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Behinderungsbedingter Umbau wenn eine Pflegestufe besteht - Wohnungsanpassung

  • Hallo miteinander, :schmetterling:


    aus einem aktuellen Anlass eröffne ich ein Thema, das helfen soll, ein wenig informative Hilfe zu bekommen, wenn behinderungsbedingt der aktuelle Wohnraum angepasst werden muss.


    Heike hat dazu sehr hilfreiche Ausführungen erstellt.


    Was Sie zur Wohnungsanpassung wissen sollten


    und hier


    Wohnraumanpassung - was gehört dazu


    und hier auch


    Bei Umzug ist Wohnungsanpassung erneut fällig


    und hier


    Terrassentür gehört zum Wohnumfeld


    Interessant wäre sicher, wenn Ihr bereits umgebaut habt, hier zu berichten, wie es gelaufen ist und wie Ihr die Finanzierungshilfen beantragt hab und mit welchem Ergebnis.


    Neugierige Grüssle


    Brigitte :gamer:

    geb20.gifNimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr


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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung



    TUT2008.jpg

  • Guten Tag Ihr Lieben,


    da hatte ich eben doch schon einen langen Text geschrieben und nachdem ich ein Smiley angehängt hatte, war alles wieder verschwunden! :(:traurig:


    Also noch einmal:


    Im Frühjahr hatte ich beschlossen, dass wir unser Bad umbauen müssten, da es einfach zu eng wurde, wenn ich meine Mutter versorgen wollte/sollte.
    Die Damen vom DRK haben zwar nie gemeckert, aber es war schon ziemlich umständlich.


    Der Anruf bei der Pflegekasse brachte uns dann den Antrag auf Wohnraumanpassung ein und die eindringliche Warnung, nicht vor Bewilligung des Antrages mit dem Umbau zu beginnen.
    Ich alles brav ausgefüllt, unseren Installateur bestellt (ist unser Nachbar), ihn das Bad anschauen lassen und beratschlagt, was zu ändern wäre. Er hat dann seinen Kostenvoranschlag fertig gemacht und mich damit schon fast "vom Stuhl gehauen". "Ist alles nicht so eng zu sehen", hat er gesagt, "da ist noch Streichpotential drin".
    Dann zum Fliesenleger gegangen. Da die Badewanne raus kommt, entsteht natürlich ein Riesenloch, das nicht gekachelt ist. Zudem gibt es diese Kacheln nicht mehr, unser Haus ist 32 Jahre alt.
    Er kam, schaute sich alles an, nahm die Maße - und nachdem ich mir neue Fliesen ausgesucht hatte, schrieb auch er seinen Kostenvoranschlag.


    Ich machte Bilder vom Bad und packte alles in einen Umschlag für die Pflegekasse.


    Damit begann das erste Warten. Nach Wochen kam endlich ein Brief. Es war nur die Mitteilung, dass ich noch Bilder vom jetzigen Bad einreichen solle. Ich hatte in meiner Begeisterung die Bilder leider an MEINE Kopien gehängt und weggelegt.
    Leider ließ ich mir dann einige Wochen Zeit, bis ich die Bilder wegschickte.
    Die nächste Wartezeit begann. Nach einem Anruf erfuhr ich, dass der Sachbearbeiter längere Zeit erkrankt sei und sie sehr überlastet wären und nicht alles zeitgerecht abarbeiten könnten.
    Ich war kurz davor wieder anzurufen, wollte aber den Geburtstag meiner Mutter noch abwarten. Und siehe da, 3 Tage nach ihrem Geburtstag kam die Bewilligung, mit dem Umbau anzufangen.


    Ich schicke das jetzt erst einmal ab.....

  • Weiter geht's:


    Ich zum Installateur und mitgeteilt, dass wir (bzw. er) jetzt loslegen könnte.
    Desgleichen zum Fliesenleger. Beide haben dann einen Termin miteinander vereinbart und wir haben uns bei mir im Bad getroffen.
    Fliesenleger sagte, dass er am 28.11. anfangen könne.
    Installateur wollte am 25.11. anfangen.
    Da mein Schwiegersohn glücklicherweise die Fliesen selber abschlagen wollte, fing der am 23.11. damit an.


