Gesetzliche Betreuung

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  • Gesetzliche Betreuung

    Guten Tag,
    ich habe eine Frage zur Betreuung. Ich muss mich entscheiden ob ich die gerichtliche Betruung für meinen Vater übernehme. Ich frage mich aber ob es besser ist wenn das ein Profi macht.
    Gibt es da Erkenntnisse von anderen Angehörigen?
    Vielen Dank für Antworten
    Ilse

    Danke Frau Bones für das freischalten.
  • Hallo Ilse,

    vor 2,5 Jahren stand ich vor der Entscheidung, die Betreuung meiner Frau zu übernehmen. Sicher ist es nochmal etwas anderes, den Ehepartner zu betreuuen, aber vom Grundsatz her ist es gar nicht so viel anders. Als Angehöriger weis ich im Gegensatz zu einem Berufsbetreuer, was mein Schützling braucht und was nicht. Unnötiges wird nicht gemacht/angeschafft und dafür vielleicht Dinge, die dem Betreuten wichtig sind, der Berufsbetreuer dies jedoch nicht für so wichtig erachtet. Sicher macht eine Betreuung Arbeit, vor allem die Betreuung in Gelddingen, hier müssen Einnahmen und Ausgaben genau dokumentiert werden und regelmäßig der Betreuungsbehörde Rechenschaft darüber abgelegt werden.
  • gesetzliche Betreuung

    Hi,
    da meine Mutter in einer anderen Stadt , 120 km entfernt wohnt und eigensinnig ist, teilte uns ein Richter zunächst einen männlichen Betreuer zu. Meine Mutter verstand sich nicht so damit, weil er nichts unternahm. Sie bekam eine weibliche Betreuerin, die auch nicht viel tut. Meine Mutter bekommt ihre Post nicht mehr, sie hat keinen Überblick über ihr Girokonto (also wieviel Guthaben es aufweist). Die Betreuerin macht online-banking und gibt ihr 1 x im Monat die Auszüge, die meine Mutter mit ihren trüben Augen nicht lesen kann und die ihr auch nicht richtig erklärt werden. Da meine Mutter den Weg zur Bank nicht mehr schafft, ärgert sie das. Die Post bekommt sie 1 x im Monat (Reklame gar nicht).

    Ein Betreuer muss nicht unbedingt ein Profi sein (also extra für den Job ausgebildet sein), er ist auch wohl selten engagiert. Die Betreuerin wollte meine Mutter zwangsweise ins Altenheim einweisen lassen, was meine Mutter total ablehnt. Durch einen Rechtsanwalt hat meine Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen.
    Die Betreuerin hat alle nahen Nachbarn interviewt, wie sich meine Mutter so verhält und die Kritik hat die Betreuerin meinem Bruder zukommen lassen, also sie hat viel böses Blut gemacht.

    Wenn Sie sich mit ihrer Mutter verstehen und sich nicht viel streiten, dann machen Sie die Betreuung, abgeben können Sie das Amt immer noch.
    Liebe Grüße
    :by:
  • Hallo Ilse,
    ich finde auch, erst einmal ausprobieren und wenn es nicht klappt, kann immer noch Plan "B" - der Berufsbetreuer - einspringen.
    Meine Erfahrung ist, dass Angehörige sich oft schon lange um die Angelegenheiten kümmern, die sie dann auch bei einer gesetzlichen Betreuung regeln. Das "Tun" bekommt dann nur einen offiziellen Namen.

    Eigentlich sind alle Stellen verpflichtet, Antragsteller zu unterstützen und zu beraten. Hilfreich ist auch, einen Betreuungsverein (der Diakonie, Caritas oder so) aufzusuchen und sich dort beraten zu lassen. Dort sitzen auch Profis, die gut und gerne weiterhelfen.

    Ich würde mich freuen, wenn Du Dich bei uns als Mitglied registrierst. Du erhälst im internen Bereich des Forums einige weiterführende Informationen zum Betreuungsrecht und zu vielen anderen Bereichen, die mit der Pflege eines Angehörigen zu tun haben.

    Viele Grüße
    Heike
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