Sirod versucht ihre Eltern zu unterstützen

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  • Sirod versucht ihre Eltern zu unterstützen

    Hallo liebe Foris!

    Ich bin 45 Jahre alt und versuche mich gerade, zusammen mit meiner Tante, um meine Eltern zu kümmern, die nach einem Krankenhausaufenthalt meiner Mutter Hilfe brauchen. Für mich ist das sehr schwierig, da ich auf Grund einer psychischen Erkrankung nicht sehr belastbar bin und der Kontakt zu meinen Eltern schon immer problematisch für mich war. Ich bin berentet und habe einen GdB von 80%.

    Meine Eltern sind 81 und 86 Jahre alt. Mein Vater hat im vergangenen Jahr geistig und körperlich sehr nachgelassen und klagt häufig über sein schlechtes Kurzzeitgedächtnis. Zum Glück hat er das Autofahren jetzt eingestellt. Meine Mutter hat bisher alles gemanagt, bis sie Ende September mit einer akuten Herzinsuffizienz und beginnender Lungenentzündung ins Krankenhaus kam. Dort hat sie zusätzlich erhebliche geistige Einschränkungen und vor allem Ängste entwickelt. Während sie sich körperlich eigentlich ganz gut erholt hat, gestalten sich ihre kognitiven Einschränkungen und die damit verbundenen Ängste immer mehr zum Problem. Es begann damit, daß sie den Sozialdienst vom Krankenhaus nicht vertraut hat und wir dadurch keine Pflegestufe im Schnellverfahren bekamen. Die mußte jetzt nachträglich beantragt werden. Die Zeit bis zur Genehmigung wird mit einer Verordnung vom Hausarzt überbrückt. Der Pflegedienst kommt, allerdings gibt es keine Hilfe für den hauswirtschaftlichen Bereich. Das hat alles meine Tante organisiert, die vor Ort wohnt. Sie kümmert sich auch um die Einkäufe und Arztbesuche. Ich wüßte gar nicht, was ich ohne sie machen sollte. Ich wohne zusammen mit meinem Mann, der im Sommer eine Psychose hatte und dadurch gar keine Hilfe leisten kann, etwa 100km entfernt. Dummerweise bin ich auch noch Einzelkind und habe keine Geschwister. Meine Eltern wohnen noch im eigenen Haus und möchten da natürlich auch bleiben. Das Haus ist eigentlich recht altengerecht gebaut, allerdings nicht behindertengerecht. Wenn es mit dem Laufen nicht mehr klappt, wird es problematisch.

    Mir bereitet zur Zeit am meisten die geistig-psychische Verfassung meiner Mutter Sorgen. Sie blockt aus Angst und Überforderung alles ab. Zur Zeit hat sie irrationale Ängste zu essen. Irgendwer hätte ihr gesagt, sie solle wenig essen. Sie kann sich aber nicht mehr daran erinnern, wer das war. Im Krankenhaus hat sie schon 6kg abgenommen, deshalb wäre es eigentlich gut, wenn sie essen würde. Leider ist sie rational nicht erreichbar. Sie hat sich geweigert den Essensplan anzukreuzen und will sich auch partout nicht wiegen lassen. Mein Vater ist völlig überfordert von ihrer alles abwehrenden Haltung und daß sie überall Gefahren sieht und Angst hat, daß irgendwas schief läuft. Keine Ahnung, wie lange er das noch aushält. Vielleicht wäre ein Neurologe sinnvoll, ich fürchte nur, daß sie das auch ablehnen wird, weil ihr das zu viel ist. Zur Zeit bin ich sehr ratlos und weiß nicht, wie es weitergehen soll.

    Ich hoffe, daß ich ein paar Tips im Umgang mit den geistigen Einschränkung meiner Mutter im Forum finde und andere Betroffene, damit ich mich damit nicht so allein fühle.

    liebe Grüße,
    Sirod
  • Herzlich willkommen liebe Sirod hier in unserem Forum. Fühl dich wohl in unserer Runde :sprech: .

    Ich habe deinen Beitrag kurz überflogen. Komme erst heute Abend dazu, dir näheres zu schreiben, da ich in den Dienst gehe.
    Lies dich einfach quer, evt. l findest du schon Hilfe.
    Bis später.
    Liebe Grüße Evmi :hut:
    ........wer nicht genießt, wird ungenießbar !!! :gcake:

  • Hallo Sirod,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum .

    So rein aus dem Bauch heraus, es sollte Jemand bei Deinen Eltern mit einziehen, oder in direkter Nähe leben.

    Deiner Tante wird es sicherlich auch über den Kopf wachsen, ich gehe davon aus, dass sie auch nicht mehr die Jüngste ist.

    Die Kosten für die Betreuung Deiner Eltern wird auch mit einem Rundumversorgungspaket auch mit bestehender Pflegestufe ein paar Euro kosten.

    Ich hoffe sehr, dass Ihr Alle Aufgaben gut geregelt bekommt.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brigitte ()