Nicole (48) macht sich Sorgen um ihren Vater (80)

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  • Nicole (48) macht sich Sorgen um ihren Vater (80)

    Hallo liebes Forum,

    ich habe schon mal ein bissl quer gelesen und glaube, hier bin ich richtig. Ich bin einfach auf der Suche nach Tipps, Beistand und ganz einfach nach einem offenen Ohr und Verständnis für meine Ängste und Sorgen.

    Mein Vater hat sich bisher ganz gut selber versorgen können. Meine Mama ist bereits vor 9 Jahren gestorben und er ist zu mir in den Ort gezogen. Soweit, sogut. Er hat eine Putzfrau, die alle 2 Wochen die Wohnung in Ordnung bringt und ich helfe ihm zunehmend bei den schwereren Dingen wie Gartenarbeit, Einkäufe in die Wohnung tragen (er fährt noch Auto und lässt sich das auch nicht verbieten), wir telefonieren täglich, damit ich weiß, das es ihm gut geht usw... aber nun sind wir wohl an einem Punkt angelangt, an dem wir ohne professionelle Hilfe wohl nicht weiter kommen und mich die Situation anfängt zu überfordern. Ich stehe ganz alleine da, habe keine Geschwister und bis auf eine Kusine in 200 km Entfernung auch keine näheren Verwandten.

    Mein Vater hat einen Engstand im Spinalkanal, Aufstehen und Laufen geht immer schlechter. Zudem ein hohes Schlaganfallrisiko, die Halsschlagader ist zu mind. 70% zu und ich befürchte auch eine beginnende Demenz. Am Mittwoch konnte er so gut wie gar nicht mehr laufen, kam von der Toilette erst nach 2 Stunden wieder hoch und hat die Nachbarin angerufen, die auch einen Schlüssel zur Wohnung hat. Sie hat dann einen Krankenwagen gerufen. Ich habe alles stehen und liegen lassen, bin hin gefahren, habe 2x täglich irgendwelche persönlichen Dinge gebracht, die er haben wollte. Zwischendurch war ich im Sanitätshaus und habe mich nach diversen Hilfsmitteln erkundigt. Gestern hat er sich dann einfach selber entlassen. Er könne wieder besser laufen, das Essen ist Sch... :dead: Toll! Vater heim gebracht, für ihn eingekauft, Sachen eingeräumt, abends nochmal telefoniert.... heute musste ich mich dann auch mal um ein paar persönliche und berufliche Dinge kümmern, die in den letzten Tagen liegen geblieben sind. Da kamen sofort Vorwürfe (alles ist wichtiger als Dein Vater)... abends nochmal ein Anruf, wenn ich nochmal komme, soll ich ihm noch was einkaufen. Ich kann einfach nicht mehr. Ich mache mir Sorgen (versteht er nicht), helfe, so gut es geht und meine Zeit es erlaubt (neben Vollzeitjob, Haushalt, Pferd), mache Vorschläge wie z.B. ein Notrufknopf (will er nicht, kostet Geld). Ich fühle mich total zerrissen. Mehr helfen schaffe ich nicht, trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter. Er braucht fordert immer mehr Hilfe, die ich nicht leisten kann. Reicht das schon für eine Pflegestufe? Ich habe das vorhin schon mal angedeutet und zumindest scheint er dafür offen zu sein.

    Danke schonmal fürs Zuhören und liebe Grüße, Nicole
  • Hallo Nicole,
    sei willkommen hier im EPF!

    Viele Grüße und Kraft für die nächste Zeit,
    Magdalena
    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)

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  • Guten Morgen Nicole,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Keine einfache Situation in die Ihr nun gekommen seid und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sehr Alles an Dir nagt.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen Alltag und dass Dein Vater vielleicht etwas einsichtiger wird, vor Allem einem Notruf zustimmt.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


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