Zu viele Demenzerkrankte erhalten im Heim Psychopharmaka

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    • Zu viele Demenzerkrankte erhalten im Heim Psychopharmaka

      Um es gleich zu Beginn klar zu stellen: Psychopharmaka werden im Heim grundsätzlich nur aufgrund ärztlicher Verordnung gegeben. Doch für eine Pflegekraft ist es nicht schwer, einen Hausarzt von der Notwendigkeit der Gabe von Psychopharmaka zu überzeugen. Da hilft auch der Grundsatz nichts, dass Ärzte verpflichtet sind, Neuroleptika bei Demenzerkrankten nur dann einzusetzen, wenn es […] Weiterlesen: pflegeberatung-aachen.de/zu-vi…n-im-heim-psychopharmaka/
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    • Guten Morgen,

      ich glaube, dass ganz allgemein viel zu viel Psychopharmaka von den Ärzten verschrieben wird!

      Als ich diesen einen schlechten Tag im Krankenhaus hatte, von dem ich heute ganz genau sagen kann, warum es dazu kam, wollte mir die Neurologin ja auch unbedingt Mirtazapin verpassen!
      Bin nach wie vor entsetzt darüber, wie leichtfertig Ärzte damit umgehen.

      Und bei Demenzpatienten ist es natürlich ja so "einfach"!!! Werfen wir denen ein paar Pillen rein und sie werden ruhiger!!!
      Pustekuchen'!!!!!! Auf Dauer ja wohl der ganz falsche Weg.

      Ach menno, könnte mich schon wieder fürchterlich aufregen.

      Wünsche trotzdem allen einen schönen Maianfang.
      Ute
    • Stimmt leider Heike,

      aber----ohne die Gabe dieser Medikamente wird bei dem personellen Engpass der leider Derzeit überall herrscht, wahrscheinlich Vieles noch mehr aus dem Ruder laufen. Solange es hier keine gesetzliche, klare Regelung gibt, wird es so weiter laufen.

      Ich wundere mich schon lange darüber, was so einfach und schnell so verordnet wird.

      Traurige Grüssle

      Brigitte
      Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
      Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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      Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


    • Ich glaube das liegt auch an dem Arzt, der das verordnen soll.

      In der Wohngruppe von meinem Vater ist ja die Mutter von einer damaligen Freundin von mir. Die hat Alzheimer- Demenz und ist sehr aggressiv. Die prügelt wirklich ohne Grund auf die Bewohner und auch auf die Pfleger ein. Sie wandert ganz viel rum. Tag wie Nacht. Mein Vater schließt schon immer sein Zimmer ab, aber das Tür rütteln macht ihn trotzdem wach.

      Nachdem sie dann ins Krankenhaus musste, weil sie auf einmal nicht laufen konnte, dachten wir schon, dass sie nun doch etwas bekommen hat. Aber nein. Kurze Zeit später war sie wieder ganz flink zu Fuß oder manchmal auch mit dem Rollstuhl unterwegs.

      Der Arzt im Pflegeheim sieht keinen Bedarf ihr was zu geben, obwohl es gerade nachts nicht schlecht wäre, wenn die Bewohner und auch Pfleger mal etwas zur Ruhe kommen könnten bzw. die Pfleger die liegen gebliebenen Dinge erledigen könnten.

      Aber der Arzt ist ja auch der Meinung, dass wir den Pflegegrad 5 für meinen Vater zu unrecht haben bzw. damals die PS 3. Weil wir das ja auch beeinflussen können, was der MDK entscheidet.


      Liebe Grüße Ines
      Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich haben wollen.
    • Überrascht mich nicht (mir schon lange bekannt).

      Und wenn ich über die schlechten Pflegeheime (also nahezu alle) spreche, kommen mir alle möglichen Leute blöd.
      Dieses Tatsache ist nur ein Teil der unhaltbaren zustände in Pflegeheimen.

