carekonzept pflegeberatung

Beiträge von matrose11

    Hallo Renate,


    Ich kenne die Situation, die Du im Moment durchmachst. Seit 2004 pflege ich meine MS-Kranke Ehefrau, die mittlerweile die Pflegestufe III hat und seit Juli 2013 im Pflegebett liegt.
    24 Std. verbringt sie im Bett. Oft keine leichte Arbeit. Hinzu kommt, dass sie seit September auch noch Knochenmark- und Blutkrebs hat. Hinzu kam, dass sie seit 2 Monaten auch noch Diabetes hat. Eine Chemotherapie mußte vorzeitig abgebrochen werden, da diese auf die MS geschlagen ist. Man hat in Deutschland noch nicht die Erfahrung mit MS und Krebs gleichzeitig gemacht. Das scheint ein ganz großes Problem zu sein. Meine Frau hat natürlich gegenüber Deinem Mann den Vorteil, dass sie im Kopf noch voll dabei ist. Man kann sich mit ihr über alles unterhalten.
    Wenn Du irgendetwas besonderes zur MS wissen möchtest, dann frag mich ruhig.


    Ich wünsche Dir viel Kraft um die Versorgung Deines Mannes zu meistern.


    LG
    Matrose11

    Komisch ist ja nur, warum die KK in m einem Fall die gesamte Anschaffungssumme zahlt und beim Sanitätshändler nicht. :traurig:
    Nach Rücksprache mit der KK gehört der DTR jetzt der KK, egal ob er 4 Wochen oder 5 Jahre bei meiner Frau war.


    Wenn ich ja mal bedenke, hätte die KK ja dem Sanitätshändler demnach auch die ganze Summe zahlen können, dann wäre der bestimmt auch zufrieden gewesen.



    LG


    Matrose11

    Ich weiß zwar nicht, was Du mit Deiner "5-Jahres-Aussage" bezwecken willst.
    Ich jedoch betrachte das Vorgehen des Sanitätshauses als halben Betrug, der schon in den Geschäftsrichtlinien geplant ist.


    Praxis der Sanitätshäuser:


    1. Rezept kassieren
    2. supergünstiges Angebot an die KK machen
    3. Auftrag annehmen
    4. Kunden sagen, dass er das angefragte Hilfsmittel zu dem angebotenen Preis nicht bekommen kann.
    5. Alternatives Hilfsmittel eines Fremdanbieters aus dem "Ostblock" oder "China" mit minderwertigere Qualität anbieten
    6. Dem Kunden vorgaukeln, dass das Alternativ-Hilfsmittel die gleiche Qualität wie das verschriebene hat.


    So sieht die Realität aus !!


    Dies ist mir schon 4x bei verschiedenen großen Sanitätshäusern passiert.


    beim Tensgerät - beim Rollstuhl - beim Rollator und jetzt beim Duschrollstuhl.


    Das sollte man doch mal wirklich überlegen, wofür der Endverbraucher - auch im Sanitätsbereich - immer mehr über das Internet bestellt.


    Für die KK ist das so auch einfacher. Für mich auch.


    Nur ich bin ein Typ, der die KK über solche Ungereimtheiten im Sanitätshandel direkt informiert.
    Wenn das jeder tun würde, würde der Einzelhandel auch wieder ehrlicher und würde das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen.


    Noch zu dem DRT meiner Frau: Nach Rücksprache mit der KK werden in Zukunft alle Reparaturen an dem DRT von der KK übernommen und durch den Vertrags-Sanitätspartner der KK durchgeführt. Das für mich kostenlos.



    LG
    Matrose11

    @ Toemmel : Genauso ist es. Das Sanitätshaus bekommt einen Betrag X. Dafür muß der Dusch-Toilettenstuhl für 5 Jahre geliefert werden und alle Reparaturen durchgeführt werden.
    Das entspricht genau wie Du geschrieben hast 6-8 € im Monat.


    @ Bombadil : Dein Vorschlag war genau richtig und hat mir heute geholfen.


