Altenbericht: Schlechte medizinische Versorgung von Senioren.

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  • Altenbericht: Schlechte medizinische Versorgung von Senioren.

    "Ältere Patienten erhalten beim Arzt statt der benötigten medizinischen Maßnahmen oftmals lediglich eine Vielzahl verschiedener Arzneimittel. Das alarmierende Resultat: Senioren müssen oft viel zu früh in Pflege gehen.

    Der aktuelle Altenbericht der Bundesregierung mach deutlich, dass Senioren in Deutschland bei der medizinischen Versorgung zunehmend benachteiligt werden. Der Sozialverband VdK bemängelt angesichts der Ergebnisse des Altenberichts eine „verdeckte Altersdiskriminierung“, da den Senioren dringend benötigte Reha-Kuren und psychotherapeutische Behandlungen häufig vorenthalten und sie stattdessen mit Medikamenten abgespeist werden.
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    Ein weiterer Kritikpunkt des aktuellen Altenberichts in Bezug auf die medizinische Versorgungspraxis bei Senioren, ist der „fast sorglose Umgang mit mehreren Medikamenten“. So werden jedem fünften Patient im Alter über 70 Jahren durchschnittlich 13 Wirkstoffe oder mehr parallel verschrieben, oft ohne ausreichende Abstimmung und Koordination, erklären die Autoren des Altenberichts. Denn bei den Medizinern seien die „Kenntnisse über Wechselwirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen häufig mangelhaft“, so dass den Patienten - trotz des mit dem Alter und der Anzahl der Medikamente wachsenden Risikos unerwünschter Wechsel- und Nebenwirkungen - oft ein regelrechter Arzneimittel-Cocktail verschrieben wird. Ein 80 Jahre alter Patient nehme im Jahr durchschnittlich 1343Tagesdosen verschiedener Medikamenten zu sich, heißt es im aktuellen Altenbericht.
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    Ebenfalls problematisch ist nach Aussage des Altenberichts die psychotherapeutische Versorgung von Senioren. So würden psychische Probleme, wie Altersdepressionen und Demenz, von den Medizinern häufig als normale Begleiterscheinungen des Alterns betrachtet und weitgehend ignoriert.
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    Das Bundesgesundheitsministerium zeigte sich von dem Ergebnis des aktuelle Altersbericht jedoch wenig beeindruckt. Zwar nimmt die Bundesregierung die Hinweise auf eine unzureichende Rehabilitation von Älteren nach eigenen Worten „sehr ernst“, doch ein Umlenken von Seiten der Politik wird offenbart als nicht erforderlich betrachtet. Das Bundesgesundheitsministerium sieht in dem aktuellen Altenbericht keinen Grund, um den bisherigen Kurs zu korrigieren.
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    Je älter ich selbst werde, desto ungläubiger liest man sowas. 60 ist doch noch kein Alter ?! Und man kann sich drüber aufregen und doch nichts daran ändern... :chainsaw: :monster: :fahn:

    Falls euch die Info über den Medikamentencocktail aufhorchen läßt, könnt ihr hier noch mehr Interessantes zu diesem Thema lesen: Neu: Priscus-Liste - Viele Medikamente sind für Senioren ungeeignet