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Pflegeheim hat in der Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege die Bestellung eines Betreuers beim Amtsgericht angeregt

  • Es gibt immer wieder neue Überraschungen!


    Das Pflegeheim hat offenbar vor einigen Tagen in der Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege die Bestellung eines Betreuers beim Amtsgericht angeregt. Das erfuhr ich, weil meine Mutter mich gestern anrief, und sagte, daß "eine Frau vom Gericht" da war und alles mögliche gefragt hat.
    (Zum Glück kann sie noch anrufen, sonst hätte ich es vielleicht gar nicht oder zu spät erfahren.)


    Nach telefonischer Recherche erfuhr ich, bei welchem Amtsgericht da was angeleiert wurde. Dort wurde mir berichtet, daß das Pflegeheim die Bestellung eines Betreuers angeregt hat, und eine Gutachterin vom Gericht beauftragt wurde (vermutlich eine psychiatrische Ärztin). Diese war offenbar bei meiner Mutter im Heim ohne mein Wissen und Einverständnis (als bevollmächtigter Betreuer) - denn meine Mutter wünscht generell bei solchen Sachen meine Anwesenheit als Vertreter.


    Was da im Pflegeheim abging, konnte ich bisher nicht herausfinden, da ich jew. nachmittags keinen Ansprechpartner fand, der Bescheid wußte (oder dies zugab).


    Ich habe beim Amtsgericht heute bereits einen Antrag auf Einstellung des Betreuungsverfahrens gestellt, entsprechend § 1896 BGB Abs. 2 Satz 2 (ein bevollm. Betreuer steht ja bereits zur Verfügung) und § 1896 BGB Abs. 1a (Willen des Volljährigen).


    Ist ja krass, was es da so alles gibt...
    Da ich ja durchschnittlich alle 2 Tage dort bin, es also an Betreuung und Vertretung nicht mangelt - im Gegenteil, vermute ich erstmal das schlechte: Man möchte mich als Angehörigen ausbooten.
    (Wenn ich das jetzt anfechte, ahne ich schon, was passieren wird: Das Pflegeheim wird behaupten, daß das ein Versehen war...)



    Grüße, snase

  • Guten Morgen Snase,


    hattest Du bei der Heimaufnahme Deiner Mutter keine Kopie der Urkunde abgegeben?


    Gruß


    Brigitte

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



    TUT2008.jpg

  • Hallo snase,


    Sorry, aber mich wundert das überhaupt nicht, dass die Einrichtung das gemacht hat. Ich lese schon eine ganze Weile mit, was du so schreibst und habe mich bis jetzt zurück gehalten, aber eine Einrichtung wie auch ein Pflegedienst machen ihre Arbeiten so gut es geht nach ihren Möglichkeiten und Vorgaben. Das das nicht so ist wie zu Hause ist auch klar, aber es ist im Normalfall ausreichend um niemand zu schädigen. Wenn es dann aber einen Angehörigen gibt, der ständig und überall nur rummeckert, dem sie überhaupt nichts Recht machen können, der alles besser wissen will, dann ziehen sie natürlich zum Schutz des Bewohners die Reißleine.
    So lange dann der Bewohner trotz vorhandener Vorsorgevollmacht entsprechende Antworten noch selber geben kann, wirst du da auch nicht benötigt. Ein guter Psychologe kann da unter Kenntnis der Erkrankung noch ganz gut urteilen, in wie weit die Antworten noch klar sind.


    Auch meine Frage wär gewesen, ob die Einrichtung Kenntnis von der Vollmacht hat und in wie weit sie den gesetzlichen Vorgaben entspricht, so das sie auch einem Gericht stand halten würde.


    Ich kann dir nur raten fahre deine Emotionen und Vorstellungen ein ganzes Stück runter, ansonsten geht das voll nach hinten los.



    Liebe Grüße Ines

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich haben wollen.

    Einmal editiert, zuletzt von inesk ()

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