carekonzept pflegeberatung

Beratungsbesuch einmal halbjährlich durch zugelassene Pflegeeinrichtung - 15 Pflegedienste angerufen, keine Termine bekommen!

  • Hallo,


    seit 2. März ist meine Mutter in Pflegestufe 1 eingeordnet. Ich als Tochter habe die Pflege übernommen, die problemlos läuft.


    Bis 31.12. besteht laut Bewilligungsbescheid der Landwirtschaftlichen Pflegekasse "die Verpflichtung, ... mindestens einmal halbjährlich einen Beratungsbesuch einer zugelassenen Pflegeeinrichtung (Sozialstation oder privater Pflegedienst) oder anerkannten Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen".
    Seit Tagen telefoniere ich die "gelben Seiten" durch, mit dem Ergebnis, dass von 15 mittlerweile angefragen Sozialstationen und privaten Pflegediensten in 15 km Umkreis k e i n e r bereit ist uns aufzusuchen ("8 km zu weit", "keine Termine mehr" "nicht dafür zugelassen" usw.). Selbst die Pflegekasse ist angeblich nicht in der Lage mir zugelassene Pflegedienste (die den Auftrag auch ausführen) zu nennen.
    Wenn ich bis 31.12. diese Beratung nicht nachweisen kann, entzieht man meiner Mutter das Pflegegeld!!!


    Da kam mir heute Nacht ein Verdacht: Wer keinen Pflegedienst für die Pflege als solches in Anspruch nimmt bekommt keine Beratung und dann auch kein Pflegegeld mehr. Sollen damit Familienangehörige aus der Pflege gedrängt werden zugunsten von Pflegediensten?
    Wer hat Erfahrung mit diesem Beratungsbesuch?
    Wie sieht das eigentlich rechtlich aus? Ich bin verpflichtet einen Beratungsbesuch in Anspruch zu nehmen, sind dann nicht auch Pflegedienste verpflichtet diesen Besuch zu machen?


    Vielen Dank für Informationen!

  • Hallo Uddi,
    das Problem ist wohl, dass die Pflegedienste für den Beratungsbesuch nur 22 € inkl. allem bekommen. Das lohnt wirklich nicht. Die meisten machen das zur Kundenaquise. Du solltest daher mal in Deiner Nachbarschaft schauen, ob und wenn ja, welcher Pflegedienst da vielleicht sowieso unterwegs ist. Den würde ich dann anrufen. Der macht das dann sozusagen "auf der Tour" und die 22 € sind dann nicht mehr ganz so wenig Geld.
    Eine Verpflichtung, diese Besuche zu machen, gibt es m. W. nicht. Allerdings muss die Pflegekasse Dich unterstützen, eine Lösung zu finden.
    Teile der Pflegekasse Dein Problem schriftlich mit und bitte um Hilfe bei der Vermittlung eines Dienstleisters, der den Besuch bei Deiner Mutter durchführt. Bestehe auf einer schriftlichen Antwort bzgl. der Angelegenheit. Damit Dui nicht Dienste genannt bekommst, die Dir bereits abgesagt haben, führe diese einfach in Deinem Anschreiben als nicht infragekommend auf.
    Viel Erfolg
    Heike

  • Hallo,
    als meine Mutter Pflegestufe 1 hatte - da lebte sie noch alleine in ihrer Wohnung - kam einmal im halben Jahr jemand von der Caritas vorbei und erledigte die Formalitäten.
    Als es einmal angelaufen war, kamen sie jeweils nach dem halben Jahr wieder.

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