Bekommt man Hilfsmittel auch ohne Pflegestufe ?

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  • Bekommt man Hilfsmittel auch ohne Pflegestufe ?

    Hallo zusammen,

    ich habe euer nettes Forum gerade entdeckt, und möchte auch ganz schnell nur eine Frage loswerden !
    Meine Eltern, 79 und 83 Jahre alt, wohnen in der gleichen Straße wie ich. So klappt alles eigentlich noch sehr gut. Mein Vati hat allerdings im letzten halben Jahr sehr abgebaut und braucht immer mehr Hilfe eigentlich bei allem. Mutti wird noch ganz gut fertig damit, wir hatten aber überlegt, ob man vielleicht einen Toilettenstuhl für nachts ,(Schlafzimmer ist oben, Bad unten und die steile Treppe hat es in sich, da müssen wir auch was überlegen demnächst) und einen Badewannenlift als Hilfe bekommt, auch ohne eine Pflegestufe ? (Das möchte Mutti nämlich nicht, um meinem Vater nicht das Gefühl zu geben, nur noch eine Last zu sein. ) Und wie und wo muß man das beantragen? Muß man was zuzahlen? Doch mehr als eine Frage, entschuldigung.

    Im voraus schon mal Danke!

    LG von der Gerda

    PS: ich wußte nicht, ob ich da jetzt so einfach was neues schreiben kann, deshalb hab ich es mal hier drangehängt. Entschuldigung, wenn es falsch ist.! Gerda


    >Neues Thema erstellt/suse<
  • Hallo Gerda!


    Schön, dass dir unser Forum gefällt, denn eigentlich bietet dieser öffentlich zugängliche Bereich ja nicht sooo sehr viel.. aber wieso das so ist , hast du sicher schon ab hier Hallo, ich bin Gast hier und habe eine Frage! gelesen.

    Natürlich kann und sollte !! auch jeder Gast seine Frage(n) in einem neuen Thread stellen, Platz genug haben wir ja ! ;) Das erleichtert später anderen Hilfesuchenden das Finden von Informationen. Ich habe deinen Beitrag aber auch an alter Stelle stehen lassen, damit du ihn wiederfindest.

    Nun zu deiner Frage: aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man diese Hilfsmittel tatsächlich ohne Pflegestufe bekommt, das war bei uns nämlich genauso. Die Verordnungen wurden bei uns vom KH-Arzt bzw. Hausarzt ausgestellt, ich habe sie bei der Krankenkasse eingereicht, und wurde von dem Vertragspartner unserer Kasse prompt beliefert. Ich glaube aber, das wird nicht überall gleich gehandhabt. Unsere "Fachfrauen" Beate, Brigitte und Heike werden dir sicher mehr dazu sagen können.

    Was mir noch einfällt: du hast bei deinem Posting hier selber gemerkt, dass eine Frage oft die Nächste gleich nach sich zieht. Generell fände ich es für dich/deine Mutter nämlich schon wichtig, sich darüber zu informieren, welche Vorteile , vor allem finanzielle, eine Pflegestufe mit sich bringt. Und das Problem mit der Treppe will ja auch irgendwann angegangen sein…viele Antworten dazu finden sich schon in unserem Bereich für registrierte Mitglieder.

    Gerne würden wir auch dich in unserer Mitte begrüßen. Die Registrierung geht schnell, und ist mit keinerlei Kosten oder Folgekosten verbunden.

    Ich drücke dir die Daumen, dass ihr alles Erforderliche schnell genehmigt bekommt.


    Viele Grüße!

    suse
  • Hallo Gerda,

    da Du unser nettes Forum schon mal entdeckt hast, tu Dir keinen Zwang an und melde Dich einfach an. Kostet ja nichts, dafür ist es aber nicht umsonst: viele Deiner Fragen sind im Mitgliederbereich mit der Suchfunktion schnell beantwortet.

    Schau dann mal z. B. unter "Pflege und Betreuung", da findest Du schon einiges. Und da die Situation mit Deinen Eltern langfristig gesehen in diese Richtung tendieren wird, bist Du hier sowieso genau richtig. Hier gibt´s nicht nur pflegende Töchter und Söhne, sondern auch echte Profis, die das hauptberuflich machen.

    Der Gästebereich ist nicht der richtige Ort, um solche Themen, die doch sehr privat werden können, zu diskutieren, denn: das Internet hört mit. Im Mitgliederbereich kann es das nicht.