    Mit dem Installateur dann noch einige Positionen aus seinem Angebot gestrichen - dafür andere eingesetzt. Die Toilette sollte doch versetzt und höher gesetzt werden. War die Ersparnis durch Streichung gleich wieder aufgebraucht.
    Als der Installateur am Mittwoch kam, hatte er noch ein weiteres Anliegen. Durch die Versetzung der Toilette musste auch der Heizkörper weichen. Wir hatten schon einen Platz dafür vorgesehen, aber das hätte sehr gequetscht ausgesehen. Sein Vorschlag war, den Heizkörper auf die andere Seite des Raumer zu hängen (da der Boden sowieso aufgeklopft werden musste, wäre das Verlegen der Leitungen kaum zusätzliche Arbeit. Aber ob ich denn dann nicht lieber einen Heizkörper hätte, der gleichzeitig Handtuchwärmer ist? Hätte ich natürlich! Kostet ja nur unwesentlich mehr :) . (Vermutlich die Einsparung durch das Abklopfen der Fliesen),


    Bevor der Installateur anfing, rief der Fliesenleger an, sie wüssten nicht mehr, welche Fliesen ich ausgesucht hatte. Ob ich noch einmal kommen könnte. Und dabei besprachen wir dann auch gleich noch, ob es nicht sinnvoller bzw. schöner wäre, nur das kleine Mosaik (das für die Dusche vorgesehen war) zu verwenden, denn zweierlei Maße in dem kleinen Raum wären nicht wirklich schön. Hatte er leider recht !!!!
    Ich also noch einmal ins Geschäft und mir (vermutlich andere, ich erinnerte mich auch nicht wirklich) Fliesen ausgesucht. Das dumme ist nur, dass das kleine Mosaik natürlich doppelt soviel kostet, wie die größeren Fliesen! Aber es soll ja auch schön werden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Jetzt ist also der Installateur da und macht jede Menge Krach und genau so viel Dreck wie mein Schwiegersohn beim Abschlagen der Fliesen.
    Heute die Horrormeldung: Der Abfluss liegt viel zu hoch für eine bodengleiche Dusche!
    Da wurde vor 32 Jahren ziemlich geschlampt!
    Glücklicherweise hat mein Schwiegersohn zur Zeit schichtfrei und kann sich das Ganze selbst mit ansehen.
    Muss der Boden aufgeklopft werden? Rohr (dann aber auf der Wand) durch das darunter liegende Kinderzimmer? Oder durch die Wand und dann in die Garage? Dort müssten erst noch weitere Stemmarbeiten durchgeführt werden und ganz neue Abflüsse verlegt werden. Oder eine Pumpe, die aber jedes Jahr gewartet werden müsste?
    Und schaffen wir das alles, bis die Fliesenleger anfangen?
    Mein Schwiegersohn im Internet gesucht und eine Pumpe gefunden, die wartungsfrei wäre. Das ist ein ganz tolles System. Kostet aber leider mal schlappe 1.200,00 €. Und ist sicherlich auch nicht von heute auf morgen zu bekommen.
    Unser Installateur hatte aber auch noch weiter gesucht, denn ihm ist es natürlich sehr unangenehm, dass unsere ganze Planung nun nicht mehr passt. Zudem weiß er, dass es bei uns keine Reichtümer gibt.
    Jetzt haben er und mein Schwiegersohn zusammen eine Ablußrinne gefunden, bei der sie mit der Höhe wohl hinkommen. Mein Schwiegersohn ist jetzt auf dem Weg zum Hersteller (ist glücklicherweise keine 100 km von uns entfernt) und holt die Teile dort ab. So kann morgen doch noch alles fertig werden und der Fliesenleger kann am Samstag kommen.


    Aber gestern Abend hatte ich auch noch netten Besuch. Der Fliesenleger kam mit einer einzelnen Fliese und ich dachte schon, er wollte noch mal messen.
    Aber nein! Meine ausgesuchten Fliesen sind zur Zeit nicht lieferbar. Sie kämen erst nach der 52. KW. Und dabei hatten sie unseren Auftrag doch dazwischengeschoben. Auf sehr nachdrückliches Drängen meiner Nachbarin, die ihren Männern Dampf gemacht hatte mit den Worten: "Jetzt seht aber mal zu, dass ihr was für die Nachbarschaft macht. Die Frau (meine Mutter) ist schon so alt, dass muss jetzt fertig werden!" Das hat mich natürlich sehr gefreut. Manchmal ist Nachbarschaft ja doch sehr hilfreich !!!
    Und jetzt gab es die Fliesen nicht mehr. Die mitgebrachte einzelne Fliese war aber nicht viel anders, als die von mir ausgesuchte, also dürfen die an die Wände geklatscht werden.


    Gerade höre ich, dass es Probleme mit der Dachentlüftung gibt.


    Ich berichte morgen weiter, wie es mit unserem Bad vorangeht!


    Danke fürs Lesen und viele Grüße
    Ute

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