette

  • Hallo Babette ,

    bei der Konstellation Deiner Mutter reicht eigentlich eine ärztliche Verordnung. Seit diesem Jahr muss der Krankentransport nicht mehr in allen Fällen vor der Fahrt genehmigt werden. Schau einfach mal hier, da steht alles:

    Krankentransport-Richtlinie Stand 2019

    Viele Grüße

    Heike

  • Hallo Heike,


    danke dir.

    Den verlinkten Text habe ich gelesen, aber daraus wird für mich nicht klar, ob der Arzt jedes mal einen Transportschein ausstellen muss.

    Bei Verordnungen sind ja viele Ärzte sehr zurückhaltend gegen Ende des Quartals, daher mache ich mir da etwas Sorgen, wenn es so wäre.

    (Ich bin mehrere Stunden entfernt von ihr und es würde mich massiv entlasten, wenn ich nicht jedes Mal Diskussionen führen müsste, der Hausart bzw. sein Team sagt mir A und schickt mich zum Taxidienst, der sagt mir B und schickt mich zur Krankenkasse, die sagt mir C und schickt mich zum Facharzt, der sagt mir D und schickt mich wieder zum Hausarzt zurück... etc. Und bei all dem meine zeternde Mutter... )


    Viele Grüße


    Babette

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