Jana betreut / pflegt ihre Oma

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  • Jana pflegt/betreut ihre Großmutter

    Hallo,

    ich bin Jana, 27 Jahre alt und von Beruf Heilerziehungspflegerin.
    Meine Oma ist 84 Jahre alt und blind. Sie ist MarcumarPatientin - venöse Insuffizienz/Herzinsuffizienz/leichte Niereninsuffizienz. Seit etwa 2 Jahren schleicht sich eine leichte Demenz mehr und mehr ein. Die
    ganzen kleinen "Weh-wehchen" lasse ich mal weg :)

    Unsere Geschichte:
    Ich bin vor etwa 7 Jahren mit in das Haus meiner Großmutter gezogen. Das hat sich damals einfach so ergeben - ich war auf Wohnungssuche, die Wohnung im OG wurde frei und wir haben in der Familie beschlossen nicht wieder fremd zu vermieten.
    Zu dem Zeitpunkt war meine Großmutter bereits verwitwet, lebte alleine in der Wohnung im EG. Da sie sich im Haus noch gut zurecht fand, war das damals kein Problem. 2x täglich kam der Pflegedienst, 1x wöchentlich eine Reinigungskraft. Meine Tante erledigte die Einkäufe und häufige Familienbesuche sowie regelmäßiger Besuch aus dem Bekanntenkreis meiner Oma rundete das Ganze ab. Das Mittagessen bekam meine Oma geliefert, am Wochenende kochte ich oder bereitete etwas vor, so das die Mittagversorgung auch gewährleistet war.

    Mit der Zeit ließ die Orientierung in der Wohnung nach, der Hilfebedarf in der Grundpflege und der HW-Versorgung nahmen zu, der Betreuungsaufwand erhöhte sich. Wir erhöhten die Unterstützung des PD auf 2x täglich. Da ich ja aber eh vor Ort war, ließ sich das alles gut meistern. Man "wächst da ja irgendwie so rein" und ein/zwei Aufgaben mehr fallen einem da auch nicht mehr auf. Erstmal zumindest.
    Ichwar zu dem Zeitpunkt Vollzeit berufstätig im ambulanten Bereich der Behindertenarbeit. Begann zusätzlich im September 2013 eine berufsbegleitende Ausbildung zur Heilpädagogin - warum auch nicht, klappt ja alles ... :D

    Anfang letzten Jahres wurde ich krank - Überlastungsdepression und Panikstörung.
    Unser Alltag zu Hause lief erstmal so weiter, ich war ja nun auch zu Hause und hatte mehr Zeit für Oma :)
    Mitte des Jahres bekam meine Oma Magenprobleme, wir bestellten das "Essen auf Rädern" ab und ich bereitete nun für jeden Tag frisches Mittagessen vor. Zu dem Zeitpunkt stockten wir auch die Unterstützung des PD auf 3x täglich auf - denn meine Oma aß mittags nicht mehr wenn sie alleine war.
    Nachts fing sie an auf der Suche nach der Toilette durch die Wohnung zu irren - so wurde eine nächtliche
    Überwachung nötig.
    Als absehbar war, dass ich all das "alleine" nicht mehr schaffe - erst recht nicht wenn ich wieder anfange zu arbeiten - und der Betreuungsbedarf tagsüber auch erheblich angestiegen war entschlossen wir (Familie) uns dazu, eine polnische Pflegekraft bei uns einziehen zu lassen.
    Wow - was für eine Entlastung! :)
    Die Betreuung und Versorgung meiner Großmutter kann ich nun guten Gewissens an die nette Pflegerin abgeben (was mir anfangs tatsächlich schwer fiel... :whistling: ).

    Auf dieses Forum bin ich zufällig gestoßen, als ich vor einigen Tagen im Internet nach Möglichkeiten einer Installation eines Treppenlifts oder einer Rampe war -da meine Großmutter inzwischen nicht mehr gut auf den Beinen ist (innerhalb der Wohnung geht es, aber an einen Spaziergang war gar nicht mehr zu denken), habe ich Anfang des Jahres einen Rollstuhl
    verordnen lassen. Daran hatten wir auch Freude, bis meine Oma sich vor einigen Wochen das Knie verdrehte und nun nicht mehr die 4 Stufen zur Haustür runtergehen kann.
    Ich habe mich ein wenig durch das Forum und die Übersicht geklickt und dachte "Hey, was für eine tolle Seite!". Nun bin ich hier und hoffe auf einen interessanten Austausch, vielleicht Tipps und Tricks in dem ein oder anderen Bereich und Ideen zur Beschäftigung pflegebedürftiger Menschen - denn da zerbreche ich mir auch immer wieder den Kopf.
    Meine Oma verbringt durch ihre eingeschränkte Mobilität viel Zeit auf dem Sofa. Sie hat inzwischen eine betrachtliche Sammlung an Hörbüchern, die sie auch gerne hört. Ich möchte sie aber gerne motorisch und geistig mehr fordern, als es das Hören einer CD hergibt.
    Da meine Großeltern ca. 20 Jahre lang einen Bauernhof bewirtschaftet haben und meine Oma noch immer viel von dieser Zeit erzählt, haben mein Partner und ich Anfang des Jahres mitten im Garten 16qm Rasen ausgestochen und ein Gemüsebeet aufleben lassen. So kann meine Großmutter im Sommer Gemüse "knibbeln" - ganz wie früher (die Heuernte sowie die Viehzucht lassen wir allerdings außen vor :D) Aber auch damit hat man nur für einen kleinen Zeitrahmen eine Beschäftigung. Bedingt durch die Blindheit meiner Oma bin ich in diesem Punkt leider häufig sehr ratlos - das frustet mich!

    Aber nun erstmal genug von uns, ist doch mehr geworden als ich dachte :whistling:

    Herzliche Grüße,
    Jana

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jana ()

  • Hallo Jana,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum und irgendwie ist interessant, wie Du zu uns gefunden hast.

    Ich hoffe, dass es Dir gesundheitlich wieder besser geht und Du Deine Ausbildung ´mit Erfolg abschließen kannst.

    Ansonsten ist die Versorgung Deiner Großmutter ja super organisiert und die 4 Stufen müssen doch gut zu überbrücken sein.

    Liebe Grüssle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

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    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


  • Hallo Jana,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Als du so über den Bauernhof geschrieben hast, fiel mir sofort eine Katze ein. Wie wäre es denn mit einer Katze für deine Oma. Sie hat was zum fühlen und streicheln, hat immer irgendwie Gesellschaft und Katzen haben ein feines Gespür dafür wenn sie gebraucht werden und fordern dann auch die Nähe und das Streicheln ein. Und ich denke mal auf dem Bauernhof deiner Großmutter haben mit Sicherheit auch Katzen gelebt. Gab ja früher eigentlich kaum einen Hof der keine Katzen hatte.



    Liebe Grüße Ines
    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich haben wollen.