CaMa2015 Vater hatte Schlaganfall

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  • CaMa2015 Vater hatte Schlaganfall

    Hallo alle anderen Betroffenen,

    ich bin Einzelkind und meine Eltern (Anfang 70) leben ca. 450km von mir entfernt im Ausland!Dort sind sie seit über 40 Jahren fest verwurzelt und haben ihre deutsche Heimat endgültig hinter sich gelassen.
    Ich selber bin erst zum Studium wieder nach Deutschland gekommen und arbeite hier mittlerweile schon seit geraumer Zeit und lebe in einer glücklichen Partnerschaft.

    Bis letztes Jahr im Juni war alles soweit ok. Mein Partner und ich haben meine Eltern in regelmäßigen Abständen besucht und die Zeit bei ihnen stets genossen.

    Dann hat mein Vater einen Schlaganfall erlitten und ist mittlerweile nach einem halben Jahr REHA als Pflegefall seit einem weiteren halben Jahr wieder zu hause und wird hauptsächlich von meiner Mutter alleine betreut. Dazu muss ich erwähnen, dass auch sie große gesundheitliche Probleme hat und immer mehr an dem allgemeinem Zustand zerbricht. Zudem war in der Ehe meiner Eltern stets mein Vater derjenige, der alles gemanagt und geregelt hat - was er nun nicht mehr kann. Meine Mutter ist komplett hilflos in allem!! Sie konnte bis dato nicht mal eine Überweisung selber ausfüllen und sträubt sich vor jeglicher Verantwortung. Insgesamt plagen sie unglaubliche Ängste. Weitere externe Hilfe - außer der Pflegekraft, die 2x täglich kommt - will meine Mutter niemanden ins Haus lassen. Freunde sind auch nicht erwünscht bzw. haben sich auch alle zurückgezogen. Weitere Familie gibt es nicht mehr. Alle verstorben.

    Um meine Eltern so gut es geht zu unterstützen, haben mein Partner und ich unser Leben seit einem Jahr völlig umgestellt und fahren jedes Wochenende zu ihnen. Unser Privatleben ist quasi inexistent geworden. Unterhalb der Woche arbeiten wir beide täglich ca. 12 Stunden und jeder Urlaubstag wird für längere Aufenthalte bei meinen Eltern genutzt.

    Seitens meiner Mutter kommt trotz dieses großen Einsatzes stets der Vorwurf, dass ich nicht in der Nähe von ihnen bin (d.h. nach Deutschland gegangen und hier ansässig geworden bin) und mich nicht viel mehr um sie und meinen Vater kümmere. Die Erwartungshaltung geht sogar soweit, dass ich mein komplettes Leben aufgeben sollte - nur um für sie bis zum Tode da zu sein und alles für sie zu machen (Haushallt, Einkäufe, Kochen, Pflege, Behördengänge, etc. pp). Ihrer Meinung nach, ist es die Pflicht einer Tochter, sich um ihre Eltern zu kümmern. Immerhin haben sie auch alles für mich getan. Mein Vater sieht dies übrigens nicht so ...

    Natürlich werde ich nicht mein komplettes Leben für sie opfern. Ich finde das kann keine Mutter von einem erwarten. Eine Umsiedlung zu ihnen können wir uns aus finanziellen Gründen eh nicht leisten und meine Eltern andersherum zu uns auch nicht.

    Ach, ich könnte noch sooooooooo viel hier schreiben...

    Fakt ist, dass ich mich immer hilfloser fühle und nicht mehr weiß, wie das alles weitergehen soll. Sind wir mal an einem Wochenende nicht da, kommt das bei meiner Mutter einem Weltuntergang gleich... In psychologische Betreuung will sie sich wegen der ganzen Situation auch nicht begeben. Psychologen sind ihrer Meinung nach alles Quacksalber.

    Nun, vielleicht hat ja jemand hier auch ein ähnliches Problem...

    Viele Grüße
    Maja

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heike () aus folgendem Grund: angepasst an Vorstellungsbeitrag

  • Hallo @CaMa2015,

    Wie Du siehst, habe ich deinen Beitrag in Patrizias Vorstellung editiert. Es ist wichtig, dass hier im Forum eine Vorstellung auch als solche wahrgenommen werden kann.
    Zudem ist Patrizias Vorstellungsthread ihr Thread, wo es allein um sie gehen soll. So vermeiden wir hier Chaos. ;)
    Ich wünsche Dir hier im Forum einen guten Austausch.
    Viele Grüße
    Heike
    Wer ich bin, erfahrt Ihr hier :arrow: klick und auch hier: Klick!
  • Guten Abend Maja,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum und Dank an Heike an das richtige platzieren.

    Ich finde, Ihr tut schon eine Menge für Deine Eltern und wenn eine räumliche Annäherung nicht möglich ist, muss es eben mit weiteren Besuchen von Hilfsdiensten und vielleicht sogar privaten Helfern funktionieren.

    In mir stellt sich aber die Frage, wie es weiter geht, wenn beide Eltern nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag mit externen Helfern zu bewältigen.

    Du kannst Jederzeit ein neues Thema hier im Forum eröffnen und wir können darüber kommunizieren.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung