Amanda unterstützt ihre 82jährige Mutter

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  • Ratschläge im Umgang mit meiner alten Mutter

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich bin 48 Jahre alt und lebe mit meiner 82 jährigen Mutter in einem Haus. Sie ist NOCH nicht ganz pflegebedürtig, aber im tägliche Leben sehr eingeschränkt und ich unterstütze sie, so weit ich kann.
    Leider hat sie eine starke Seitwärtsverkrümmung der Wirbelsäule (sog. Witwenbuckel) und damit viele Schmerzen.
    Durch ihre Schmerzen ist sie oft sehr übellaunig, und ich habe immer öfter Probleme im Umgang mit ihr.
    Sie ist selbst Arztwitwe, misstraut generell allen Ärzten und verweigert jede zusammenarbeit mit den Damen und Herren jener Zunft. Da ich selbst im Gesundheitswesen tätig bin und z.T. gute Beziehungen zu guten Fachärzten habe, habe ich schon mehrmals versucht ihr helfen zu lassen, was sie aber konsequent von sich weist.
    Frage, die sie mir selbst nicht beantworten will: Will sie Schmerzen haben? Oftmals werde ich leider recht ungeduldig, und um nicht ständig mit ihr zu schimpfen, beginne ich mich innerlich zurück zu nehmen.
    Aber es ist frustrierend zu wissen, das man für Hilfe bei Schmerzen helfen könnte, die Hilfe aber immer abgelehnt wird. Geichzeitig jammert sie mir aber auch ständig vor, wie schlecht es ihr geht.
    Wird mein Umgangston dann doch mal etwas harscher, fängt sie sofort an sich zu entschuldigen, was sie für eine Last ist, u.s.w. und ich habe dann sofort ein schlechtes Gewissen.
    Geht es anderen auch so? Und wie verhalte ich mich am Besten, so das ich sie unterstützen und ihr helfen kann ohne dabei selber verbiestert zu werden?
    Über Anregeungen und Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank
    Amanda
  • Hallo Amanda,
    herzlich willkommen in unserer Mitte.
    Schmerzen können einen auch wirklich übellaunig machen. Viele alte Menschen haben Angst, dass, wenn sie ihre Schmerzen behandeln lassen, duselig (so nennt man das bei uns, also müde, schwerfällig...) werden. Sie wissen ja nicht, dass es inzwischen wirklich gute Medikamente und auch Ärzte ;) gibt.

    Gegen die Arzt-Phobie Deiner Mutter kann man zumindest "auf die Schnelle" nichts machen. Hat sie denn schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht? Weißt Du überhaupt, warum sie die VertreterInnen der Zunft ablehnt?
    Kannst Du auf stur stellen und ihr Schmerzgejammer immer und immer wieder mit einem freundlichen "Dann geh doch zum Arzt, ich vereinbare gerne einen Termin für Dich." beantworten?
    Gibt es vielleicht Bekannte oder Freunde Deiner Mutter, die Dich unterstützen können, sie zum Arztbesuch zu bewegen?

    Viele Grüße
    Heike
  • Guten Abend Amanda,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Ich kenne auch einige sehr beratungsresistente Senioren und wenn es absolut Niemanden gibt, der Einfluss auf sie hat , muss man leider warten bis der Leidensdruck so hoch wird, dass sie helfende Berufsgruppen an sich ran lassen.

    Du hast leider nur die Möglichkeit im Moment Deiner Mutter eine ganz klare Ansage zu machen, dass Du kein Gejammer mehr hören willst, wenn sie keine Hilfe an nimmt.

    Dein Rückzug ist völlig okay, halte den Kontakt und die Kommunikation so am Laufen, dass Du aus dem Kontakt gehst, wenn Deine Mutter wieder jammert.

    Schreibe ihr die Telefonnummer der Hausarztpraxis oder des Notrufs auf, und sage ihr, dass sie unter dieser Nummer sicher Hilfe für ihre Schmerzen bekommt.

    Würde Deine Mutter eine Gehhilfe, Rollator oder Ähnliches akzeptieren? Ich kenne eine 94jährige Frau, die wenigstens, wenn sie sie raus geht, ihr altes Fahrrad nimmt, um sich daran fest zu halten.

    Es ist wirklich schwer zu ertragen, wenn sinnvolle Hilfe nicht angenommen wird.


    Liebe Grüssle


    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


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