    Schönen Gruß
    Rudolf
  • Guten Morgen Gerda,

    vielleicht hast Du ja doch Lust, Dich bei uns an zu melden. Ich denke auch, daß in absehbarer Zukunft noch sehr viel mehr Fragen auf Euch zukommen.

    Das Beantragen einer Pflegestufe kann ein sehr wichtiger Faktor werden und da Alles so seine Zeit dauert, solltet Ihr vielleicht doch darüber nachdenken.

    Hilfsmittel, wenn der Arzt sie verordnet, werden oft von der Kasse bewilligt, es kann aber auch zu Ablehungen kommen.

    Wenn der Arzt die Verordnung gut begründet, ist die Chance um so höher. Unser Doc. wurde öfters von der Kasse angeschrieben und musste Stellung nehmen zu seinen Verordnungen, danach wurde dann aber meist bewilligt. Zwar hat mein Sohn eine Pflegestufe, aber das Vorgehen wäre auch ohne PS so gelaufen.

    Andererseits gibt es im Internet Hilfsmittelbörsen, und auch über Ebay, ist es möglich, günstig eine Grundausstattung zu erwerben.

    Vorab solltet Ihr Euch gut informieren, was Ihr wirklich braucht und Was auch von der Größe und vom Bewegungsradius in die Wohnräume passt.

    Möglicherweise wäre bei Euch ein Treppenlifter( gibt es auch auf 2nd Hand Markt) oder ein Fahrstuhl , außen oder innen am Haus, hilfreich.

    Wenn ich heute noch mal vor der Wahl stünde, und es finanziell machbar wäre, würde ich nur noch ebenerdig bauen und schon im Vorwege Alles so planen, daß ich auch mit einem Rollstuhl gut in meinem Haus zurecht käme. Aber an solche Dinge denkt man leider noch nicht, wenn man jung ist und bauen will. Ein vorhandenes Haus um und nach zu rüsten, kann sehr teuer werden.

    Besucht einige Sanitätshäuser und lasst Euch dei unterschiedlichen Produkte zeigen und erklären, eventuell findet Ihr in Eure Nähe auch ein Musterhaus, daß speziell für Senioren oder körperbehinderte Menschen gebaut und ausgestattet ist. So bekommt man schon mal eine Idee, was Alles möglich ist.

    Für eine Wohraumanpassung, wenn eine Pflegestufe besteht, zahlt die Kasse auch 2500Euro dazu. Allerdings trägt man die Kosten für Umbauten ansonsten alleine. Es sei denn, die Notwenigkeit für den Umbau ist durch einen Unfall entstanden, der nicht selbst verschuldet wurde, oder durch ein Verbrechen. In diesen traurigen Fällen sollte man einen Anwalt einschalten .

    Zuzahlungen für Hilfsmittel sind nicht so einfach zu benennen. Standardhilfsmittel zahlt die Kasse , wenn man einen höheren Standard haben möchte , ist es Verhandlungssache mit der KK, wird aber auch nicht einfach werden.


    Liebe Grüßle

    Brigitte
    Nimm die Dinge an, die Du nicht ändern kannst
    Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr

    Startseite - So bin ich
    Verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern- eine Tochter mit Down-Syndrom. ein Sohn mit schwerer Mehrfachbehinderung


  • Hallo Gerda,
    der Vorteil einer Pflegestufe ist, dass Du für pflegeerleichternde Hilfsmittel noch nicht einmal eine Verordnung brauchst. Da rufst Du einfach bei der Kasse an und bekommst in der Regel,was Du brauchst. Es sei denn es sind keine Standardsachen.
    Aber auch ohne Pflegestufe bekommst Du Hilfsmittel. Dann ist der Kostenträger nicht die Pflege- sondern die Krankenkasse. Und Du brauchst, wie schon beschrieben, eine ärztliche Verordnung.
    LG Heike

    PS.: Melde Dich hier doch ruhig an. Dann kannst Du das ganze Forum durchstöbern und wirklich gute Infos finden.
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  • Hallo Gerda,

    unser Forum für pflegende Angehörige veranstaltet auch einmal im Jahr ein überregionales User( Mitglieder)-Treffen, irgendwo im Land, so mittendrin( auch mit Übernachtung) und Du hättest so die Chance, viele liebe User auch in Echt kennen zu lernen.

    Es ist auch nicht ganz ausgeschlossen, daß sich richtige Freundschaften entwickeln.

    Und überhaupt ist es bei uns recht familiär und der Austausch ist hilfreich und kommt so auch den lieben Senioren zugute.

    Liebe Grüßle

    Brigitte
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