gluehstrumpf kümmert sich um seine Eltern m. beginnender Demenz und Parkinson

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  • gluehstrumpf kümmert sich um seine Eltern m. beginnender Demenz und Parkinson

    Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

    leider geht die Entwicklung meiner Eltern unaufhaltsam nach "unten". Das ist der Grund meiner Anmeldung hier bei Euch im Forum.

    Beide Elternteile sind 84 Jahre alt.
    Bei Mutti ist eine Altersdemenz spürbar, das Kurzzeitgedächtnis lässt stark nach, und auch einige persönlichkeits Veränderungen sind merkbar,- sie ist einfach nicht mehr die, die sie mal war. Sie findet das Auto nicht mehr, verlegt Dinge, vergisst einfach sehr viel.

    Vati leidet seit einigen Jahren an einer Parkinsonerkrankung. Dies wird geleugnet, er hat kein Parkinson sondern nur eine Schüttelkrankheit. Medikamentengaben hat er zeitweise abgelehnt. Ob er jetzt wirklich ein Medikament einnimmt ist für uns zweifelhaft. Oft wird einfach was behauptet was gar nicht stimmt.
    Gottseidank haben wir ( mein 4 Jahre jüngerer Bruder und ich ) eine notarielle Vollmacht um die "Geschäfte " für unsere Eltern zu regeln. Ich befürchte wir werden das bald brauchen.

    Wir konnten die Eltern vor einigen Wochen überzeugen, dass Vati nicht mehr selber mit dem Auto von einem kleinen Dorf aus in die Stadt fährt. Die anfallenden Fahrten erledigen meine Frau und ich. Für die Pflege des Gartens und die Hausinstandhaltungsarbeiten ist mein Bruder "zuständig".

    Es stellen sich jetzt für uns folgende Fragen:

    Ist es sinnvoll einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen ( ich denke wenn dann für den Vater)
    Können wir die Fahrtaufwände steuerlich absetzen? Wenn ja wo und wie? Es ist natürlich noch keine Pflegestufe vorhanden.

    viele Grüße
    Gluehstrumpf
  • Hallo Glühstrumpf,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Wenn nachweislich bei den Eltern altersbedingte, hirnorganische Veränderungen vorliegen--das sollten die Ärzte= Hausarzt/Neurologe bestätigen, ist es schon sinnvoll eine Pflegestufe zu beantragen und wenn nur PS = dabei raus käme, aber mit zusätzlicher Betreuungsleistung. Damit könntet Ihr dann schon Entlastung einkaufen z.B. über organisierte Nachbarschaftshilfe oder einen Pflegedienst.

    Schwerbehindertenausweis nutzt steuerlich etwas , wenn Merkzeichen angegeben werden. Ich würde es für beide Eltern versuchen zu beantragen, auch mit Hilfe der Ärzte.

    Ihr könnt ein Fahrtenbuch führen und versuchen, es bei der Steuererklärung geltend zu machen- mit einem Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen der Eltern würde es unter Umständen etwas bringen.

    Glückwunsch, dass Ihr erreichen konntet, dass der Senior nicht mehr selber Auto fährt. Das ist oft ein riesengroßes Streit und Kampfthema in Familien.

    Wenn es schwierig ist, mit der Medikamenteneinahme kann der Hausarzt eine Verordnung für einen Pflegedienst ausstellen und dann kommt regelmäßig eine Pflegekraft ins Haus und sorgt dafür, dass die Medis regelmäßig eingenommen werden.


    Gruß

    Brigitte
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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung