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Schwindel...

  • ...kann psychische Ursachen haben


    "Andauernder Schwindel, am Morgen am Abend oder den ganzen Tag: Für die Betroffenen ist dieser Zustand kaum zu ertragen. Die Ursachen für einen Dauerschwindel können sehr unterschiedlich sein. Oftmals liegen körperliche Beschwerden wie Nackenverspannungen vor. Doch genauso oft können auch psychische Belastungen oder Ängste der Grund für Schwindel sein. Ärzte der Schwindelambulanz des Bürgerhospital Stuttgart untersuchen derzeit die Gründe für Schwindelattacken. Dabei stellten sie fest, dass seelische Probleme ein häufiger Grund für Schwindel ist
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    Schwindel kann im Rahmen vieler psychischer Störungen auftreten, zum Beispiel bei Depressionen, Pyschosen und besonders bei Angst-Störungen....Viele Betroffene gehen immer und immer wieder zum Arzt, doch vielmals kann keine eindeutige Diagnose gestellt werden. Sie hangeln sich von Verdacht zu Verdacht. Mal wird den Patienten gesagt, es könne an Blockaden der Halswirbelsäule liegen, oder es bestünden Probleme im Herz-Kreislauf-System. Anderen wiederum wird mitteilt, sie litten unter Durchblutungsstörungen. Viele Patienten erhalten auch ganz einfach die Diagnose „ohne Befund“. So vergehen etliche Jahre, bis die Betroffenen erfahren, welche Gründe für die Beschwerden vorliegen. „Die meisten Patienten mit somatoformem Schwindel rennen von Verdacht zu Verdacht, machen eine überflüssige Therapie nach der anderen und schlucken viele unnötige Medikamente“, sagt Dr. Mark Obermann, Leiter des Schwindel-Zentrums in Essen. Für viele Menschen beginnt dann erst recht ein Kreislauf der Angst, denn die meisten haben Angst davor, dass eine ernsthafte Erkrankung die Ursache dafür ist. „Die Angst, etwas wirklich Schlimmes zu haben, wächst unaufhaltsam.“
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    Wirklich Schwindelfrei ist kein Mensch. Kein Mensch kann zu einhundert Prozent ganz gerade und ohne Bewegung stehen. Angstpatienten achten jedoch sehr genau darauf, wie ihre Körper hin und her gleitet. Jede noch so kleine Bewegung wird sehr genau registriert und als Schwindel gedeutet. Dadurch entsteht eine Spirale der Angst, die den Schwindel intensiviert und immer wieder aufs neue reproduziert. Das Schwindelgefühl kann jedoch nachlassen, wenn die Betroffenen abgelenkt sind und sich nicht zu sehr auf ihre eigenes Gleichgewicht konzentrieren. Wenn Betroffene beispielsweise in Form einer Psychotherapie erklärt bekommen, dass eine solche Spirale existiert, ist dies der erste Schritt, den Schwindel anzugehen...."


    Quelle und mehr: Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

  • "Ein Drittel aller Menschen über 65 Jahre stürzt mindestens einmal im Jahr. ...Etwa 20 Prozent der Betroffenen fallen so unglücklich, dass sie sich schwerwiegende Verletzungen zuziehen und auf Dauer pflegebedürftig werden. ...
    Stürze ziehen jedoch nicht nur körperliche Schäden nach sich, sie können auch soziale und seelische Folgen haben. Denn aus Angst erneut zu fallen, bleiben viele ältere Menschen zu Hause. Dieser Rückzug führt dazu, dass die Betroffenen unter Einsamkeit leiden, depressiv werden und sich mehr und mehr isoliert fühlen.


    „90 Prozent der Stürze sind lokomotorisch bedingt. Das heißt sie ereignen sich in der Bewegung – meistens beim Aufstehen aber auch beim Laufen. Nicht selten sind sie Folge einer Störung des Gleichgewichtssinnes“, erklärt Privatdozent Dr. med. habil. Leif-Erik Walther, Hals-Nasen-Ohren-Facharzt aus Sulzbach im Taunus. „Dahinter können sich aber auch weitere Erkrankungen verbergen, die vom HNO-Arzt interdisziplinären Weitblick erfordern: zum Beispiel Muskel- und Gelenkerkrankungen, neurologische Störungen wie ein Morbus Parkinson oder Stoffwechselerkrankungen wie etwa ein Diabetes mellitus“, erläutert Dr. Walther im Vorfeld der Fortbildungsveranstaltung in Mannheim.


    Darüber hinaus führten altersbedingte Strukturveränderungen des Gleichgewichtsorganes dazu, dass sich kleine Kristalle im Gleichgewichtsorgan lösen – sogenannte Otokonien. Sie können einen sehr heftigen Drehschwindel auslösen. Dieser gutartige Lagerungsschwindel ist eine typische altersbedingte Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. „Bei den betroffenen Patienten muss schnell die richtige Diagnose gestellt und zügig eine effektive Therapie eingeleitet werden, da die Sturzgefahr bei Schwindelerkrankungen extrem erhöht ist“, sagt der HNO-Facharzt. Nach einem einmaligen Sturz fallen etwa 70 Prozent der Patienten erneut, wenn keine prophylaktischen oder therapeutischen Maßnahmen ergriffen würden, so Dr. Walther. Um ein bestehendes Risiko für Stürze zu erfassen, eignet sich beispielsweise der sogenannte Tinetti-Test. Dabei prüft der Arzt Gleichgewicht und Fortbewegung des Patienten. Anhand dessen lässt sich das individuelle Sturzrisiko ausdrücken. "


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