Fluesch – unterstützt ihre Schwester seit 6 Jahren bei der Pflege ihre Mutter (Pflegestufe 2) nach einer Lebertransplantation (mit zahlreichen Komplikationen)

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  • Fluesch – unterstützt ihre Schwester seit 6 Jahren bei der Pflege ihre Mutter (Pflegestufe 2) nach einer Lebertransplantation (mit zahlreichen Komplikationen)

    Hallo,

    ich bin 28 Jahre alt und helfe meine Schwester, die
    hauptsächlich mit der Pflege meiner bettlägerigen Mutter (60) betreut ist. Vor
    mehreren Jahren wurde bei meiner Mutter Hepatitis C diagnostiziert, wenig
    später kam es zu einer Lebertransplantation, die leider viele Komplikationen
    nach sich zog. Meine Mutter war über ein Jahr lang im Krankenhaus, hatte in
    dieser Zeit mehrere Lungenentzündungen, einen Darmdurchbruch und lag zeitweise
    im Koma. Seit 5 Jahren ist sie nun Zuhause – sofern keine Akutbehandlung im
    Krankenhaus dazwischen kommt. Meine Schwester lebt alleine mit ihr, unser Vater
    ist gestorben, während sie damals nach ihrer Operation im Krankenhaus lag.
    Wegen meines Studiums wohne ich in der Stadt, besuche sie aber regelmäßig und
    telefoniere fast täglich mit ihr.

    Meine Mutter leidet momentan an einem Narbenbruch, der aber
    leider noch nicht operiert werden kann, weil sie zu schwach ist. Sie kann zwar
    kurze Strecken laufen, liegt aber die meiste Zeit im Bett. Da sie inzwischen
    schon so viel hinter sich hat, ist sie extrem ängstlich und Ärzten gegenüber
    misstrauisch. Sie beschäftigt sich die letzten Tage auch sehr intensiv mit
    ihrem Leiden und ist kaum abzulenken.. Das nimmt inzwischen zum Teil schon
    bedenkliche Züge an, weil jede kleine Fehlfunktion in ihrem Körper (z.B. ein
    Kribbeln im Fuß) für sie bedeutet, dass etwas Großes dahinter stecken muss
    (beispielsweise ein Gehirntumor). Sie ist dann einfach überzeugt, dass das bei
    ihr nur noch nicht festgestellt wurde, weil sie bisher nicht richtig untersucht
    wurde – ich kann ihre Ängste zum Teil sogar verstehen, weil wirklich sehr viele
    Fehler in ihrer Behandlung unterlaufen sind, aber sie macht sich selbst einfach
    damit verrückt und raubt sich Kraft, die sie an anderer Stelle bräuchte. Vor allem,
    weil die meisten dieser Symptome eben einfach nichts Schlimmes sind und nach
    kurzer Zeit wieder verschwinden.

    Ich erhoffe mir generell hier ein paar Tipps im Umgang mit
    solchen oder anderen Situationen zu finden, damit ich meine Mutter und vor allem
    auch meine Schwester unterstützen kann.
  • Guten Abend Fluesch,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Die Ängste Deiner Mutter basieren sicher auf den gemachten, negativen und traurigen Erfahrungen.

    Ich denke, man muss sie Ernst nehmen in ihrer Angst und vielleicht ist es hilfreich für Euch, wenn Ihr Euch mit dem Thema Validation befasst. Es ist eine Methode, die entwickelt wurde mit dementen Menschen wertschätzend umgehen zu können und zu kommunizieren. Unter Umständen würde diese Art der Kommunikation Deine Mutter etwas beruhigen.
    Im Netz findest Du auch Videos und Buchvorschläge zu diesem Thema.

    1. de.wikipedia.org/wiki/Validierung

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


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  • Hallo Fluesch,
    herzlich willkommen in unserer Gemeinschaft von pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden. Ich hoffe, Du wirst hier eine hilfreiche und auch schöne Zeit mit guten und anregenden Diskussionen verbringen.

    Da hat Deine Schwester ganz schön was um die Ohren. Schön, dass Du sie so weit es Dir möglich ist, unterstützt. Hier gibt es einige, die pflegebedürftige Angehörige mit mehrere schwerwiegenden Erkrankungen haben. Ein Austausch unter Gleichgesinnten ist da sicher möglich.

    Informationen, welche Funktionen Dir im Forum zur Verfügung stehen und wie Du diese nutzen kannst findest Du in der Hilfe. Wenn Du darüber hinaus Fragen hast, stelle diese bitte im Forum „Fragen zum Forum“. Unter dem folgenden Link findest du zudem ein Verzeichnis individueller Hilfetexte zu wichtigen Funktionen im Forum: Wie geht was im Forum?.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg im Forum.
    Viele Grüße
    Heike
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