Pflege meiner Mama nach Hirnblutung

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  • Pflege meiner Mama nach Hirnblutung

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Ann-Christin, ich bin 26 Jahre alt und arbeite als Gesundheits- und Krankenpflegerin in einer Zentralen Notaufnahme. Meine Mama hatte im November 2014 mit 50 Jahren eine Hirnblutung nach Hunt und Hess Grad V durch ein geplatztes Aneurysma. Als ob dies nicht gereicht hätte, folgten beidseitige Posteriorinfarkte, die das Sehvermögen sehr in Mitleidenschaft gezogen haben.
    Seit März 2015 ist meine Mama wieder zu Hause. Ihre Eltern, also meine Oma und mein Opa, und ich kümmern uns 24 Stunden 7 Tage die Woche um sie. Auf den ersten Blick könnte man meinen, wir seien eine ganz "normale" Familie. Jedoch ist durch die Hirnblutung Muttis Kurzzeitgedächtnis komplett gelöscht. Und durch die Infarkte im Sehzentrum sieht sie nur sehr wenig. Daraus resultiert ein sehr unsicheres und wackeliges Laufen.
    Ich habe mich hier angemeldet, um vielleicht Leute zu finden, die in einer ähnlichen Situation sind...ich stelle mir oft die Frage, wie es weiter gehen soll. Man macht sich so viele Gedanken- wie geht es mit Oma und Opa weiter, da sie auch nicht mehr die Jüngsten sind. Wie geht es mit meinem eigenen Leben weiter? Aber vor allem, wie macht man für Mama das Beste daraus?
  • Guten Abend Ann-Christin,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Das ist eine sehr traurige Entwicklung für Deine Mutter und Euch Alle. Sicher kommt Ihr bald an einen Punkt, an dem Ihr Auszeiten dringend braucht. So eine intensive rund die Uhr Betreuung innerhalb der Familie ist sehr schwer zu leisten auf Dauer, auch mit Deinem fachlichen Hintergrund.

    Habt Ihr die Möglichkeit, einer Pflegekraft einen Raum zur Verfügung zu stellen und könntet Ihr den Tag mit mehreren Helfern(innen) abdecken, so daß jeder von Euch ausreichend Freiraum bekäme?

    Deine Großeltern sind bei aller Liebe sicher auch nicht mehr so sehr belastbar und Du bist beruflich eingespannt.

    Versucht , Euch so viel Hilfe wie möglich mit an Bord zu holen, um Eure Kraft noch lange zu erhalten.

    Wenn Du konkrete Fragen oder Diskussionsbedarf hast, eröffne bitte ein neues Thema, wenn Du Dich ein wenig umgeschaut hast, wirst Du die richtigen Bereiche erkennen.

    Liebe Grüssle und weiterhin viel Kraft

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


  • Hallo liebe Ann-Christin!

    Es ist so traurig, was es für Schicksale gibt... (Ich fühle mit Euch!)

    Überleg' Dir, was für Dich wichtig wäre, wenn Du in Mutters Situation wärst. Ich vermute jede Zuwendung und jede Hilfe im Alltag ist willkommen. Je nach Charakter wird man sehr dankbar sein, wenn man geliebt und umsorgt wird.

    Ob ein eigenes Leben noch möglich ist, wie es andere (ohne Pflegefälle) haben, weiß ich nicht. Vermutlich nicht.
    Das sind natürlich keine schönen Aussichten, insbesondere, wenn man noch so jung ist, wie Du.
    Ich möchte Dir nicht den Mut nehmen, das Leben ist eben leider oft so, wie es ist; die Natur macht es einigen von uns ziemlich schwer.

    Man kann nur hoffen, das genug mitfühlende und mitmachende Angehörige und Freunde da sind, die einem die Last erleichtern. (Oft ist das wohl nicht so.)

    Freiräume Schaffen ist sicherlich wichtig, für mich weiß ich aber auch nicht, wie das gehen soll. Daher empfinde ich diese Ratschläge oft als realitätsfremd. Mag aber in manchen Pflegekonstellationen gehen.

    Ich drücke Dir die Daumen und wünsche viel Kraft,
    snase