    Nun zum Dusch-Toilettenrollstuhl ( im Nachhinein DTR genannt ):


    Ich habe heute morgen die BKK angerufen und mit der Sachbearbeiterin gesprochen. Sie hat mir das natürlich ganz anders gesagt.
    Der Sani hat ein Angebot an die KK geschickt. Daraufhin hat die KK beim Sani angefragt, ob dieser den DTR zu einem monatlichen Pauschalbetrag liefern kann.
    Der Sani hat "JA" gesagt und die KK hat dem Sani einen Auftrag geschickt.
    Dann habe ich gestern den Sani angerufen und die Dame hat mir gesagt, dass sie das ganze nochmal durchgerechnet hat und den per Rezept verschriebenen
    DTR nicht zu dem Pauschalpreis der KK liefern kann, er würde da noch Geld zulegen.


    Die armen Geschäftsleute ........... mir kommen die Tränen.......


    Er hat mir dann am Telefon gesagt, dass er aber einen alternativen gleichwertigen DTR von einer anderen Firma hätte. Den habe ich mir ja auch dann gestern
    Nachmittag angesehen.


    Und heute Morgen habe ich dann die KK gebeten, mir einen Sani zu nennen, der zu der KK-Pauschale den DTR liefert. Das konnte die KK nicht.


    Nun habe ich der Sachbearbeiterin den Vorschlag gemacht, mir den DTR über ein Sanitätshaus im Internet zum Preis von 430.-€ zu besorgen. Es war 10.00 Uhr.
    Um 12.15 Uhr habe ich einen Anruf von der Sachbearbeiterin bekommen, sie hat mir gesdagt, dass es kein Internetshop sein darf, sondern ein Sanitätsfachhandel.
    Um 15.00 Uhr hatte ich die nachfolgende Zusage:


    Sehr geehrter.........
    hiermit teilen wir Ihnen mit, dass wir auf Grund einer individuellen Entscheidung einmalig die Kosten in Höhe von max. 585 € Brutto einschließlich aller anfallenden
    Reparaturen für einen im Rahmen einer Selbstanschaffung erworbenen Dusch-Toilettenstuhl übernehmen werden. Bitte reichen Sie uns die Rechnungen im
    Original zur Erstattung ein


    Mit freundlichen Grüßen


    Daraufhin habe ich den DRT heute Abend direkt bestellt und das für 429,95 € ohne Versandkosten


    Lieferant ist die Firma Burbach+Goetz Sanitätshaus Koblenz


    Burbach + Goetz Deutsche Sanitätshaus GmbH Online-Shop-Versand




    LG
    Matrose11

    Wenn ich das so richtig interpretiere, hast Du Deinen Freund erst 8 Monate gekannt, bevor Du mit ihm zusammengezogen bist. Dann auch noch in eine fremde Welt, wo Du keinen
    kennst der Dir helfen könnte. War denn dieser Zuzug Deiner Schwiegermutter nicht von Seiten Deines Freundes schon geplant ? Hast Du mal mit ihm darüber gesprochen ?
    Ganz hart gesprochen, ich hoffe ja nicht, dass Du nur "Mittel zum Zweck" warst um eine Versorgung Deiner Schwiegermutter zu gewährleisten.
    Entschuldige, aber ich denke in der Hinsicht schon etwas weiter, hoffe aber nicht, dass es auf Euch zutrifft.
    Es bleibt ja nicht aus, das dabei Eure noch "Junge Beziehung" auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird. Dabei leidet selbstverständlich Eure "Junge Liebe" auch.
    Ihr solltet Euch beide eine professionelle Beratung aufsuchen.
    Da war der Rat von Heike schon richtig.
    Ich hoffe und wünsche Euch beiden, dass Ihr gemeinsam aus dieser festgefahrenen Situation herausfindet.


    LG
    Matrose11

    Das scheint also gar nicht so einfach zu sein.
    Die KK hat mich heute morgen angerufen, dass der Rollstuhl genehmigt sei.
    Das stimmt aber nur halb. Die KK zahlt nur noch eine Pauschale im Monat an das Sanitätshaus.
    Wie hoch die Pauschale ist, sagt mur das Sanitätshaus nicht.
    Das Sanitätshaus hat den Auftrag, einen Dusch-Toilettenrollstuhl auf 5 Jahre an meine Frau zu liefern. Dafür erhält dleas Sanitätshaus eine monatliche Pauschale.
    Nach Auskunft durch das Sanitätshaus, ist die Pauschale aber nicht so hoch, dass sie mir dafür den vom Arzt verordneten Dusch-Rollstuhl liefern können.
    Eine Alternative habe ich mir heute im Sanitätshaus angesehen. Das ist natürlich eine billigere Ausführung.
    Da nützt es also auch nichts, wenn der Arzt eine ausführliche Begründung und Diagnose schreibt, wenn der Dusch-und Toilettenrollstuhl nicht für diese Monatspauschale
    zu bekommen ist.


    Was jetzt tun?
    Gibt es irgendwie eine schriftliche Grundlage, nach der der verschriebene Dusch u. Toilettenrollstuhl genehmigt und geliefert werden muß ?



    LG
    Matrose11

    Wer weiß Bescheid darüber, was auf einem Rezept stehen muß, wenn man einen bestimmten Dusch-Toilettenstuhl braucht, der vom Pflegedienst empfohlen wurde ?


    Es handelt sich hier um den


    REBOTEC - Dusch-Toilettenstuhl "Berlin"
    mit gepolsterter Sitzplatte und Hygieneausschnitt
    mit Eimeraufnahme und Eimer


    Wir haben bereits in 2004 einen einfachen Dusch-Toilettenstuhl aus Stahl bekommen, der total verrostet ist.
    Zugleich ist er für meine Frau auf Grund des enormen Verschlechterungszustand ihrer MS und Krebs
    nicht mehr optimal.


    Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar


    LG
    Matrose11

    Hallo zusammen !


    Lt. meinen Informationen wird bei der Berechnung des Pflegegeldes in der Kurzzeitpflege das Pflegegeld zu 50% bezahlt, wobei der 1. und letzte Tag zu 100% gezahlt wird.


    Wie ist das denn bei der Verhinderungspflege?


    Wenn Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege hintereinander genommen werden, werden dann 2 Tage zu 100% gezahlt oder 4 Tage ( 2x Kurzzeitpflege, 2x Verhinderungspflege) ?


    Wer kann mir da Auskunft geben ?


    LG


    Matrose 11

    Die ersten 2 Tage sind geschafft auch wenn mit gemischten Gefühlen.
    Auf jeden Fall ist unser Nachbar eine große Hilfe. Nur Morgen Sonntag muß er im KH arbeiten, aber seine Frau will uns dann helfen.


    Den Toilettensitz, den wir bekommen haben hat folgende Daten:
    DIETZ Toilettensitzerhöhung TSE-1 mit Armlehnen
    Sitzhöhe und Sitzneigung dreifach verstellbar
    Armlehnen abschwenkbar und abnehmbar
    Hilfsmittelnummer: 33.40.01.3017


    Wir sind sehr damit zufrieden, vor allen Dingen, weil er eine 3%-Neigung nach vorne hat, somit meine Frau besser aufstehen kann.
    Auch für einen Pfleger ist es einfacher.


    Am Montag morgen werde ich erst mal zum Dr. fahren und ein Rezept für ein Pflegebett mit Dekubitusprofilaxe-Matratze, Galgen, beidseitigem
    Gitter und elektronisch höhenverstellbar ausstellen lassen. Dann fahre ich direkt zur KK werde die Genehmigung holen.
    Montag Nachmittag steht dann das Bett bei uns in der Wohnung. Hoffentlich klappt das so......



    LG
    Matrose11

    Ich hätte mich schon vorher drum kümmern sollen, aber wir haben das ja erst im Urlaub gemerkt, das meine Frau eine Erhöhung braucht.
    Aber jetzt ist es schon zu spät. Das große "Maleur" ist heute morgen passiert.
    Meine Frau hat sich nach dem Toilettengang wie üblich auf den Armstützen abgestützt um sich hochzuziehen.
    Dann hat es einen Knacks gegeben, und einen großen Schrei.
    Ich direkt den Notarzt angerufen und ab zum Krankenhaus.
    Nach dem Röntgen hat sich dann herausgestellt, dass sie einen Schlüsaselbeinbruch in der linken Schulter hat.
    Im Krankenhaus wurde sie stationär nicht aufgenommen, da der Bruch nach Ansicht des Arztes in 6 Wochen so heilen kann.
    Sie bekam ein großes Stützkorsett angezogen, in dem der Arm 6 Wochen ruhig gehalten werden muß.
    Schmerztabletten gab es nicht, dafür ein Schmerzmittelrezept.