      Ist doch klar: Wenn man die Leute ruhigstellt (chemische Fixierung), hat man weniger Arbeit.
      (Und die dümmsten/am schlechtesten gebildeten Pflegekräfte fordern am schnellsten von den Ärzten Pillen.
      Und die Ärzte verschreiben das auch schnell, weil sie Ruhe [vor den Pflegetanten] haben wollen, denn auch sie haben pro Woche pro zu Pflegenden ca. 3 Min. Zeit bei der Heimvisite [z.B. 30 Min. + Fahrzeit für 10 betreute Patienten im jew. Heim.])

      Das viele Pflegekräfte und Pflegedienstleiter ausgebrannt, abgestumpft und empathielos sind, ist bei der Personalunterbesetzung (nur 25% von eigentlichen 100 nötigen Prozent) kein Wunder.

      Macht Euch nix vor: Kaum einer in diesem Pflegesystem ist an den Menschen interessiert. Das Interesse ist höchstens theoretisch oder "man würde gern, wenn man könnte".

      Es geht nahezu allen Beteiligten vor allem um's Geldverdienen!


      (Und es geht hier nicht um Schwerstdemente, die völlig verrückt agieren - sondern um Menschen, die anstrengend sind, weil sie viele Probleme haben. Das paßt halt nicht zu operflächlichem schnell schnell satt & sauber und Fressehalten [damit die Hunderter und Tausender monatlich leistungslos als sogenannte "Invetitionskosten" von den zu Pflegenden ergaunert werden können].)


      Jetzt gibt's gleich wieder Schelte von unseren Sozialromantikern...
      (Und möglicherweise von den Schafen, die wieder die Argumente finden, warum der arme Schlachter sie killen muß. Es sind ja alle Schlachter so toll und leistungsbereit, und sie meinen es nur gut, und wer denkt an die [armen] Kinder [des Schlachters]...)


      Gruß,
      snase
    • snase schrieb:


      Ist doch klar: Wenn man die Leute ruhigstellt (chemische Fixierung), hat man weniger Arbeit.
      (Und die dümmsten/am schlechtesten gebildeten Pflegekräfte fordern am schnellsten von den Ärzten Pillen.










      @Snase: Du hast keine Ahnung!


      Claudia, die heute Nacht 9 Stunden Sitzwache am Bett einer Patientin durchgeführt hat, während du friedlich geschlummert hast
      Der Weg ist das Ziel
      Konfuzius
    • Guten Morgen @claudia,

      es ist in der Tat schwer, sich vor zu stellen, wie es sich anfühlt, im Dienst nicht die Zeit für den Einzelnen zu haben, die er bräuchte und auf der anderen Seite für Sicherheit sorgen zu müssen.
      Toll, dass Du diese Zeit hattest.
      Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde oft mit Personaleinstellungen gespart, heute gibt es nicht mehr genügend Fachkräfte.
      Meine Generation ist da schon ziemlich gekniffen, wenn sie Pflege und Betreuung braucht, kaum aus zu denken, wie es für die nachkommenden Generationen aussehen wird.

      Megatraurig Grüssle

      Brigitte
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    • Snase Du bekommst sicher nicht Alles mit, was-wo-wie genau abläuft. Und Crashkurs zur Pflegefachkraft würde nur gefährliche Pflege provozieren. Ich habe meine drei Jahre Ausbildung mit einem Jahr Vorpraktikum eher noch als zu kurz empfunden , weil einfach selbst in dieser Zeit nicht absolut Alles abgedeckt werden konnte, was letztendlich an Wissen und Können vorhanden sein sollte.

      Du beginnst schon wieder Deine ständige , persönliche Unzufriedenheit , ungerecht auf Andere zu übertragen.

      Gute Besserung

      Brigitte
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    • Hallo zusammen,
      den Beitrag, auf den sich diese Antwort bezieht,

      Brigitte schrieb:

      Du beginnst schon wieder Deine ständige , persönliche Unzufriedenheit , ungerecht auf Andere zu übertragen.
      habe ich in die "persönliche Ecke" von snase verschoben: Sammlung: Was unser Mitglied "snase" zum Thema professionelle Pflege, ambulanter Pflegedienst und Pflegeheim denkt
      Viele Grüße
      Heike
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