abby05 hat ihre 81 jährige Mutter im März 2013 zu sich ins Haus geholt

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  • Eva hat ihre 81 jährige Mutter im März 2013 zu sich ins Haus geholt.

    Hallo und guten Abend :winke:

    Ich habe im Internet gezielt nach einem Forum für pflegende Angehörige gesucht und bin dabei auf Euch gestoßen,
    was mich sehr freut.
    Ich bin 51 Jahre alt und im März letzten Jahres hat mein Körper sich einen Zusammenbruch genommen. Ich war bis September 2012 krank, mit 5 Wochen Reha die mir sehr gut getan haben und arbeite seit dem 20 Stunden in meinem Beruf.

    Zu mir gehören noch mein Mann und zwei Border Collies, Abby und Leo.

    Mein Mutter ist 81 Jahre alt und seit 2000 Witwe. Sie lebte allein in einer 65m2 großen Wohnung die 200 km von uns entfernt war. Meine Brüder haben sich vor Ort um meine Mutter gekümmert, sie hatte eine Putzfrau
    die ihr auch ab und an etwas gekocht hat.

    Irgendwann stellte ein Neurologe die Diagnose Epilepsie. Die Medikamente halfen aber nicht wirklich und sie hatte immer wieder „ihre“ Anfälle. Da ich sie genauer beobachten konnte vermutete ich aber eher Parkinson. Irgendwann holte
    ich sie zu uns und wir gingen hier zu einer Neurologin. Die Neurologin bestätigte meinen Verdacht, die Medikamente wurden umgestellt und es ging ihr deutlich besser.

    Zwei Mal im Jahr ging es ihr richtig schlecht, sie hat auch stark abgenommen (50kg) und ich holte
    sie dann für zwei bis vier Wochen zu uns. Dann ging es ihr meistens wieder gut und sie ist nach Hause gefahren.

    Wir habe schon immer gesagt sie solle zu uns in eine eigene Wohnung ziehen aber das wollte sie nicht und in ein Heim ja schon gar nicht.

    Meine Mutter ist auch Harn inkontinent. Im Februar diesen Jahres hatte sie eine Lebensmittelvergiftung, ist aber nicht zum Arzt gegangen. Dazu kam noch eine Blasenentzündung. Aber auch diese ließ sie nicht behandeln. Meine Brüder
    konnten in der Zeit nicht zu ihr fahren und haben bei meiner Mutter angerufen und auch da sagte sie nichts.

    Als mein Bruder dann wieder zu ihr gefahren ist war sie so schwach, dehydriert, dass sie nicht mehr laufen und kaum sprechen konnte. Sie war 14 Tage im Krankenhaus und wurde dann entlassen.

    Drei Tage war sie in der Kurzzeitpflege und dann haben wir sie, nach Rücksprache mit meiner Mutter und meinen Brüdern mit zu uns nach Hause genommen. Eine Pflegestufe hat sie nicht bekommen.

    Sie hat oben im Haus ein eigenes Zimmer (in dem allerdings noch meine Sachen stehen) und ein eigenes Bad. Ihre alte Wohnung muss noch aufgelöst werden.

    Sie hat seit März etwas zugenommen ist aber sehr wackelig und unsicher auf den Beinen. Spaziergänge sind nur mit Rollator möglich und sie dürfen 30 Minuten nicht überschreiten.

    Letzte Woche Sonntag sind wir das erste Mal ordentlich aneinander geraten.
    Ihr ist zu kalt
    Ihr ist zu warm
    Sie braucht regelmäßig zu bestimmten Zeiten ihr Essen. (Bisher ging es aber
    auch so)
    Sie findet es nicht gut, dass sie so oft und lang alleine ist. ( War sie ja vorher auch nicht, nee ist klar)
    Neuerdings nerven die Hunde sie. (Sie streichelt und füttert sie aber regelmäßig)
    Wenn ihr etwas nicht passt guckt sie mich nicht an und sie spricht nicht mit mir.
    Sie versucht mich psychisch unter Druck zu setzen mit dem was sie sagt.
    Sie fängt an mir patzige Antworten zu geben……
    Als ich mit ihr reden wollte hat sie mich aus dem Zimmer geworfen….

    Ich merke dass meine Kräfte schwinden, ich sehr gereizt reagiere wenn mein Mann mich anspricht und ich fange an, meine
    Hunde anzubrüllen (schäm).

    Ich möchte hier im Forum erst mal nur lesen, lesen wie es anderen geht und vor allen Dingen wie sie mit den Situationen umgehen. Was machen sie wenn derUrlaub vor der Tür steht usw.

    Liebe Grüße, Eva
  • Guten Morgen Eva,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Mein erster Gedanke war beim lesen Deiner Worte, dass Deine Mutter eventuell die Medikamente nicht gut tun, die sie ein nimmt. Ein weiterer Gedanke war, dass sie inzwischen kräftig genug ist, Grenzen aus zu testen, wie weit sie bei Dir/Euch gehen kann, wie viel Macht sie hat Euch gegenüber.

    Es kann sich auch eine Parkinsondemenz entwickeln, die das Miteinander erschwerlich macht.

    Demenz bei Parkinson – Krankheiten – Lifeline.de


    Für Urlaubszeiten gibt es ohne Pflegestufe fast nur eine Möglichkeit, Deine Brüder müssten sich abwechseln und in Euer Haus kommen für diese Zeit, oder die Mutter zu sich holen. Wenn Ihr es gemeinsam finanzieren könnt, wäre natürlich auch eine Kurzzeitpflegemaßnahme in einer Einrichtung möglich in der Hoffnung, Deine Mutter würde diesen "Urlaub" akzeptieren.

    Vielleicht ist ein Neuantrag auf Pflegestufe nun erfolgreicher, auch wenn nur PS 0 dabei raus käme wegen eingeschränkter Alltagskompetenz, so könntet Ihr wenigstens diese dafür vorgesehenen Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen.

    Dass es Dir mit diesem Verhalten Deiner Mutter nicht gut geht, kann ich mir lebhaft vorstellen. Würde Deine Mutter denn verstehen können, wenn Du ihr erklärst, wie es Dir geht im Moment?

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Brigitte ()

  • Hallo Eva,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Eva auch bei Parkinson treten viele Veränderungen auf. Die Pfleglinge beschimpfen einen, behaupten ganz fest Dinge und werden echt sauer, wenn man sie vom Gegenteil und der Wahrheit überzeugen will.
    Ich kenne das von meinem Schwiegervater und bewundere meine Schwiegermutter, wie sie damit umgeht, obwohl auch sie schon des Öfteren an ihre Grenzen gestoßen ist.



    Liebe Grüße Ines
    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich haben wollen.