Baebchen macht sich Sorgen um ihre Mutter

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  • Baebchen macht sich Sorgen um ihre Mutter

    Guten Tag. Mein Name ist Barbara, ich bin Anfang 50 und kümmere mich - so gut wie es geht - um meine 81jährige Mutter, die seit 6 Jahren verwitwet ist. Mein Vater starb 2010 nach einer schweren Krebserkrankung. Er wurde in den letzten Monaten seiner Krankheit von meiner Mutter zuhause betreut, hatte ergänzende Hilfe durch andere Personen oder Pflegedienste leider rundheraus abgelehnt.

    Meine Mutter hat bereits in dieser Phase sichtbar abgebaut. Nach dem Tod meines Vaters kamen erste gesundheitliche Rückschläge, z. B. ein leichter Schlaganfall, den sie aber recht gut überstanden hat. Danach kam im Laufe der Jahre insbesondere ein starker körperlicher Abbau, da meine Mutter ihre Aktivitäten hauptsächlich auf die häusliche Umgebung beschränkt (Hausarbeit). Selbst für (Kranken-)Gymnastik oder andere leichte sportlichen Aktivitäten ist sie nur sporadisch zu gewinnen, das Engagement verliert sich nach Beseitigung eines konkreten Problems schnell wieder. Sie kennt keine eigenen Hobbies und hat nur eingeschränkt Interesse an Freizeitaktivitäten - sie lässt sich selten zu etwas "animieren" - und wenn dann meist nur im Rahmen von Familie oder Verwandtschaft. Da sie eigene Interessen außerhalb der häuslichen Umgebung auch in jüngeren Jahren nur eingeschränkt hatte (das ist vermutlich auch ein Generationsproblem), ist es schwer, heute solche zu wecken. Generell ist sie ein eher ängstlicher Mensch.

    Das Ergebnis sind u.a. mehrere Stürze in den letzten Jahren, teilweise verbunden mit Verletzungen (Brüchen) und anschließenden Krankenhausaufenthalten. Die meisten Stürze passierten zuhause und sind wohl überwiegend mangelnder Kraft, Kreislaufschwächen sowie eingeschränkter körperlicher Koordination zuzuschreiben. Leider sieht meine Mutter bisher nicht, dass das Wohnen im eigenen Hause sie stark überfordert. Das Haus ist keiner Weise seniorengerecht (u.a. mehrere Etagen/Treppen) und kann auch nicht mit vertretbarem Aufwand umgebaut werden. Es besitzt zudem einen Garten. Die Pflege von Haus und Garten wäre schon für eine jüngere Einzelperson anstrengend, meine Mutter führt sie immer mehr an ihre Grenzen. Bisherige Versuche mit Hilfskräften in Haus und Garten gestalteten sich schwierig. Das Leben im eigenen Hause bedeutet ihr soviel, dass wir sie bisher nur selten auf einen Umzug in eine seniorengerechte Wohnung ansprechen durften. In den meisten Fällen reagiert sie heftig abwehrend und mit vielen Vorurteilen. Nun beobachten wir zunehmend auch ein Nachlassen der geistigen Kräfte (keine Demenz, Diagnose vom Arzt im letzten Jahr überprüft). Insbesondere sind dies fehlende Fähigkeiten, Situationen außerhalb des häuslichen Alltags zu erfassen und einzuschätzen. Eine Pflegestufe hat sie bisher nicht (ist beantragt - die Bewilligung noch ungewiss).

    Ich muss ergänzen, dass ich nicht bei meiner Mutter wohne, auch nicht in unmittelbarer Nachbarschaft. Ich bin ganztags berufstätig und meine Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch.

    Ich suche in diesem Forum Austausch, Rat und Hinweise von Menschen, die mit dem Umgang mit hilfs- und pflegebedürftigen Senioren mehr Erfahrung haben oder die sich in ähnlichen Situationen befinden.
  • Guten Morgen Barbara,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Das hört sich ja recht kompliziert an. Gibt es in der Region, in der Deine Mutter lebt, organisierte Nachbarschaftshilfe, die Du behutsam als Hilfe für Deine Mutter mit ein beziehen könntest?

    Vielleicht ist es so möglich, nach und nach weitere Hilfen mit an Bord zu holen, vielleicht sogar eine Helferin, die 24 Std. vor Ort ist.

    Wirklich alleine scheint die Alltagsbewältigung für Deine Mutter zu risikoreich geworden zu sein.

    Wenn Du Dich hier im Forum umgesehen hast, kannst Du zu Fragen oder Problemen ein neues Thema eröffnen.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


  • Hallo Barbara,
    ich kann mich gut in dich hineinversetzen, da es mir ähnlich ergeht(siehe meine Vorstellung). Zumindest scheint deine Mutti ja zu begreifen das sie Hilfe braucht, daher konntest du ja die Pflegestufe beantragen. Es ist verdammt schwierig.