Mehr als 40 % der Krankenhausabrechnungen sind fehlerhaft

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  • Mehr als 40 % der Krankenhausabrechnungen sind fehlerhaft

    Der Bundesrechnungshof veröffentlichte heute einen Prüfbericht, nach dem über 40% der vom MDK geprüften Krankenhausabrechnungen fehlerhaft sind.
    Bei diesen geprüftem Fällen können die Krankenkassen im Durchschnitt pro Fall mehr als 700 € vom Krankenhaus zurückfordern. Die Konsequenz für ein Krankenhaus, das so eine falsche Abrechnung tätigt, ist heute, dass die nicht gerechtfertigten Rechnungsbeträge zurück gezahlt werden müssen. Allerdings handelt es sich hier um dauerhaft hohe Beanstandungsquoten. Das zeigt, dass der Lerneffekt durch die Rückzahlung in bestimmten Krankenhäusern eher gering ausgeprägt ist.

    Solche Fehlabrechnungen kommen durch Fehlbelegung und das so genannte "Upcoding" zustande. Wenn dies wirksam eingeschränkt werden soll, muss der Gestzgeber eine zusätzliche Sanktion einführen.

    Denkbar wäre, dass zumindest die so genannte Aufwandspauschale von 300 € bei nachgewiesenen Abrechnungsmängeln auch von den Krankenhäusern an die Krankenkassen entrichtet wird. Bisher ist die Regelung so, dass nur die Kassen den Krankenhäusern eine Aufwandspauschale zahlen müssen, wenn sich ihr Verdacht auf eine Fehlabrechnung nicht bestätigt hat.

    Infos zum Hintergrund
    Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) prüfen im Auftrag der Krankenkassen Krankenhausfälle von gesetzlich Versicherten. Rund 10 % aller Krankenhausabrechnungen wurden im Jahr 2009 von den Gutachtern geprüft. Da reden wir schon von 2,3 Mio. Abrechnungsprüfungen.

    Für das Jahr 2009 wurde anhand dieser Prüfungen ein Rückforderungspotenzial für die Krankenkassen ermittelt, das je nach Bundesland im Durchschnitt zwischen 734 € und 937 € pro geprüftem Fall liegt. Hierin sind auch jene Fälle enthalten, die nicht beanstandet wurden oder die zugunsten des Krankenhauses korrigiert worden sind.

    Auf der Grundlage der von den MDK durchgeführten Prüfungen ergibt sich im Jahr 2009 ein Rückforderungspotenzial für die gesetzlichen Krankenkassen von mindestens 1 Mrd. €.

    Der Spitzenverband der Medizinischen Dienste (MDS) hat ein Informationspapier der MDK-Gemeinschaft mit Stand vom 22.11.2010 herausgegeben. Wer sich mal richtig über seine höheren Krankenkassenbeiträge und womöglich auch noch Zusatzbeiträge ärgern möchte, kann den Bericht hier herunterladen und lesen:

    Abrechnungsprüfungen der MDK in Krankenhäusern sind angemessen, wirtschaftlich und zielführend

    Mir kräuseln sich mal wieder die Haare....
    :cursing:
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