    So, was mache ich nun ? Wie soll ich damit zurechtkommen ? Mein Kreuz ist nach 9 Jahre Pflege total im Eimer.


    Da wir sowieso in der nächsten Woche einen Termin beim Hämatologen hatten, sind wir direkt 1 Etage tiefer gefahren.
    Wir haben auch direkt einen außerordentlichen Termin bekommen. Der Arzt meinte, nur mit röntgen alleine kann man
    hier keine Diagnose stellen, da ja meine Frau neben der MS noch Knochenmark- und Blutkrebs hat.
    Der Arzt meinte, dass der Krebs schon fortschreitend in ihren Knochen gestreut hat. Um da eine hundertprozentige Diagnose
    zu stellen, muß meine Frau nächste Woche Dienstag ein Knochen-CT machen.


    Um 11 Uhr heute morgen kam dann auch schon der von der KK bestellte Sanitätshauslieferant und brachte eine Toilettensitzerhöhung.
    Da war es aber schon zu spät. Vielleicht hätte die ja geholfen.....
    Hoffentlich wendet sich noch alles zum Guten.


    Ein Glück, dass unser Nachbar ausgebildeter Krankenpfleger ist und seine Frau Krankenpflegerin. Die helfen so gut sie können.
    Das ist schon "Gold" wert. Wenn man sieht, wie er meine Frau vom Rollstuhl auf die Couch hievt, dass würde ich nicht mehr schaffen, mit meinem Kreuz.



    LG
    Matrose 11

    Wenn ich ja den Bericht so lese, kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
    Wofür soll ich lieber tod sein als ein Pflegefall ?


    Irgendwie ist das ganze doch ein Zusammenspiel zwischen dem Pfleger und dem zu Pflegenden, oder nicht?
    Auch als Pflegefall kann man noch etwas Gutes empfinden oder Wünsche haben.
    Hierbei spielt bestimmt das "Füreinander" eine große Rolle.


    Ich sehe es ja selber bei meiner Frau, die seid 9 Jahren ein Pflegefall ist, aber nie ihre Fröhlichkeit und den
    Lebenswillen aufgegeben hat. Man muß eben das Beste draus machen.


    Es ist bestimmt auch eine Frage der persönlichen und finanziellen Situation, ob alles so einfach funktioniert.


    Bei uns ist diese Meinung also noch nie über die Lippen gekommen.



    LG
    Matrose11

    hätte die KK denn problemlos diese Anwendung in einer Praxis auf Rezept für Dich übernommen?


    Wäre ja ein Argument= 5x Anwendung in der Praxis= 1x die Kosten für das Gerät



    Genau, das war heute in einem Gespräch mit der KK interessant. Ich habe denen vorgerechnet, was es kostet, wenn ich die Reizstromtherapie 6 Monate
    beim Orthopäden durchziehe. Da sagte mir die KK, das würde keine Rolle spielen. Hier ist nur relevant, was mir als Patient von der KK zusteht.
    Übrigens, jede Reizstrombehandlung beim Orthopäden kostet 27,80 €. Bei 5 x sind das ja schon 139.-€.


    Und dann spricht unsere Regierung vom Kostendämpfungsgesetz im Gesundheitssektor.



    LG


    Willi

    Auf Grund meiner aktiven Rückenschmerzen durch die Pflege für meine Frau, bin ich seit Mai 2012 in Behandlung. Ohne Erfolg.
    Es fing Anfang Mai 2012 an, als ich beißende Rückenschmerzen bekam und ich mich mit dem Notarzt ins Krankenhaus fahren
    ließ. Dort diagnozierte man mir Rückenverschleiß und Bandscheibenvorfall. Man veranlaßte MRT-Aufnahmen, die aber im Krankenhaus zur Zeit nicht ge-
    macht werden konnten,da die Installation eines neuen MRT-Gerätes im Gange war.
    Man gab mir sehr starke Schmerztabletten, die aber auch während der 8tägigen Einnahme halfen.
    Da ich jedoch 14 Tage vor dem gebuchten Urlaub stand, war guter Rat teuer.
    Ich telefonierte mit 6 Krankenhäusern und Kliniken in Norddeutschland und bekam dann im DIAKONIE-Krankenhaus in Flensburg
    einen Termin für 2 x MRT. Einmal HWS am 21.Mai und 1x LWS am 22.Mai. (3 KH sagten ab, weil ich kein Privat-Patient war)
    Gleichzeitig machte ich einen Termin bei einem Orthopäden in der Nordfriesischen Klinik in Niebüll für am 4.Juni.
    Zwischendurch hatten wir ja eine Ostseekreuzfahrt gebucht, die wir nicht mehr rückgängig machen konnten. Mit starken Schmerztabletten
    habe ich dann allse überstanden.
    Der Schreck kam, als der Orthopäde am 4.Juni nach einer gründlichen Untersuchung sagte, ich müßte mir die Hüfte röntgen lassen.
    Das war dann auch direkt in seiner Praxis geschehen. Das Ergebnis war dann enormer Hüftverschleiß.
    Der Orthopäde sagte mir, dass ich dringend Krankengymnastik und Bestrahlungen bräuchte, er mir diese aber nicht verschreiben dürfte, sondern
    nur mein Arzt am Wohnort.
    Dann habe ich anschließend meinen Orthopäden am Wohnort angerufen, er möchte doch bitte Rücksprache mit meinem Orthopäden am
    Urlaubsort halten und mir dann ein KG-Rezept schicken. Er sagte mir, ohne dass er mich vorher untersucht hätte ginge das nicht.


    Also machte ich einen Termin beim Orthopäden am Wohnort für den 28.Juni 2012.


    Dort gab ich dann auch meine kompletten Unterlagen (2x MRT-CD / 1x Röntgen Bandscheiben-CD / 1 x Röntgen Hüfte-CD) ab und bekam dann
    von meinem Orthopäden zu hören, dass die ganzen Unterlagen für ihn nicht relevant genug wären, er würde sich ein eigenes Urteil bilden.
    Jetzt war ich platt !!!!! Soll denn alles umsonst gewesen sein ???


    Innerhalb 5 Minuten bekam ich 1 Spritze und 1 Rezept für 10x KG. Das wars.
    Bei meinem nächsten Termin waren die Schmerzen immer noch da, aber schon weniger. Dann bekam ich ab 28.8. 6x Ultraschall-Reizstrom-Behandlungen.
    KG wollte er mir keine mehr aufschreiben. Klar, seine eigenen Geräte mußten ja ausgelastet werden.
    Auf jeden Fall, die Rückenschmerzen gingen nicht weg.
    Dann bekam ich am 26.9. Cortison-Tabletten, die muß ich jetzt noch bis 15.Nov.einnehmen.


    Mittlerweile ging ich zu meinem Hausarzt, dem ich erzählte, wie erfolglos die Behandlung durch den Orthopäden gewesen sei.


    Er empfahl mir, ein gutes Reizstrom-Tens-Gerät regelmäßig anzuwenden.


    Am 09.10. stellte er mir ein Rezept aus, für ein gutes Gerät der Firma VIVAtronic mit der entsprechenden detailierten Begründung und Diagnose.
    Am gleichen Tag brachte ich das Rezept noch zur KK. Die Sachbearbeiterin sagte mir, dass es nicht lange dauern würde.


    Am 19.10. kam das Gerät schon vom Sanihaus. Aber falsch. Man hatte mir ein billiges Gerät per Post geschickt.
    Nach Rücksprache mit der KK besteht eine Vereinbarung für ein Gerät zu einem Festpreis von 48,10 €


    Am 22.10. habe ich dann die Sachbearbeiterin im Sanihaus angerufen und gefragt, warum ich nicht das vom Arzt
    verschriebene Tens-Gerät bekomme. Das gelieferte Teans-Gerät war veraltet und hatte keine speziellen Rückenprogramme.
    Sie sagte, dass sie mir kein anderes geben dürfte. Sie sagte auch, das sie das verschriebene Gerät nicht kennen würde.


    Am 25.10. Nachdem die Sachbearbeiterin des Sanihauses dann doch einen Kostenvoranschlag für das verschriebene Gerät an die KK geschickt
    hat, wurde das gerät, was 130,50 € kosten sollte nicht von der KK genehmigt


    Am 29.10. (Heute) habe ich dann mit der KK gesprochen, wurde über 4 Mitarbeiterinen weitergereicht, aber keiner konnte mir helfen. Die Telefonate
    dauerten 90 Minuten.
    Ich bestand einfach darauf, dass ich das verschriebene Gerät bekomme.
    Die KK hatte nämlich den Fehler gemacht, dass sie mir keine Mitteillung gegeben hat, dass das verschriebene Gerät nicht zu diesem Preis
    genehmigt werden kann. Dies war aber die Pflicht der KK ( Ich hatte mich mittlerweile bei der Verbraucherberatung telf. erkundigt).
    Der 2.Fehler war beim Sanihaus. Die durften mir das gerät nicht schicken. In Jedes Hilfsmittel muß ein Patient vor Ort eingewiesen werden.
    Das ist auch nicht geschehen.
    Mittlerweile habe ich über das Internet recherschiert und festgestellt, dass ich das gerät für 79,36 € incl. Versand bei einer Apotheke in
    Niedersachsen bekommen konnte.

    Ich habe dann eben die KK angerufen und den Vorschlag gemacht, dass ich mir das Gerät übers Internet besorgen würde und die KK mir die
    KK-Übernahmekosten von 48,10 € erstatten würde.
    Das war nichts. Die KK hat einen Vertrag mit dem Sanihaus und muß das gerät über das Sanihaus zum Preise von 130,50 € beziehen.


    Ich muß also 82,40€ selber tragen. Die KK sagte mir jedoch, dass das Sanihaus dafür kostenlos die Ersatz-Pads liefern muß, so lange ich das
    Gerät habe.


    Nun bekomme ich Ende der Woche endlich das verschriebene Teans-Gerät. Hoffentlich.


    Jedenfalls habe ich mal wieder erlebt, wie eiseren man bleiben muß um seine medizinischen Rechte durchzusetzen.




    LG


    Matrose11

    An alle !!!


    Inkontinenzartikel ist so eine Sache.
    Immer wieder kommt es bei der Zuständigkeit der KK zu Meinungsverschiedenheiten.
    Da ich mich mit dieser Materie schon zu genüge auseinandergesetzt habe, glaube ich
    Euch dazu einige Hilfen geben zu können, die aus meine eigenen Erfahrungen kommen.


    Seid dem 1.8.2012 gibt es auch in NRW eine Inkontinenzpauschale-Regelung.
    An diese Pauschale braucht sich aber nicht jede KK zu halten. Es ist eine reine "Kann-Leistung"
    Das bedeutet: der Patient bekommt eine Pauschale von max.29,95 € als Kassenleistung für den
    Einkauf von z.B. Molicare-Mobile No2 Medium. Der von der KK festgesetzte Satz pro Höschen
    liegt bei 0,55€. Wenn der Patient also 2 Stück pro Tag braucht, zahlt die KK an den Lieferanten
    33.- abzgl. 3,05€ Zuzahlung. Die Zuzahlung ist vom Patienten selber zu tragen.


    Wenn ich natürlich eine preiswerte Qualität nehme, brauche ich keine Zuzahlung mehr zu leisten.


    So ist es mit allen Inkontinenzartikeln. Die Kassen zahlen einen Festbetrag pro Stück an den Lie-
    feranten. Dieser festbetrag ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich.
    Hinzu kommt, dass das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich abläuft.


    Viele Kassen haben Exclusivverträge mit einem Lieferanten abgeschlossen.
    Apotheken dürfen keine Inkontinenzartikel mehr über die KK abrechnen, wenn die KK einen
    Exclusivvertrag mit einem Lieferanten abgeschlossen hat. Somit ginge der Verkauf nur noch an
    Privat ohne KK.


    Man kann sich auch lt. SGB IX §17 den Pauschalbetrag den die KK an den Versorger/Lieferanten
    zahlt als Geldleistung von der KK auszahlen lassen und sich die Höschen seiner eigenen Wahl
    selber preiswert besorgen.


    Man kann also als Patient einen Antrag auf ein persönliches Budget für Inkontinenzartikel bei
    seiner KK stellen. Nach Genehmigung bekommt man das Geld für die halbjährliche Versorgung
    auf sein Konto ausgezahlt.


    Die Abwicklung geht einfach und schnell.


    Das ist meine Erfahrung bei meiner KK



    Wie gesagt, nur gültig für NRW !!!!!



    LG
    matrose11