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Wann ist der beste Zeitpunkt für’s Heim bei Demenz?

  • Diese Frage haben sich Wissenschaftler in der „Right Time Place Studie“ gestellt. Die Ergebnisse der Studie sind interessant: 50 % der Zuhause Gepflegten hat eine Demenzerkrankung. Schon fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben 50 % dieser Demenzerkrankten in einem Pflegeheim. Nach acht Jahren sind es 90 %. Gründe für den Heimeinzug sind zumeist: gesteigerte Unruhe […] Weiterlesen:

    pflegeberatung-aachen.de/wann-…kt-fuers-heim-bei-demenz/
  • Liebe Heike,


    echt interessantes Thema.


    Habe gerade mal so überlegt, wie es bei meinem Vater war.


    Dement seit 2003, also zum Zeitpunkt des Einzuges 12 Jahre.
    Grund für die Entscheidung: Das mehrmalige nachts raus müssen, um meinen Vater und sein Bett trocken zu legen auf Grund seines Normaldruckhydrozephalus und die schwere Erkrankung meiner Mutter.
    Und ja, im Heim hat sich sein Zustand gebessert, bis jetzt ein erneuter Demenzschub kam.
    Da eine Bewohnerin, (Alzheimer- Demenz), die ich persönlich schon seit Kind an kenne, am Tage wie eh und je rum rennt, gehe ich davon aus, dass auch diverse Medikamente wenn überhaupt nur zur Nacht gegeben werden.



    Mich würde mal interessieren, wie das so bei den anderen war oder ist.



    Liebe Grüße Ines

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich haben wollen.

  • Guten Morgen,


    bei Schwiemu kommen in etwa 8 Jahre hin, die Veränderung hatte sich schleichend entwickelt. Mit einer der Hauptgründe, dass Schwiemu in ein Heim ziehen musste war aber wohl in erster Linie die Uneinsichtigkeit ihre Mannes, dass ihr Verhalten krankheitsbedingt ist und sie gar nicht mehr anders kann. So hat er seine Frau ( er war schon immer sehr schwierig und dominant ) mit seiner ewigen Meckerei und dem Maßregeln oft aggressiv gemacht , was mit Einsicht und angemessenem Umgang sicher nicht passiert wäre. Tochter und Sohn in der Nähe konnten nicht mehr Alles abdecken , auch nicht vermitteln- wollte er nicht hören, sie sind Vollzeit berufstätig, wir sind viel zu weit weg. Die Möglichkeit eine Hilfe ins Haus zu holen wollte Schwieva auf Teufel komm raus nicht, da er nur negative Vorstellungen über solche Einsätze hat--nun sind Beide im Heim, weil es einfach nicht mehr anders ging.


    Anfänglicher Versuch mit einem Doppelzimmer scheiterte an oben benannten Gründen dann auch. Schwieva hat seine Meinung und da pocht er auch energisch drauf, wenn seine Frau Blödsinn redet und macht, dann bekommt sie das gesagt, dafür baut er körperlich immer weiter ab und ist mit seiner Familie so gar nicht zufrieden.


    Schwiemu ist körperlich sehr fit geworden, hat auch wieder zugenommen und scheint sich nicht unwohl zu fühlen, wohl auch, weil nicht ständig Jemand mit ihr rum meckert und sie zum Essen und Trinken zwingen will. Sie hat richtige Kontakte im Heim und nimmt an vielen Angeboten teil, und da sie selber entscheiden, wieviel sie ist und trinkt, hat sich eben der Allgemeinzustand positiv stabilisiert. Kurzzeitgedächtnis ist auf Null, Langzeitgedächtnis löscht sich auch so langsam aus, wie bei einem Buch , bei dem man von hinten die Seiten raus reisst.


    Schwieva will mit Allem nichts zu tun haben und kommt nur zu den Mahlzeiten aus seinem Zimmer.


    Traurige Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



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