carekonzept pflegeberatung

Malefiz - ich pflege meinen 97jährigen Vater

  • Hallo, Ihr Lieben,


    ich bin Malefiz alias Annette und bin 59 Jahre alt.


    Seit Anfang 2016 pflege ich meinen mittlerweile 97jährigen Vater, mit dem ich auch zusammenwohne - neben einem Vollzeitjob in der IT und neben den Arbeiten, die unser Resthof mit einer Menge Tiere so macht. Ohne meinen Mann, der EU-Rentner und damit über Tag zuhause ist, wüsste ich nicht, was ich machen sollte.


    Mein Vater ist voll bettlägerig, hat einen Bauchdeckenkatheter und ist stuhlinkontinent. Er muss alle paar Stunden gelagert werden, gewickelt werden usw. Für diese Dinge haben wir noch zwei Bekannte, die uns unterstützen.


    Trotzdem ist die Situation, auch aufgrund der Art und Einstellung meines Vaters, sehr belastend für mich - so belastend, dass ich mich Anfang des Jahres in psychotherapeutische Behandlung begeben habe, um aus dem schwarzen Loch, in dem ich steckte, herauszukommen.


    Mittlerweile habe ich wieder ein bisschen Lebensmut gewonnen und möchte mein Leben ein bisschen optimistischer gestalten. Schön, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich erhoffe mir von Euch hier im Forum viele Tipps, wie ich die Dinge noch besser angehen kann. Außerdem ist geteiltes Leid doch auch nur noch halbes Leid...


    Auf ein nettes Miteinander und liebe Grüße, Annette

  • Hallo Anette,

    sei willkommen hier in diesem wirklich netten und bereicherndem Forum!
    Hier ist geballte Fachkompetenz, von Menschen, die selbst pflegen, die gepflegt werden und/oder die fachlich pflegen oder gepflegt haben sowie Menschen, die ihre nahen Menschen betreuen und begleiten, versammelt.


    Als ersten Gedanken hatte ich, wäre ein Anal-Tampon für Deinen Vater eine Möglichkeit?
    Vielleicht magst Du oben rechts im Forum die Suchfunktion nutzen.

    Natürlich ist das nicht für jeden Menschen mit Stuhlinkontinenz eine Möglichkeit. Es würde auch nicht das regelmäßige Lagern unnötig machen, denn das ist so wichtig! Aber es würde Reizungen vermeiden helfen und vielleicht auch für beide Seiten, nach Eingewöhnung!, angenehmer sein.

    Aber, ich kann mir auch vorstellen, dass das Alter und damit vielleicht auch biographisch Erlebtes oder die eigene Empfindung dagegen spricht.


    Ihr macht alles in Selbstarbeit. Bekommst Du überhaupt Hilfe von einem Pflegedienst?

    Welchen Pflegegrad hat Dein Vater?
    Nutzt Du Verhinderungspflege? Event. ist das die Unterstützung der Bekannten, stundenweise?

    Nutzt ihr den Entlastungsbetrag der Kasse, den es auch ohne Demenz gibt?

    Hat Dein Vater demenzielle Veränderungen?

    Nutzt Ihr ggf. die Kurzzeitpflege und wenn das nicht für Euch passt, den halben Betrag davon für die Verhinderungspflege oben drauf?

    All das kann Dir/Euch die Belastungen nicht nehmen, könnte Dir aber Atempausen und Inseln im Alltag oder für einen Urlaub, sondern das Deine Lebenssituation mit Tieren zulässt, ermöglichen.


    Viele Fragen - nicht aus Neugierde, sondern, um Dir Anregungen zu geben, was eventuell noch helfen könnte, außer Austausch, der hier immer möglich ist.


    Viele Grüße

    Magdalena

    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)

  • Hallo Anette


    willkommen im Elterpflegeforum.

    Vielleicht könnte auch ein Pflegedienst Euch unterstützen? Dein Vater hat hoffentlich Pflegegrad 5, übet die Pflegesachsachleistung und Ergänzungsleistung kämen ein paar helfende Einsätze zusätzlich zusammen .


    Liebe Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung

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