Psychopharmaka und Parkinsonsymptome

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    • Psychopharmaka und Parkinsonsymptome

      Mein Mann bekam damals vor über 20 Jahren..Haldol, Glianimon..mal als Depot-Spritze und mal als Tabletten. Es gab zu dem Zeitpunkt noch kaum bis gar keine Langzeitstudien; ergo konnte auch niemand genau absehen welche Nebenwirkungen es haben könnte (nicht zwangsläufig haben muss!).

      Erst viele Jahre später zeigten sich bei ihm die ersten Parkinsonsymptome im Sinne von,,er stolperte oft und immer öfter". Denn Parkinson bedeutet nicht immer zittern /Tremor...sondern oft auch das Gegenteil im Sinne von der Kopf weiß das ich laufen will....aber die Füße hängen wie ein Magnet am Boden fest.
      Seit ca 4 Jahren nun kann er gar nicht mehr laufen...er wurde 14 Tage lang in einer neurologischen Klinik auf alles untersucht und der beweis Parkinson konnte nicht im Sinne einer eindeutigen Diagnose festgestellt werden. Er hat alle Symptome einer Parkinson aber es gibt keinen eindeutigen Beweis im CT, MRT, Ultraschall; selbst eine Rückenmarkpunktion wurde durchgeführt)

      Aber die Ärzte wissen heute durch Studien das eben manche Psychomarmaka genau diese Parkinsonsymptome hervorrufen können.

      In unserem Fall wurde 2 x versucht mit einem Parkinsonmedikament entgegenzuwirken leider ohne Erfolg. Ganz im Gegenteil die Wirkung seiner Psychopharmaka wurde herabgesetzt durch die Einnahme eines Parkinsonmittels...will heißen...er hatte extreme Panikattacken und laufen konnte er trotzdem nicht!

      Da beide Medikamente in einer genau entgegengesetzten Richtung wirken (Psychopharmaka sollen Dopamin im Gehirn verlangsamen und Parkinsonmittel Dopamin im Gehirn anregen) war es von vornherein ein gewagtes Unterfangen. Leider hat es nicht geklappt.

      Heute bekommt mein Mann ganz andere Psychopharmaka, wesentlich besser verträglich und mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen!

      Evtl hat ja noch jemand Erfahrungen dazu. In unserem Fall haben wir uns gegen weitere Versuche mit Parkinsonmedis entschlossen da die Nebenwirkungen unverhältnismäßig groß waren und seine Motorik keinerlei echte Fortschritte machte. Wir mussten abwägen zwischen evtl mal irgenwann wieder laufen ...oder Dauerpanikattacken die ich ihm nicht noch einmal zumuten möchte.

      LG Leni
      „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

      (Bertold Brecht)