Peter78: Mutter ist nach Koma sehr verändert

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Ihr Zugriff auf dieses Thema wurde eingeschränkt. Insgesamt gibt es 6 Beiträge in diesem Thema.
Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher anmelden oder registrieren oder freischalten lassen.

  • Peter78: Mutter ist nach Koma sehr verändert

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich hätte gerne eure Meinung/Einschätzung zu folgendem Fall: Meine Mutter (66 Jahre, Diabetikerin, stark übergewichtig, NR und NT) lag aufgrund einer Lungenentzündung 12 Tage im künstlichen Koma, in dieser Zeit erlitt sie ein vorübergehendes Nierenversagen. Obwohl die Medikamente zur Narkotisierung nach 12 Tagen komplett abgesetzt wurden, blieb sie noch 14 weitere Tage im Tiefschlaf. Sie ist einfach nicht aufgewacht. Mittlerweile ist sie seit 8 Tagen wach, sie konnte sofort normal hören und sehen. Zunächst war sie kaum in der Lage ihre Arme und Beine zu bewegen, das hat sich zwischenzeitlich deutlich gebessert. Essen und Trinken fällt ihr mittlerweile auch zunehmend leichter. Die Lungenentzündung ist weg und der BZ im Normalbereich.

    Problem: Sie hat enorme Gedächtnisprobleme, kann zeitweise weder die Namen ihrer Kinder noch ihren aktuellen Aufenthaltsort benennen. Im nächsten Moment spricht sie uns aber ganz nebenbei wieder mit unseren Namen an und weiß auch, dass sie im Krankenhaus liegt. Die meiste Zeit fantasiert sie über Ereignisse oder Personen aus ihrer Kindheit und Jugend. Sie fragt uns beispielsweise warum wir Person XY (schon lange verstorben) ins Haus gelassen hätten oder wer jetzt nach den Hühnern sehen würde (sie ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, wir haben heute keine Tiere mehr). Viele Sätze fängt sie an, ohne sie zu beenden. Auf Nachfrage kann sie einen begonnenen Gedankengang nicht fortsetzen und artikulieren. Trotz dieser Fantasien, ist sie jederzeit ansprechbar und kann beispielsweise sagen, ob sie etwas trinken möchte. Ihre Stimmung ist ziemlich entspannt bis gleichgültig. Sie ist ruhig, hat keinen Bewegungsdrang. Viele Fragen beantwortet sie mit Ja oder Nein, dabei gibt sie auch eindeutige Falschantworten ohne zu Zögern. Sie lacht häufig, zeigt keine Anzeichen für Depression oder Traurigkeit. Sie reagiert sehr stark auf minimale Kältereize, dann schüttelt sie sich am ganzen Körper und macht „Brrr“ wie ein kleines Kind. Sie freut sich nicht besonders, wenn wir sie besuchen und hat auch kein Problem damit, wenn wir wieder gehen. Vor dem Klinikaufenthalt war sie geistig voll da und hatte keine Gedächtnisschwächen, Fantasien oder ähnliches. Der Zustand dauert jetzt schon 8 Tage an. Wo könnte ihr Problem liegen, warum ist sie nicht klar im Kopf? Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation gemacht und kann mir davon berichten? Das wäre toll. Mit dem zuständigen Arzt habe ich natürlich schon gesprochen, aber mit seinen Aussagen möchte ich hier niemanden beeinflussen.



    LG Peter78
  • Hallo Peter78,
    ich heiße Dich hier im Elternpflegeforum willkommen, schön, dass Du hier bist.

    Ich bin definitiv der falsche Ansprechpartner für solch schwerwiegende Ferndiagnosen, da Deine Mutter aber im Krankenhaus liegt, würde ich dringend darum bitten, dass eine umfassende neurologische Abklärung erfolgt.

    Auf einen guten Austausch und vielleicht können Dir andere Mitglieder noch besser helfen,
    Magdalena
    "Rumgeschubst, wie eine alte Schachtel Wachsmalstifte; aber die leuchtenden Farben habe ich mir immer bewahrt!" (Zitat aus: "Gottlos", K. Slaughter)
  • Guten Morgen Peter,

    herzlich willkommen im Elternpflegeforum.

    Was hat Dir der Neurologe zu dem veränderten Zustand Deiner Mutter gesagt?

    Es könnte viele Gründe haben, warum sie sich so verhält im Moment. Nachwirkungen der Narkose die sich wieder bessern können, beginnende Demenz die parallell aufgetreten ist oder eine andere hirnorganische Veränderung.

    Allerdings wundert mich sehr, dass Deine Mutter wegen einer Lungenentzündung in ein künstliches Koma gelegt wurde und dann auch noch volle 12 Tage. Das würde ich an Deiner Stelle mal genauer hinterfragen.

    Liebe Grüssle und gute Besserung für Deine Mutter


    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brigitte ()