Muschelsucherin pflegt seit 4 Jahren ihren Partner

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  • Muschelsucherin pflegt seit 4 Jahren ihren Partner

    Hallo liebe Forenmitglieder,
    ich bin 60 Jahre alt und lebe mit meinem Partner in Ostseenähe abseits auf einem Hof.
    Mein Lebensgefährte, ich nenne ihn meist meinen Mann, ist vor 4 jahren das erste Mal an einem Gehirntumor erkrankt, er wurde operiert, der Tumor konnte aber nicht entfernt werden,da die Lage zu kompliziert war. Es folgten 12 Wochen lang Bestrahlungen
    Es traten viele Ausfälle auf, gehen, sprechen, schreiben usw. .eingeschränkte Alltagskompetenz, da das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr funktionierte.
    Ihm wurde die Pflegestufe2 mit EAK zugesprochen.
    Mit viel Mühe kämpfte er sich wieder zurück, er konnte zwar vieles nie mehr, aber es wurde etwas besser.
    Jetzt im Juli bekam er plötzlich Krämpfe und es wurde ein großes Rezidiv entdeckt, das entfernt wurde, momentan läuft die erste Chemo.
    Nun ist er völlig auf meine Hilfe angewiesen, rund um die Uhr, er kann so gut wie nichts alleine.
    Da ich irgendwie mal einen Ansprechpartner brauche, habe ich nach einem Forum gesucht und habe mich für dieses entschieden, denn mir geht es natürlich weder psychisch noch physisch gut.
    Meine Familie kann ich damit nicht belasten, denn die haben alle selber genug zu tun.
    Hilfe vom DRK habe ich im Rahmen der Verhinderungspflege.
    Da wir gerade dabei waren, uns einen Internethandel aufzubauen, der schon recht gut lief, bin ich auch finanziell an der Grenze.
    Ich hoffe, ich habe mich erst einmal ausreichend vorgestellt, werde natürlich Fragen gerne beantworten und in den nächsten Tagen auch selber Fragen stellen, die mich bewegen bzw hier im Forum lesen.
    Schöne Grüße von der Ostsee
  • Hallo Muschelsucherin,

    herzlich willkommen hier diesem schönen Forum. Hier kann man sich gut austauschen. Krebs ist eine ganz große Belastung für Angehörige. Mein Schwager hatte Lungenkrebs und im Juli daran gestorben. Hatte versucht so gut es ging, ihn besucht um ihn beiszustehen, soweit es meine Zeit zuließ. Habe ja noch einen verhaltensoriginellen Autisten mit PS 2 mit EAK, der sehr viel Aufmerksamkeit verlangt, wobei eigene Bedürfnisse sehr häufig zu kurz kommen.

    Du bist hier goldrichtig aufgehoben. Hier wird einem mit Rat und Tat beiseite gestanden. Ich bin hier wegen meiner Mutter angemeldet, die inzwischen im Pflegeheim lebt,
    angemeldet.. Hat dein Lebenspartner ständig epileptische Anfälle? Kommt deine Familie wenigstens mal zu Besuch, um nach deinem Partner zu sehen? Wie gut wirst du
    vom DRK unterstützt? Was wird gemacht (Alltagsbegleitung, dass du mal was für dich machst z.B)

    Wünsche die hier tollen Austausch

    LG Andrea
    Autistenmama
  • Hallo Muschelsucherin,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Es tut mir sehr leid, welches Schicksal Euch durch die Tumorerkrankung Deines Mannes erwischt hat und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie es sich für Euch anfühlen muss, wenn die gemeinsam geplante Zukunft Stück für Stück zerbröselt.

    So hoffe ich sehr, Du kannst am Meer und mit den Gezeiten Kraft tanken um an Deiner Aufgabe nicht zu zerbrechen. Wir durften einige Jahre im Norden leben und vermissen diese Kraftquellen immer noch sehr, und das Muschelsuchen auch.

    Ich musste es bei einer guten Bekannten 63 Jahre alt, mit erleben, nach der dritten OP in Heidelberg wollten Sie und ihre Familie keinen weiteren Eingriff mehr und sie wollte lieber in Frieden, ohne weiteres Leiden gehen dürfen.

    Diese Tumorform ist die Hölle und frisst Menschen förmlich auf.

    Du kannst Deinen Gedanken und Hoffnungen hier freien Lauf lassen, eröffne ein neues Thema zu dem Thema, dass Dir am Herzen liegt und wir können darüber kommunizieren.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung