Sonja unterstützt gemeinsam mit Schwester die Eltern

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    • Sonja unterstützt gemeinsam mit Schwester die Eltern

      Hallo zusammen,

      mein Name ist Sonja, ich bin 33 Jahre alt, in einer Partnerschaft und voll berufstätig.
      Mein 78-jähriger Vater leidet an Demenz im Anfangsstadium (Pflegegrad 3), meine 72-jährige Mutter ist mit der Situation ziemlich überfordert und am Rande eines Nervenzusammenbruchs.
      Meine 38-jährige Schwester wohnt mit ihrer Familie im Hause meiner Eltern, ich wohne ca. 15 Minuten davon entfernt.

      Die Situation ist schon seit längerem sehr schwierig und belastend, da unter anderem auch Streit innerhalb der Familie (4 weitere Halbgeschwister) sowie ungelöste Konflikte zwischen den Eltern im Raum stehen.
      Meine Mutter kommt nun überhaupt nicht damit klar, dass mein Vater mehr und mehr auf Hilfe angewiesen ist, da sie selbst auch schon seit langem über ihre Kräfte gehaushaltet hat. Sie ist mittlerweile auch schon in psychiatrischer Behandlung, um mit der Situation etwas besser klarzukommen.
      Leider streiten die beiden sich auf übelste Weise tagtäglich wegen Nichtigkeiten. Meine Schwester ist mit dem dritten Kind schwanger und braucht im Moment auch mehr Zeit für sich. Zudem sind im und ums Haus noch sehr viele Sachen zu erledigen / offizielle Sache zu regeln, um dich sich früher die Eltern gekümmert haben. Mein Vater macht zur Zeit eigentlich nicht viel mehr als Zeitung lesen und Fernsehen, meine Mutter erledigt alles, was ihr möglich ist. Trotzdem bleibt natürlich viel liegen. Ich versuche, so gut wie möglich mit zu helfen, aber da ich ca. eine dreiviertel Stunde entfernt arbeite, ist es mit der Zeit bei mir auch nicht so üppig. Alles in allem also eine ziemlich verkorkste Situation, die durch die seit kurzem einmal wöchentlich stattfindenden Besuche meines Vaters in einer Tagespflegeeinrichtung immerhin etwas erleichtert werden.

      Allerdings habe ich seit längerem das Gefühl, dass alles "den Bach runter geht" und die häusliche Situation bald eskalieren könnte.
      Deshalb bin ich nun auf der Suche nach Entlastungsangeboten für meine Mutter und erhoffe mir im allgemeinen hier ein paar gute Ideen, Tipps und den Austausch mit Betroffenen (auch wenn ich gleich schon vorwarnen muss, dass ich ein sehr unregelmäßiger Schreiber bin - bitte nicht böse nehmen ;) )

      Auf jeden Fall möchte ich mich schon einmal für dieses Forum bedanken, allein die Gewissheit, dass ich nicht allein in einer solchen Situation bin, tröstet schon sehr :)

      Liebe Grüße
      Sonja
    • Herzlich willkommen im Elternpflegeforum liebe Sonja.

      Vielleicht ist es möglich, dass für die Eltern regelmässig Einsätzeit der organisierten Nachbarschaftshilfe mit einbezogen werden in den Alltag und für Schwester und Eltern eine Haushaltshilfe, die auch im Garten hilft dazu kommen könnte?

      Für den Vater vielleicht auch reine Besuchsdienste durch Kirche oder Kommune zur Gesellschaft und einem Spaziergang?

      Einfach ist die Gesamtsituation sicher nicht, deshalb holt Euch alle Hilfe dazu, die Ihr bekommen könnt, auch wenn sie Geld kostet. Nachbarschaftshilfe kann über die erhöhte Betreuungsleistung abgerechnet werden mit der Pflegekasse.

      Ich hoffe sehr für Euch, dass Ihr die passenden Helfer schnell findet.

      Liebe Grüssle und alles Gute für Euch

      Brigitte
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      Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung