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Pflege meine Mutter (84 Jahre) Schlaganfall vor 7 Jahren, Niereninsuffizienz und Depression

  • Hallo liebe Forenmitglieder,
    ich bin momentan sehr verzweifelt, denn ich bin schon seit langer Zeit völlig erschöpft und die Hiobsbotschaften und Belastungen werden immer mehr statt weniger.
    Vor ca. 5 Jahren sind wir ins Haus meiner Eltern gezogen, weil sie etwas Unterstützung brauchten. Das Verhältnis war/ist gut, aber die Dauerbelastungen haben mich zu einem ziemlichen Wrack werden lassen.
    Mein LG ist vor 4 Jahren sehr schwer körperlich erkrankt und dazu noch schwer depressiv (Suizidgedanken) und hat auch noch andere schwere psychische Erkrankungen, wie sie im Laufe der letzten Jahre herausstellte.
    Dazu kommt, dass meine Eltern in den letzten 2 Jahren sehr stark abgebaut haben.
    Ich selbst (Ende 40) habe schon allein durch die Erkrankungen meines LG soviel durchgemacht, dass ich einem Burn out nahe bin und starke Erschöpfungssymptome habe.
    Jetzt waren vor knapp 2 Monaten beide Eltern zeitgleich im Krankenhaus. Mein Vater (Mitte 80) hat sich körperlich etwas erholt, aber meine Mutter hat sehr sehr stark abgebaut.
    Sie hat eine starke Niereninsuffizienz, isst kaum noch, ist sehr sehr schwach, will nicht trinken und fällt zusammen wie ein Kartenhaus. Mitte letzter Woche ist sie aus dem Krankenhaus entlassen worden, weil die Ärzte sagten, dass sie körperlich ihrem Alter entsprechend in Ordnung sei (die Nieren müßten häufiger kontrolliert werden) und sie ihr signalisieren wollten, dass sie an sie glauben.
    Sie ist stark depressiv, hat auch noch eine Skoliose (bekommt Tilidin 2 x 100 mg) und ist sehr schwach.
    Ihr Zustand ändert sich fast stündlich, manchmal glaube ich, das es etwas besser wird und 2 Stunden später sieht die Welt schon wieder anders aus. Es ist für mich nicht einschätzbar, was mit ihr los ist.
    Sie sagt, dass sie glaubt bald zu sterben. Das hat sie uns auch schon vor 3 Jahren gesagt und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll Sie hat große Ängste, ist aber auch gleichzeitig oft sehr aggressiv, behauptet vieles nicht zu können, was dann doch wieder geht sobald sie sich unbeobachtet fühlt.
    Mir setzt das alles psychisch sehr zu und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
    Daher habe ich mich hier angemeldet mit der Hoffnung mich hier austauschen zu können.
    Nach meiner bisherigen Erfahrung ist es eigentlich nur möglich sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliche Situationen schon einmal erlebt haben.
    Es sind harte Zeiten und ich weiß momentan nicht was richtig oder falsch ist.


    Liebe Grüße
    von sunshine45

  • Hallo Sunshine,
    habe gerade deinen Bericht gelesen und kann gut nachvollziehen,das du am Ende deiner Kraft bist.
    Wie sieht es mit Unterstützung aus durch Angehörige auch seitens deines Lg.
    Ist eine Pflegestufe festgestellt worden ,auch bei deinen Eltern?Pflegedienst,Kurzzeitpflege,Tageshaus...Du solltest dir drindends Freiräume verschaffen...
    sonst liegst du bald daneben und wer macht das dann...
    Lg Reivii ?(

  • Das liest sich echt dramatisch.


    Wer kann dich / euch unterstützen?


    Haben die Eltern schon eine Pflegestufe? Welche?


    Hat dein Partner eine PS? Wenn ja welche?


    Ist ein mobiler Pflegedienst im Boot?


    Ist schon mal Tagespflege angedacht?


    Hole dir schnellstens Hilfe zur Pflege, nehme dir Auszeiten, sonst liegst du daneben.


    Es ist aber ein erster Schritt, das du hier gelandet bist.


    Les dich ein und stell deine Fragen.



    Barbara50

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