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Ratlos! Extrem schwieriger, anstrengender, alter Vater...

  • Hallo zusammen,


    ich bin Becky, bin 40 Jahre alt und bin etwas ratlos und überfordert mit der momentanen Situation. Wir haben zu Hause (in der eigenen Wohnung) einen Mitte 80 jährigen Vater/Opa, der seit kurzem alleine ist, da die Mutter/Oma leider nach einer 6 Monatigen Leidensgeschichte verstorben ist. Seit dem bekommen wir erstmal richtig mit, was für ein anstrengender Mensch er ist. Es steht der Verdacht der Demenz im Raum, was allerdings nicht diagnostiziert ist, da nicht zum Arzt gegangen wird. Charakterlich ist er ein sehr schwieriger Zeitgenosse (schon immer gewesen) und raubt einem echt den letzten Nerv. Es wird keine Hilfe angenommen, über alles und jeden geschimpft und hergezogen und es sind an allem alle anderen Schuld. Von selber macht er nichts, hat er noch nie, und sitzt den ganzen Tag zu Hause rum und wartet, dass er bespaßt wird. Problem ist, er war wie gesagt schon immer so, konnte sich aber in der Öffentlichkeit immer zusammen reißen, so dass es keiner mitbekommen hat. Jetzt, wo es auch Außenstehende mitbekommen, wird immer wieder auf Demenz verwiesen. Sein Gedächtnis hat auch nachgelassen, aber ich habe meistens eher den Eindruck, er vergisst manches, weil es ihn eh nicht interessiert. Wie geht ihr mit schwierigen Angehörigen um? Ich hoffe, ich bekomme hier ein paar Tipps, damit wir etwas gelassener mit der Situation umgehen können. Teilweise ist es so bizarr und unglaublich, dass man selber schon denkt, man ist verrückt. Liebe Grüße :rolleyes:

  • Hallo Becky,


    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.


    Eine schwierige Situation in der Ihr Euch befindet mit dem Senior.


    Gibt es eventuell wenigstens einen Menschen, der soviel Einfluss auf den alten Herrn hat, dass er einer neurologische Untersuchung doch noch zustimmen würde?


    Oft muss leider erst etwas Schlimmes passieren, damit Angehörige die Möglichkeit haben und Einfluss auf das Geschehen nehmen können.


    Wenn eine Betreuung angeregt würde von Euch, wäre es auch sicher sinnvoll , wenn ein amtlicher Betreuer den Part übernimmt, damit Ihr nicht als die Bösen dasteht, wenn gehandelt werden muss und Entscheidungen getroffen werden müssen.


    Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, die Zukunft gut durch zu stehen.


    Liebe Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung

  • Liebe Beck's,


    so eine Situation ist sehr schwierig und nicht einfach. Ich habe auch so ein besonderes Mäuschen zur Betreuung. Ich lerne jeden Tag, dass ich nicht alles ändern kann und es auch nicht so läuft, wie ich meine, dass es laufen soll.

    Es ist für beide Seiten schwierig. Aber ich kann sie nicht zwingen meine Hilfe anzunehmen. Ich muss daher akzeptieren, dass es da unten verkommt. Solange sie die Hilfe nicht annehmen möchte und der Kammerjäger nicht kommen muss, halten wir uns raus....

    Wenn Not am Mann ist, sind wir da und helfen. Sie wird mit Essen versorgt und den Rest macht sie auf ihre Weise.

    Halte durch und achte auf Dich, dass ist der Rat, den ich geben kann.

    Herzliche Grüße,

    Andrea

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