Talyn sorgt sich um Mutter und Vater - beide hilfebedürftig ;-)

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  • Talyn sorgt sich um Mutter und Vater - beide hilfebedürftig ;-)

    Hallo,

    also bevor ich gleich in den passenden Unterforen meine Fragen stelle stelle ich mich natürlich erst einmal vor.

    Ich heiße Kai und bin 39 Jahre alt und lebe in einer wilden Ehe mit aktuell 2 eigenen Kindern.
    Komme aus dem wunderschönen Ruhrpott und stehe eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben, aber wie man das so kennt kommen irgendwann im Leben immer Stolpersteine, welche einen dazu veranlassen doch mal weiter über den Tellerrand schauen zu müssen, wie man sich das für das eigene Leben eigentlich gedacht hat ;-).

    Bei mir ist es so, dass meine Mutter mit knapp über 50 nach einer 12 1/2 Stündigen Operation an der Speise und Luftröhre ( Loch in der Röhre aufgrund Reflux ) nicht mehr wirklich auf die Beine gekommen ist.

    Gefühlt Dreiviertel des Jahres ist sie immer wieder im Krankenhaus und zuhause liegt sie halt auch nur noch, da sie völlig kraftlos ist.
    Seit der OP ( Schlauchmagen durch hochziehen des Magens / Stand im Bereich der Speise / Luftröhre ) wird sie künstlich ernährt, seitdem vor 2 Monaten ohne das es bemerkt wurde die Sonde sich gelöst hat und das Gewicht von sowieso schon wahnsinnigen 42 kg auf 37,4 kg abgerutscht ist kann Mama gar nichts mehr und hat völlig abgebaut. Aktuell wird sie über einen Zugang ernährt und seit gestern ist die Pflegestufe 2 bewilligt.
    Jetzt kommt natürlich alles auf einmal mit Pflegebett etc.

    Da mein Vater mit seinen mittlerweile 5 Infarkten und 7 Bandscheibenvorfällen auch nicht mehr alles kann / machen sollte stehe ich jetzt da und versuche Informationen zu sammeln was denn jetzt alles auf uns zukommt bzw wie man sinnvoll helfen kann / Anträge stellen kann und und und.
    Die ambulante Pflege welche Jahrelang alle 2 Tage zum Verbandswechsel kam hat meinem Vater direkt mitgeteilt, dass er Probleme bekommen würde bei einem Verschlimmerungsantrag von Stufe 1 auf Stufe 2, da er die Pflege persönlich nicht mehr gewährleisten könne. Fakt ist, dass Papa das ganze wirklich nicht kann, ob die Aussage hinsichtlich der Probleme korrekt ist oder nicht ist daher erstmal drittrangig.
    Aber ich habe das persönliche Gefühl, dass ich mich nicht ausschließlich auf die Aussagen der Firma verlassen mag, einfach aus der persönlichen Erfahrung, es ist und bleibt halt nunmal das persönliche Interesse , da es um nicht wenig Geld geht und mir geht es einfach darum alle Möglichkeiten abzuklären um meinem Vater die Sache zu erleichtern und meiner Mutter alle mögliche Hilfe zukommen zu lassen.


    In diesem Sinne, danke für die Aufnahme und Frohen Mutes immer ran

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tarlyn110 ()

  • Guten Morgen Kai und herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Lebt Ihr mit Deinen in einem Haus zusammen? So wie Du die traurige Situation Deiner Eltern beschreibst, wird es ohne externe Hilfe sicherlich nicht funktionieren. Pflege kostet in der Tat eine Menge Geld und leider werdet Ihr vom den Pflegegeld nicht sehr viel Zeit Betreuung abdecken können.

    Dein Vater darf sich nicht übernehmen und Deine Mutter braucht eine intensive Zuwendung und Pflege .

    Wieviel Zeit und Kraft könnt und wollt Ihr als Familie einsetzen? Wen gibt es noch an Angehörigen, der sich mit ein klinken kann?

    Was sagt Deine Mutter selber , wie sie sich die Hilfe vorstellt, die nun gebraucht wird?


    Liebe Grüssle und die passenden Helfer an Eurer Seite

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


  • Moinsen, bevor ich mich nach der Nachtschicht hinlegen noch eine kurze Antwort.

    Papa und Mama wohnen knapp 200 Meter weiter in einem eigenen Haus. Papa hat die letzten Jahre den Großteil alleine bewerkstelligt mit meiner Unterstützung. Dadurch dass Muttern eigentlich alle 2 Wochen immer wieder ins KH gekommen ist für mindestens 2 Wochen, letztmals wieder für 3 Monate hat Papa auch seine Ruhephasen dabei.
    Ansonsten ist an Hilfe aus dem Rest der Familie nicht ansatzweise zu denken.

    Aktuell bin ich froh, dass Papa selber erkannt hat, dass er es allein nicht schaffen kann in der jetzigen Situation und endlich auch externe Hilfe annehmen will, das ganze wird aber nur Schritt für Schritt funktionieren, weil sonst meine Eltern komplett abblocken würden.

    Tja die Frage was Mama denn sagt ist leider nicht wirklich zu beantworten, da es bei ihr aktuell eher Lethargie ist anstatt Leben was sie hat. Dementsprechend sind wir aktuell eher diejenigen, die Entscheidungen treffen müssen in der Hoffnung die richtigen zu treffen.

    Diese ganze Infosammelwut die ich jetzt betreibe geht auch darum, dass ich Papa ein wenig entlastet und schaue was denn alles möglich ist. Wenn es so weit geht, dass es über die Pflegezuwendungen und das was wir beisteuern können nicht mehr machbar ist und es an ihr kleines Haus geht, dann ist Papa mit dem sechsten Herzinfarkt direkt hinterher, von daher halte ich das noch von ihm weg,bis ich genaueres abschätzen kann.

    So arg ist es ja erst seit knapp 2 Wochen.

    Nuja, jetzt ist erstmal pennen angesagt bevor es weitergeht.