Altena: Hilfe bei häuslicher Demenz-Pflege kaum genutzt

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  • Altena: Hilfe bei häuslicher Demenz-Pflege kaum genutzt

    "Altena. Rein statistisch gibt es in Altena 300 Demenzkranke. Etwa 100 davon werden zu Hause betreut – oft von nahen Angehörigen. Die Tochter, die sich um ihre demente Mutter kümmert, oder die Ehefrau, die ihren erkrankten Mann versorgt, bewältigen als ständige Kümmerer einen anstrengenden Alltag.

    Für diese pflegenden Angehörigen gibt es in der Stadt ganz praktische Hilfe, um sie zu entlasten. Das Problem: Dieses Angebot wird nur wenig genutzt.

    Donnerstags im Luthercafé: Jede Woche betreuen dort ausgebildete ehrenamtliche Helfer stundenweise Demenzkranke. Für deren Angehörige ist das eine gute Gelegenheit, eine Pflege-Auszeit zu nehmen und ganz Alltägliches in Ruhe zu erledigen: zum Beispiel den Markt besuchen, zum Friseur und zur Bank gehen oder einfach nur mal bummeln.

    Die Zahl von 100 Demenzkranken in Altena, die zu Hause betreut werden, lässt auf viele pflegende Angehörige schließen, die von diesem Entlastungs-Angebot profitieren könnten. Allerdings: Derzeit werden nur vier Demenzpatienten regelmäßig im Lutherhaus betreut. Die Gruppe, die neun Plätze bietet, ist nicht mal zur Hälfte ausgelastet.
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    Obwohl die Demenz-Betreuung im Lutherhaus noch wenig genutzt wird, möchten die Johanniter in jedem Altenaer Stadtteil eine solche Gruppe aufbauen. Für Betroffene aus Dahle oder Evingsen, schätzt Martina Leo, sei das bisher einzige Angebot in der Innenstadt möglicherweise zu weit entfernt."


    Quelle: www. derwesten.de