Br. Martin OSB Obl pflegt Eltern

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  • Br. Martin OSB Obl pflegt Eltern

    Grüß Gott,
    ich bin Benediktineroblate (deshalb OSB Obl), verheiratet, Anfang vierzig und stehe nun vor der großen Herausforderung mit meinen drei Geschwistern unsere Eltern zu pflegen.
    Mein Vater (Jg.'41) trank anfangs jeden Abend mal sein Bier, dann mal auch eine Flasche Wein, wenn Besuch da war nutzte er es aus und es waren auch schon mal zwei.
    Meine Mutter (Jg.'44) erzog uns vier Buben, was sicherlich nicht immer ganz einfach war. Jetzt sind alle außer Haus drei in Bayern verstreut und ich in NRW.
    Tja nicht ganz einfach, der fachl. kompetente am weitesten entfernt. Soll ich zurück, was sagt meine Frau dazu, oder schaffen wir es zu viert - ich aus der Ferne alle zwei Monate mal mit ' nem Besuch (für den Anfang)?
    Im Moment scheint ja alles gut zu sein und meine Eltern verstehen sich, aber dann gibt es auch Phasen, in welchen sie sich richtig heftig streiten, der eine nicht mehr weiß, was er dem anderen erzählt hat, man sich aggressiv anschreit und viel geweint wird - und "alles nur wegen der Vergesslichkeit im Alter".
    Mal schauen, wie wir alle das hinbekommen - ohne dass es noch weiterhin allzuviel Leid gibt, denn immer zu vermitteln und aufzuklären, verständnisvoll sein müssen... Ist langsam auf Dauer für uns alle nicht gut.
    So und nun bin ich hier gelandet, um Meinen Problemhorizont zu erweitern, mich auszutauschen, Erfahrungen anderer zu reflektieren. Ciao

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heike () aus folgendem Grund: Link zur Erklärung eingefügt

  • Guten Morgen Martin,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Zum Glück seid Ihr ja zu viert und Du mit Deiner fachlichen Erfahrung das müsste schon zu schaffen sein, wenn Ihr alle Hilfen die es gibt, in Anspruch nehmt.

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass Du dafür sorgst, dass Deine Eltern eine Pflegestufe und ergänzende Betreuungsleistung bekommen.

    Ist es räumlich möglich, dass ein Zimmer für Übernachtungen im Hause Deiner Eltern zur Verfügung steht, so daß sie nicht all zu oft alleine sein müssen oder eventuell eine 24 Std. Hilfe Eure Familie unterstützen kann?

    Würden Deine Eltern solche Hilfe annehmen können? Inwieweit können sie sich noch alleine helfen?

    Ich wünsche Deiner Familie die Kraft, die Tagesabläufe so gut planen zu können, dass auch Jeder seinen Freiraum und Auszeiten hat von der Elternpflege, die ja über viele Jahre Euer aller Leben nun bestimmen wird.

    Liebe Grüssle und alles Gute für Euch

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung