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Drei Fachkräfte packen aus

  • Bin ich hier richtig mit meinem Link? (Weil's hier auch TV-Lips gibt.)



    Altenpflege: Die bittere Wahrheit über einen Knochenjob

    Drei Fachkräfte packen aus
    Altenpflege: Der tägliche Heim-Wahnsinn



    Für alle, die (sozial-) romantische Vorstellungen von Pflegeheimen haben oder meine Beobachtungen/Erlebnisse nicht glauben wollen.


    Nach meiner Meinung gibt es keine "guten Pflegeheime". Viele wollen es ja nicht glauben.
    (Für Gesunde sind die Heime vielleicht noch ganz ok, also solche, die noch fast alle können, aber dort von der Pflicht zum Lebensmitteleinkauf und dem Betrieb einer Wohnung befreit sind - gegen hohe Kosten und mit Aufgebe eines eigenen Lebens.)



    Geil:
    3,5 Mitarbeiter für 28 Bewohner, durch Krankheit und Kündigungen real meist nur 2 Mitarbeiter verfügbar (evtl. davon ein fremder Zeitarbeitssklave, der die Bewoner und deren Probleme sowie die ganze Einrichtung nicht kennt).


    Genau so sieht's aus - und ich finde schon 3,5 MA sind Unterbesetzung und können den Bewohnern kein der Würde des Menschen angemessenes Leben ermöglichen.



    Gruß, snase


    P.S. Leider in dem Artikel am Ende auch wieder eine Alibi-Erwähnung, daß es auch schöne Heime gäbe.
    Das ist m.E. ein Standard-Ding bei den Journalisten, um einen Artikel nicht als unglaubwürdig dastehen zu lassen - m.E. ist das aber reinphantasiert und entspricht nicht der Realität.

  • Ja Snase,


    das ist in der Tat bitter-------aber frag doch z.B. mal @Ute, sie und ihre Mutter kennen es auch anders.


    Schuld an der ganzen Misere ist, dass es politisch nicht verfolgt wird, personelle Abhilfe zu schaffen.


    Nachdenkliche Grüssle


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



    TUT2008.jpg

  • Ja, "unser" Pflegeheim ist allerdings auch eine privat geführte, recht kleine Einrichtung. Es geht sehr familiär zu, sie schöpfen den Stellenschlüssel voll aus und haben noch sehr viele, engagierte Hilfen aus dem Ort. Dem Betreiber ist es ein persönliches Anliegen, dass es "seinen" Bewohnerinnen und Bewohnern gut geht. Natürlich verdient auch er mit diesem Heim seinen Lebensunterhalt, aber der ist recht bescheiden. Sein Anspruch liegt wirklich darin, den Bewohnern das Leben so angenehm wie möglich zu machen.
    Die Angestellten sind alle schon jahrelang dabei. Und das ganz offensichtlich auch mit Freude.


    Ein Beispiel:
    Meine Mutter hat im Oktober Geburtstag. Einmal im Monat wird für die Geburtstagskinder des jeweiligen Monats eine kleine Feier mit Abendessen veranstaltet. Eingeladen sind auch die Angehörigen der Geburtstagskinder. Der Koch hatte schon seinen Wochenendurlaub eingereicht, ist aber geblieben, damit diese Feier auch im Oktober stattfinden konnte. Das war ein freiwilliges Angebot des Kochs und nicht der Druck des Arbeitgebers!
    Ich hatte mich über die Einladung sehr gefreut, denn meine Mutter war ja nur an 2 Tagen pro Woche und einmal ein paar Tage Kurzzeitpflege im Pflegeheim. Es soll so familiär zugehen, wie irgend möglich.
    Dieses Betreiberpaar schafft das!!!
    Dafür bekommt man natürlich auch nur dann ein Platz, wenn vorher ein Bewohner geht. Auch Kurzzeitpflegeplätze sind rar. Ich freue mich, dass ich für meine Mutter im Juni noch einmal 7 Tage "ergattern" konnte.


    Aber leider gibt es auch hier im Umfeld mehr Pflegeheime von der schlechteren Sorte. Es gibt eine riesige Anlage (umfasst mehrere Häuser, fast eine ganze Straße), die auch privat geführt wird. Aber dort wird sehr auf den Gewinn geachtet. Meine Mutter war nach ihrem Krankenhausaufenthalt, als festgestellt wurde, dass sie nunmehr pflegebedürftig war, dort. Damals kannten wir uns ja noch nicht so gut aus.
    Und Caritas oder andere Vereine achten auch nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Bewohner, sondern auch ihre Gewinne.


    Trotzdem gibt es eben auch gute Heime und die sollten dann nicht unter dem allgemeinen Übel der anderen leiden müssen.


    Viele Grüße
    Ute


    P.S. Natürlich kann KEIN Heim die Pflege so leisten, wie wir es zu Hause können, denn eine 1:1 Betreuung wird wirklich niemand bezahlen können.